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Orexin / Hypokretin

Orexin A / B (andere Bezeichnung: Hypocretin-1/-2) sind Neuropeptid-Hormone.(1)

1. Bildung von Orexin

  • Bildung im Hypothalamus (erste Stufe der HPA-Achse)
    • im posterioren lateralen Teil des Hypothalamus(2)
  • Vornehmlich phasische Produktion(3)

2. Bindung von Orexin

  • Orexin A
    • bindet an beide Orexin-Rezeptoren mit gleicher Affinität.(4)
  • Orexin B
    • bindet an Orexin-B-Rezeptoren mit der 10-fachen Affinität wie an Orexin-A-Rezeptoren.(4)
    • Dieses Modell erinnert an die Bindung von Cortisol an MR und GR. Cortisol bindet 10 mal stärker an MR, so dass nur bei einem extrem hohen Cortisolspiegel (bei akutem Stress) auch die GR adressiert werden.
  • Antagonisten
    • SB-334867 ist ein selektiver Orexin-A-Antagonist(4)
    • Suvorexant-A ist ein dualer Orexin A und Orexin B-Antagonist(5)
    • Compound 9, 1-(2,4-dibromo-phenyl)-3-(.(4S,5S)-2,2-dimethyl-4-phenyl-[1,3]dioxan-5-yl)-urea ist ein selektiver Orexin B-Antagonist(6)
    • TCSOX229 ist ein selektiver Orexin B-Antagonist(4)

3. Wirkungen/Einflüsse von Orexin

  • Energiestoffwechsel
    • Essverhalten
    • Gewicht
      • Rezeptormangel bei fetteren Ratten
      • Gewichtszunahme bei direkter Gabe ins Gehirn
  • Schlafrhythmus
    • Mangel: Narkolepsie(7)
    • Mäuse mit einer Orexin-A- und Orexin-B-Rezeptorblockade und ebenso Mäuse mit einer Orexin-B-Rezeptor-Blockade zeigen ein normales Schlafverhalten, das allerdings bei Störungen deutlich anfälliger ist.(8) Die Schlafregulation scheint über den Orexin-B-Rezeptor zu erfolgen.
  • Autonomes Nervensystem
  • Flüssigkeitshaushalt
  • Vorhandensein: Erhöhung der Körpertemperatur
  • Aufmerksamkeit
    • Vorhandensein im Hypothalamus: erhöhte Aufmerksamkeit(9)
    • Vorhandensein: Wachheit
  • Motivation
    • via Orexin A Rezeptor(9)
  • Aktivität und Antrieb(10)
    • Mangel: Hypoaktivität
      • Orexin-Antagonisten verringern Stimulantien-induzierte motorische Hyperaktivität(11)
    • Vorhandensein: erhöhter Antrieb
      • bei Erregungszustand (Arousal) wird Orexin im Hypothalamus synthetisiert(12)
      • Orexin erhöht Ausschüttung von(13)
        • Noradrenalin
          • Nucleus coreuleus
          • Thalamus
          • PFC
        • Dopamin
          • ventrales Tegmentum
          • Nucleus accumbens
      • Noradrenalin aus dem Nucleus coeruleus moderiert die Wirkung von Orexin auf das Arousal.(14)
  • Angst
    • Orexin ist essentiell bei der Verankerung von Angsterfahrungen(4)
    • Orexin A-Rezeptoren befinden sich unter anderem in der Amygdala und sind dort, anders als Orexin B-Rezeptoren, in die Angstregulation eingebunden. Orexin A-Rezeptor-Antagonisten verringern konditionierte Angst(1)
    • Orexin A-Antagonisten in der Amygdala (nicht aber im PFC oder dorsalen Hippocampus) verringern Angst,(4)
    • Orexin-B-Antagonisten verringern ebenfalls Angst, jedoch geringer.(4)
    • Eine Studie an Mädchen mit ADS fand signifikante Unterschiede zu Kontrollen im posterioren cingulären Cortex, im cingulären Gyrus und Precuneus, die auf eine verzögerte Gehirnreifung im posterioren Bereich bei ADS hindeutete.(15)
  • Glutamat
    • Orexin A-Rezeptoren modulieren den Ausstoß von Glutamat(1)
    • Adressierung des vesicularen Glutamat-Transporters VGLUT2 und in geringerem Maße VGLUT2(16)
  • GABA
    • keine GABAerge Adressierung durch Orexin(16)

4. Einfluss auf ADHS/ADS:

Bei ADS fand eine Untersuchung einen signifikant geringeren basalen Orexin A-Spiegel als beim ADHS-Subtyp / Mischtyp und bei Nichtbetroffenen.(17)

Zuletzt aktualisiert am 26.09.2020 um 03:20 Uhr