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Emotionale Dysregulation – Stimmungsschwankungen und mehr bei AD(H)S

Emotionen sind zeitlich begrenzte, qualitative Zustände, die mit einer Veränderung auf der Ebene von Gefühlen, Ausdruck und körperlichen Zuständen einhergehen.(1)

Probleme mit der Emotionswahrnehmung und Emotionsregulierung sind bei AD(H)S sehr häufig.(2)(3) Etwa 34 % bis 70 % der AD(H)S-Betroffenen leiden zugleich an einer emotionalen Labilität.(1)(4)
Dass sie gleichwohl in den derzeitigen Ausgaben der Statistischen Manuale zur Klassifikation von Krankheiten (DSM und ICD) nicht als Symptome von AD(H)S aufgeführt sind, liegt daran, dass DSM und ICD lediglich diejenigen Symptome aufzählen, die für AD(H)S besonders spezifisch sind, also gut von anderen Störungen abgrenzen.(5)(6)(7)

Emotionale Dysregulation ist eines der für den Betroffenen und seine Umgebung gravierendsten und belastendsten AD(H)S-Symptome.

Offenkundig ist, dass Betroffene mit inadäquaten emotionalen Regungen andere häufiger verletzen und dadurch wiederum selbst häufiger Ablehnung erfahren.
Da AD(H)S-Betroffenen mit ein wenig Abstand die Unangemessenheit der eigenen Emotion durchaus erkennen können, führt dies zu einem Bewusstsein “Ich fühle falsch”. Selbst wenn die Erkenntnis nicht kognitiv angenommen wird, bewirkt sie doch ein tiefes Gefühl von Unzulänglichkeit, was eine der weitreichendsten Wurzeln von Selbstwertproblemen ist. Was kann es schlimmeres geben, als die Erfahrung “falsch” zu fühlen ? Wie weit ist es davon noch zu dem Satz “Ich bin falsch” ? Und wieviel Kraft kostet das Coping dieser unrichtigen Emotionen, um im (sozialen) Leben zurecht zu kommen ?
Dieser Teufelskreis verstärkt den Stresszustand der Betroffenen.
Da AD(H)S durch herabgesetzte Schwellwerte gekennzeichnet ist, ab denen die Stresssysteme (insbesondere die HPA-Achse) aktiviert werden, trägt diese Problematik erheblich zur Symptomatik von AD(H)S bei.

Emotionen sind nicht nur Folgen von Wahrnehmungen, sondern zugleich die wichtigste Grundlage für die Einordnung von Wahrnehmungen. Kognitive Erkenntnisse erhalten ihr Maß an Wahrheit und Bedeutung durch das, was ein Mensch fühlt. Ist diese Regelung gestört, ist es für die Betroffenen sehr mühsam und in schweren Fällen gar unmöglich, ihre jeweiligen Entscheidungen durch ein gesundes Fühlen abzusichern.

Inhalt dieser Seite

1. Was ist emotionale Dysregulation ?

Stimmungsschwankungen, Aggressionsstörungen, Angststörungen und Depressionen bzw. depressionsveerwandte Symptome sind die meistgenannten Arten emotionaler Dysregulation.

1.1. Stimmungsschwankungen sind Affektstörungen

Affekte haben verschiedene Dimensionen.

1.1.1. Affektqualität = welche Emotion

Beispiele:

  • Freude
  • Trauer
  • Angst

1.1.2. Affektregulation = Angemessenheit und Intensität einer Emotion

1.1.2.1. Affektadäquatheit = Angemessenheit der Emotionsqualität = “passende” Emotion
  • Ist die Art der Emotion der Situation angemessen ?
  • Wird bei gleichen Situationen immer die selbe Emotion gefühlt ?
  • Wird bei unterschiedlichen Situationen immer die selbe Emotion gefühlt ?
    • Misstrauen bei Paranoikern
1.1.2.2. Affektintensität = Intensität der Emotion
  • Ist die Intensität der Emotion (passend / zu hoch / zu niedrig) der Situation angemessen ?
    • Wird die Emotion passend wahrgenommen ?
      •  z.B. Höhenangst
    • Ist der Ausdruck der Emotion passend ?
      • z.B. übertriebene Darstellung qualitativ adäquater Emotionen bei histrionischer PS
      • z.B. verminderter Ausdruck qualitativ adäquater Emotionen bei schizoider PS
1.1.2.3.  Affektauslenkbarkeit bzw. -stabilität.
  • Wie sehr kann eine Emotion durch äußere Reize ausgelöst oder verändert werden
  • Wie schnell entsteht / verschwindet die Emotion
    • z.B. schneller Wechsel der Emotionen bei AD(H)S, noch mehr bei Borderline
    • gesundes anfluten / abfluten von Emotionen von mehreren Minuten bis mehreren Stunden

2. Emotionen und AD(H)S

2.1. Häufigkeit von emotionaler Dysregulation bei AD(H)S

Emotionsdysregulation wird zuweilen nicht als originäres Symptom von AD(H)S, sondern als komorbid auftretende eigene Dimension betrachtet.(2)

Emotionale Dysregulation ist gleichwohl ein zentrales (und bei genauerer Betrauchtung auch diagnostisch relevantes) Merkmal von ADHS. Studien stellten bei 25 % bis 45 % der Kinder mit AD(H)S und bei 34 %(8) bis 70 % der Erwachsenen mit AD(H)S(2)(9)(1) emotionale Dysregulation fest.(10)

Emotionale Dysregulation bei AD(H)S (und Autismus) wurde in einer Studie mit spezifischen dopaminergen Genvarianten in Verbindung gebracht.(11) Neurophysiologische Korrelate konnten bislang nicht gefunden werden.(1)

Die Schwere von AD(H)S-Symptomen korreliert mit negativeren Emotionen.(12)

Emptionale Dysregulation tritt häufiger auf bei ADHS (mit Hyperaktivität), bei Frauen mit AD(H)S und korreliert mit einer stärkeren Symptomausprägung.(1)

2.2. Formen emotionaler Dysregulation: Emotionale Überintensität bis Alexithymie

Bei AD(H)S (und nicht nur dort) werden verschiedene Arten der Emotionalen Dysregulation beschrieben. Nach unserer noch unverifizierten Hypothese könnten diese gegensätzlichen Formen möglicherweise unterschiedliche Ausprägungen des selben Störungsbildes sein, das lediglich je nach Art der Störungsausprägung unterschiedliche Erscheinungsformen zeigt, vergleichbar mit Hyperaktivität bei ADHS und Hypoaktivität bei ADS, die nach unserer Auffassung unterschiedliche Phänotypen der Stressreaktion darstellen: externalisierend und internalisierend.

2.2.1. Emotionale Hyperreaktivität: Stimmungsschwankungen

Eine emotionale Überreaktivität wird als “Häufige schnelle Stimmungsschwankungen” beschrieben, als ein schneller Wechsel von “Himmelhoch jauchzend” zu “Zu Tode betrübt”. Dabei ist erstens die Geschwindigkeit der Stimmungswechsel überdurchschnittlich hoch und zweitens ist die Intensität der Emotionen überhöht. Eine erhöhte emotionale Intensität wird zudem häufig mit Hochsensibilität in Verbindung gebracht, die eines der Kernelemente von AD(H)S darstellt.

2.2.2. Emotionale Hyporeaktivität

2.2.2.1. Anhedonie bei AD(H)S

Ein häufiges Symptom von AD(H)S ist Anhedonie. Anhedonie ist eine verringerte Fähigkeit, Freude zu empfinden. In Abgrenzung zur Alexithymie ist bei letzterer die Fähigkeit, negative Emotionen wahrzunehmen, weiter erhalten. Anhedonie dürfte daher stärker mit motivationalen Problemen verbunden sein als Alexithymie.

Als eine neurophysiologische Ursache von Anhedonie sind Endotoxine bekannt, die Anhedonie über erhöhte Werte proinflammatorischer Zytokine vermitteln, insbesondere wohl über TNF (Tumornekrosefaktor).
Mehr hierzu unter Immunsystem und Verhalten.

2.2.2.2. Alexithymie

Weiter berichten AD(H)S-Betroffene häufig von einer deutlich herabgesetzte emotionale Intensität, einer innere Leere. Diese, wohl mit Alexithymie verwandte, Emotionslosigkeit ist allerdings von bestimmten neurophysiologischen Phänomenen (Split-Brain) oder mit zu psychotischen Mustern verwandten Störungsbildern (Callous unemotional traits) abzugrenzen, die nichts mit AD(H)S zu tun haben. Alexithymie-Symptome bei AD(H)S sind nach unserem Eindruck keine Folgen oder Korrelate neurophysiologischer Spezifika, sondern eher die Folge einer Erholungsunfähigkeit und Aversion gegen Entspannung, die auch als Stresssymptom des “Nicht-Entspannen-Könnens” verstanden werden kann. Das Phänomen der Rationalisierung, bei dem durch ein Übermass an gedanklicher analytischer Tätigkeit einen Mangel an Fühlen verursacht, beschreibt den selben Prozess.

Alexithymie ist eine abgeschwächte Wahrnehmung aller (positiver wie negativer) eigener Emotionen, die auch als Gefühlsblindheit, Gefühlskälte oder Gefühlslegasthenie bezeichnet wird. Eine allgemeinverständliche Erläuterung von Alexithymie samt einem einfachen Test findet sich bei lernen.net.(13) Ein lesenswerter Allgemeinartikel zu Alexithymie erschien 2009 in der Zeit.(14)

Eine Untersuchung fand bei 22 % der untersuchten erwachsenen AD(H)S-Betroffenen eine stark ausgeprägte Alexithymie. 40 % erfüllten die DSM IV-Kriterien einer sozialen Phobie. Alexithymie ist mit Schwierigkeiten verbunden, die eigenen Gefühle anzunehmen und korrelierte in der genannten Untersuchung hoch mit sozialer Phobie.(15)
Normalerweise hat Alexithymie eine Prävalenz von 10 % (Männer: 11,1 %, Frauen: 8,9 %).(16) Die Prävalenz bei AD(H)S ist damit etwas mehr als verdoppelt. In Verbindung mit anderen Störungen tritt Alexithymie ebenfalls häufiger auf als alleine, z.B.

Die Prävalenz beträgt bei(16)

  • Essstörungen: 39,6% – 77%
  • Rheumatoide Arthritis: 54%
  • Hypertonie: 55,3%
  • Depressiven Störungen: 45%
  • Colitis ulcerosa/Morbus Crohn: 37,5%
  • Asthma: 36%

Traumata sollen durch eine Posteriorisierung der Gehirntätigkeit, also durch eine Verlagerung der Verhaltenssteuerung von jüngeren, frontaleren Gehirnbereichen hin zu älteren, posterioren Gehirnbereichen, ebenfalls eine Verringerung oder Blockade des Fühlens auslösen können.

Alexithymie (der Eltern) verringert ein respektvolles elterliches Verhalten und fördert ein autoritäres oder permissives elterliches Verhalten.(21)

2.2.2.2.1. Abgrenzung von Alexithymie zu ähnlichen Störungen

Alexithymie ist von Callous-unemotional traits und von der Split-Brain-Problematik zu trennen.

2.2.2.2.1.1. Callous-unemotional traits

Callous-unemotional traits bezeichnen eine anhaltende Missachtung Anderer, verursacht durch mangelndes Einfühlungsvermögen und einen generell mangelhaften Affekt. Symptome sind schwache, abgeflachte Emotionen und eine geringe Empathie. Callous-unemotional traits haben damit eine deutliche (anti)soziale Komponente, die der Alexithymie fehlt.

Der Schweregrad der Symptome von Callous-unemotional Traits korreliert negativ mit der Konnektivität zwischen Amygdala und ventromedialem präfrontalen Kortex.(22)

Kalte Aggression ist mit verringerter Emotionalität (Callous unemotional Traits, verringerte Empathie) assoziiert.(23)

Bei Callous-unemotional Traits sind der Cortisolspiegel und der Testosteronspiegel erhöht.(24)

2.2.2.2.1.2. Split-Brain-Problematik

Alexithymie ist von einer Split-Brain-Problematik dadurch zu unterscheiden, dass bei Alexithymie die Gefühle lediglich schwächer wahrgenommen bzw. nicht benannt werden können, während bei Split-Brain alle in der rechten Gehirnhemisphäre ablaufenden Prozesse der (die Beschreibungsprozesse beherbergenden) linken Hemisphäre völlig unzugänglich sind.(25) Alexithymie ist somit ein Teilproblem der Split-Brain-Problematik.

2.2.2.2.2. Ursachenmodelle von Alexithymie

Die nachfolgende Darstellung beruht maßgeblich auf der Zusammenstellung von Naundorf(16)m soweit nicht anders gekennzeichnet.

2.2.2.2.2.1. Beeinträchtigter Informationsaustausch zwischen Gehirnhälften

Die beiden Gehirnhälften haben unterschiedliche Aufgaben bezüglich der Wahrnehmung und Verarbeitung von Informationen und der Steuerung von Prozessen.

Rechte Hemisphäre:

  • unbewusste Informationen
  • emotionale Informationen
  • nonverbale Informationen
  • Bindungsverhalten (via Oxytocin)
    • Beeinträchtigte Bindungsfähigkeit bei Alexithymie deutet auf Dysregulation der rechten
      Hemisphäre hin
    • Schlaganfallpatienten mit Läsion in rechter Hemisphäre haben signifikant höhere TAS-20-Werte als solche mit einer Läsion der linksseitigen Hemisphäre

Linke Hemisphäre:

  • bewusste, analytische Prozesse
  • verbale Prozesse
  • fortlaufende Prozesse

Ein Austausch der beiden Hemisphären über das diese verbindende Corpus callosum ist notwendig, um emotionale Reize bewusst wahrzunehmen und verbalisieren zu können.

Alexithymie könnte (bei Männern häufiger als bei Frauen) eine Transferstörung des Corpus callosum darstellen, das die beiden Gehirnhälften miteinander verbindet.(26) Patienten mit Agenesie (= Fehlen, verkümmern) des Corpus callosum zeigen ebenso wie Epileptiker nach Komissurotomie (=  Callosotomie = Durchtrennung des Corpus callosum) alexithyme Wesenszüge.

2.2.2.2.2.2. Beeinträchtigung einzelner Gehirnregionen

Alexithymie wird in Verbindung gebracht mit Veränderungen im

  • anterioren cingulären Kortex .
  • Amygdala
    • geringere Aktivierung rechtshemisphärisch bei negativem visuellen Stimulus (Ekel)
  • mPFC
    • geringere Aktivierung rechtshemisphärisch bei negativem visuellen Stimulus (Ekel)
  • Gyrus cinguli
    • geringere Aktivierung bei Frauen bei negativem visuellen Stimulus
  • motorischer Kortex
    • bei Verarbeitung emotionaler visueller Stimuli aktiver
  • sensorischer Kortex
    • bei Verarbeitung emotionaler visueller Stimuli aktiver

Bei Alexithymie zeigte sich ein geringerer zerebraler Blutfluss in den ventralen sowie dorsalen Anteilen des Gyrus cinguli, der während der Wahrnehmung von emotionsbesetzten Reizen (Filme) vermehrt durchblutet wird.

2.2.2.2.2.3. Psychologische Erklärungsmodelle

Es wird vermutet, dass sich auch bei neurologisch gesunden Probanden (ohne strukturelle Läsionen) eine „funktionelle Komissurotomie“ in Form eines beeinträchtigten Informationsaustausches der zwei Hemisphären entwickeln kann.
Bei Emotionsunterdrückung wie Emotionsumbewertung als Copingstrategien wurde eine erhöhte Cortisolstressantwort gefunden.(27)

Erhöht sich die relative Anzahl der Mineralocorticoidrezeptoren (MR) gegenüber den Glucocorticoidrezeptoren (GR) im limbischen System, bewirkt dies bei Tieren eine verringerte emotionale Reaktivität.(28)
Insbesondere bei den hyperaktiven ADHS-Subtypen scheint eine mangelhafte Abschaltung der HPA-Achse aufgrund einer beeinträchtigten Funktionalität der GR oder einer mangelhaften Adressierung der GR aufgrund zu geringer Cortisolstressantworten vorzuliegen.

Eine Untersuchung bei Alexithymie-Betroffenen deutet darauf hin, dass – als Alternative zu Defiziten im interhemisphärischen Transfer – auch eine kortikale Inhibition als Ursache in Betracht kommt. Die Studie beschreibt eine magnetische Stimulation des motorischen Kortexareals für die Muskulatur einer Hand durch ein Elektromyogramm, wobei die motorische Antwort der einen Hand sowie die inhibitorische Reaktion der anderen Hand gemessen wurde. Dabei zeigte sich ein erhöhter Informationsfluss zwischen den Gehirnhemisphären.

Eine Untersuchung kam zu der Schlussfolgerung, dass Alexithymie die Folge eines Verdrängens einer ungewünschten Tatsache (hier: des Bestehens einer Diabetes) sein kann.(16)

Darstellung der Affekt-Vermeidung bei schizotypischen Störungen ähnlich

Die Beschreibung von Affekt-Vermeidung bei schizotypischen Störungen (dort als Folge einer Depersonalisations-Angst) erinnert stark an die Darstellung von Gefühlsarmut als Schutzreaktion gegen unangenehme / überintensive Gefühlswahrnehmungen.

Es wird beschrieben, dass die bei schizotypischen Störungen bestehende Entfremdung von sich selber (De-Personalisation) auch eine Entfremdung der menschlichen und sachlichen Umwelt nach sich zieht (De-Realisation), die für Betroffenen sehr belastend ist und die diese zu vermeiden suchen.

“Die Angst vor solchen Entfremdungs-Phänomenen führt gerade bei schizo­typischen Beschwerdebildern dazu, jene Situationen zu meiden, in denen so etwas ausgelöst, besonders irritierend, peinlich oder quälend sein könnte, vor allem aber zwischenmenschliche Situationen, in denen ggf. ausgeprägte Ge­mütsregungen zu erwarten sind. Die Betroffenen werden sich also bemühen, aufwühlende Erfahrungen zu umgehen.

So etwas nennen die Fachleute eine „Affekt-Vermeidung“ (Affekt = Gefühl, Gemüt, Stimmung, in der Allgemeinsprache eine eher unkontrollierte Gefühlswallung mit entsprechenden Folgen). Diese Affekt-Vermeidung wird besonders bei schizophren Erkrankten beobachtet und ohne nähere Kenntnisse von Patient und Leidensbild rasch negativ interpretiert, nämlich als Mangel oder Verlust gemütsmäßiger Ansprechbarkeit und zwischenmenschlicher Schwingungsfähigkeit (genereller Vorwurf: borniert, „wurstig“). Die Betreffenden erscheinen dann gemütsarm bis gemütskalt, lieblos, gleichgültig, teilnahmslos, manchmal sogar kaltherzig, schamlos oder brutal.

Je nach Person kann dies bei entsprechender Wesensart durchaus zutreffen, in der Mehrzahl der Fälle wohl aber nicht, vor allem nicht auf Dauer bewusst und gewünscht, denn die negativen Konsequenzen in Partnerschaft, Familie, Nachbarschaft, Freundeskreis und am Arbeitsplatz liegen auf der Hand.

Bei den schizotypischen Patienten handelt es sich darüber hinaus noch auf der Basis einer biologischen Anlage um eine regelrecht eingeübte „Sicher­heits-Distanzierung“. Diese dient dem Schutz vor gefühlsmäßiger Überflutung und damit Verunsicherung im Alltag. Denn sie haben – ähnlich, wenn nicht ganz so ausgeprägt wie bei schizophren Erkrankten – eine Art „Filter-Störung“. Damit können sie Gedanken und Gefühle nicht so wirkungsvoll werten, einordnen und vor allem das aussortieren, was sich für sie als nicht wesentlich herausstellt. Sie sind also ständig in Gefahr „überflutet“ zu werden. Damit sind sie auch ununterbrochen negativen Gefühlen gleichsam hilflos ausgeliefert und geraten damit rasch in Bedrängnis. Also bauen sie um sich herum eine Art „seelischen Wall“ auf, um dieses Zuviel an nicht aussortierbaren Belastungen und damit letztlich einen Zusammenbruch mangels sinnvoll gespeicherter und nur gezielt genutzter Kraft-Reserven zu vermeiden.

Leider führt diese aktive Aussortierung auch zur Vermeidung und damit zum Defizit gemütsmäßiger Erfahrungen, und damit auf längere Sicht zu einer zwischenmenschlichen, gesellschaftlichen und manchmal auch beruflichen Unsicherheit, die den zu erwartenden Teufelskreis noch mehr anheizt. Denn wenn man nicht täglich „trainiert“, seine Erlebnisse und damit Erfahrungen gefühlsmäßig richtig einzuschätzen, konkret zu beurteilen und damit zu ordnen und für die Zukunft zweckmäßig verfügbar zu halten, dann fehlt einem am Schluss jene Routine im „zwischenmenschlichen Gefühlshaushalt“, die jeder Gesunde von sich aus und ohne großes Nachdenken üben, praktizieren und nutzen darf.

Zitiert aus Faust: SCHIZOTYPISCHE PERSÖNLICHKEITSSTÖRUNG als eines von drei charakteristischen Besonderheiten des schizotypischen Beschwerde­bildes

Nach unserem Eindruck könnten alexithyme Störungen der Wahrnehmung von (vor allem positiven) Emotionen, die bei AD(H)S häufiger berichtet werden, insbesondere bei ADHS (mit Hyperaktivität) die Folge einer anhaltenden Rationalisierung darstellen. Ein typisches Symptom von AD(H)S ist eine Aversion gegen Entspannung und Achtsamkeitstechniken wie Yoga, Meditation und ähnlichem. In Verbindung mit dem ebenfalls typischen Symptom des Gedankenkreisens führt dies nach unserer Hypothese zu einer erhöhten kognitiven, analytischen Wahrnehmung, während entspannte emotionale Wahrnehmung nicht zugelassen werden kann. Lediglich wenige positive Emotionen können diesen Panzer durchbrechen, z.B. Lust / Sex. Es überwiegen negative Emotionen, da diese nach der inneren “Logik” von Stress überlebensförderlich sind, da sie einerseits Warnfunktionen haben und andererseits nicht vom Kampf gegen den Stressor ablenken.

Diese evolutionsbiologische Sichtweise wird durch einzelne Untersuchungsergebnisse gestützt. Alexithymie korreliert mit negativen Emotionen und einem Hang zu Vermeidungsverhalten als Coping.(29)
Alexithymie korreliert weiter mit einem erhöhten Maß von Rationalisierung.(30)

Zudem wird das Bild, dass die Wahrnehmung bei AD(H)S zu sehr auf Denkprozesse und zu wenig auf emotionale Wahrnehmung ausgerichtet ist, in Therapien bereits angewendet.

Es wurde allerdings auch von einzelnen Betroffenen berichtet, dass eine Medikation mit Stimulanzien eine Verringerung der Emotionalität zur Folge hatte. Ob dies auf einer Überdosierung beruht oder ob es die Nebenwirkung bestimmter Präparate ist, ist unklar.

2.2.2.2.3. Testung von Alexithymie

Das meistgenutzte Instrument zur Testung von Alexithymie ist die Toronto-Alexithymie-Skala.
Die Fragen betreffen 3 Gruppen:

  • Schwierigkeiten bei der Identifikation von Gefühlen
    • Alexithymie bedeutet, Schwierigkeiten zu haben, eigene Gefühle und deren physiologische Begleiterscheinungen inadäquater Weise wahrzunehmen. Im Extremfall fehlt die Fähigkeit, emotionale und begleitende physiologische Veränderungen adäquat einzuordnen
  • Schwierigkeiten bei der Beschreibung von Gefühlen
    • Alexithymie ist mit Problemen verbunden, Emotionen zu zeigen und zu beschreiben. Die Kommunikation über Gefühle ist beeinträchtigt.
  • Extern orientierter Denkstil
    • Alexithymie ist mit eine eher oberflächliche Betrachtungsweise  problematischer Situationen oder Abläufen verbunden. Das Interesse für analytisches Denken bzw. für eine Reflexion von Lösungswegen in problematischen Situationen ist gering.
2.2.2.2.4. Behandlung von Alexithymie

Kognitive Verhaltenstherapie bei Alkoholabhängigen mit Alexithymie hat innerhalb von 3 Monaten die Alexithymie-Symptome deutlich verringern. Die Verringerung war bei Frauen größer als bei Männern.(31)

2.3. Affektive und emotionale Temperamente und psychische Störungen

Eine umfangreiche Internetumfrage beschäftigte sich mit der Korrelation von affektiven und emotionalen Temperamenten nach dem AFECT-Temperamentsmodell(32) mit psychischen Störungen und fand als häufigste Korrelationen:(33)

  • dysphorisches Temperament: Assoziation mit Symptomen von AD(H)S (Dysphorie bei Inaktivität)
  • volatiles Temperament: Assoziation mit Symptomen von AD(H)S (Stimmungsschwankungen)
  • melancholisches Temperament: Assoziation mit schwerwiegenden depressiven Symptomen
  • zyklothymes Temperament: Korrelation vornehmlich mit Symptomen der Borderline-Persönlichkeit
  • euphorisches Temperament: positive Korrelation mit manischen Symptomen
  • euthymisches Temperament (euthymisch: heiter, wohlgemut): negative Korrelation zu allen psychiatrischen Symptomen
  • hyperthymisches Temperament (hypothym: hohe Aktivität, noch keine Hypomanie): negative Korrelation zu allen psychiatrischen Symptomen

Darüber hinaus ergab die Bewertung der emotionalen Merkmale des Temperaments, dass hoher Wille, geringer Ärger, geringe Empfindlichkeit und hohe Kontrolle Merkmale sind, die nicht mit der Psychopathologie zusammenhängen.

2.4. Emotionale Dysregulation: Symptom oder Komorbidität ?

Obwohl Emotionale Dysregulation bei vielen psychischen Störungen auftritt, also wenig AD(H)S-spezifisch ist, gehen wir davon aus, dass Emotionale Dysregulation (insbesondere Rejection Sensitivity) ein originäres Symptom von AD(H)S darstellt – sofern keine anderen psychischen Störungen bestehen – ebenso wie Emotionale Dysregulation bei Depressionen ein Depressionssymptom darstellt. Heilt eine Depression aus, verschwindet auch die emotionale Dysregulation. Es ist von keinem Störungsbild bekannt, bei dem Emotionale Dysregulation komorbid auftritt, jedoch beim Abklingen des Störungsbildes fortbesteht.
Die spezifischen Abweichungen der Emotionserkennung bei AD(H)S sind ebenfalls eine spezifische Eigenheit von AD(H)S und keine Komorbidität.

In einer Untersuchung mit n = 102 Kindern korrelierten dagegen emotionale Probleme alleine mit emotionaler Labilität, wobei es keinen Unterschied machte, ob AD(H)S vorlag oder nicht. Bei AD(H)S-Betroffenen führte emotionale Labilität im Vergleich zu  Nichtbetroffenen lediglich zu zusätzlichen Verhaltensproblemen.(34)

Zwei größere Studien fanden lediglich moderate bis schwache Korrelationen zwischen AD(H)S-Leitsymptomen und Stimmungssymptomen,(35)(36) eine kleinere Studie fand dagegen eine starke Korrelation zwischen kognitiven und emotionalen Problemen bei AD(H)S.(37)

Spezifische Emotionsregulationsprobleme bewirken, dass AD(H)S indirekt die Häufigkeit von Selbstmordgedanken bei komorbid depressiv Betroffenen verstärkt.(38)

Eine Studie kam zu dem Ergebnis, dass emotionale Dysregulation das Symptom sei, das zwischen AD(H)S und Spielsucht verbinde.(39)

2.5. Auswirkung emotionaler Dysregulation auf die Lebensqualität von AD(H)S-Betroffenen

Emotionale Dysregulation bewirkt bei AD(H)S-Betroffenen wesentlich gravierendere Einschränkungen der Lebensqualität als Hyperaktivität oder Unaufmerksamkeit. Die negative Auswirkung auf Lebenszufriedenheit und Selbstwert ist erheblich größer.(40)

2.6. Die Bedeutung von Emotionen bei AD(H)S

Bewusste und unbewusste Emotionen spielen eine tragende Rolle in der AD(H)S-Kernproblematik von Motivation und Selbstregulation.
Emotionen haben drei wichtige Rollen in der Symptomatik von AD(H)S.

2.6.1. Motivation / Antrieb / Selbstaktivierung

Defizite in der Selbstaktivierung sind nur teilweise mit der Störung der Belohnungsbewertung zu erklären – je weiter entfernt eine Belohnung zu erwarten ist, desto geringer ist der Antrieb. Dieses Phänomen ist bei AD(H)S-Betroffenen massiv verstärkt (Abwertung entfernter Belohnungen).

2.6.2. Selbstregulation

Intensive Emotionen alleine stellen noch kein Problem dar, wenn die Betroffenen über ausreichende Fähigkeiten verfügen, ihre Emotionen wieder einzufangen und adäquat zu stabilisieren.
Bei AD(H)S können Frustration oder andere Emotionen häufig nicht angemessen verarbeitet und reguliert werden. Es entstehen

  • Impulsüberreaktionen (typisch für ADHS-Subtypen)
  • innere Blockaden (typisch für ADS)

2.6.3. Emotionserkennung und -verarbeitung

Daneben haben viele AD(H)S-Betroffene erhebliche Schwierigkeiten, die Ausdrucksweise ihrer Emotionen zu erkennen und zu beherrschen.(41)
Ebenso scheint bei AD(H)S (wie bei Autismus) eine verschlechterte Erkennung von Emotionen anderer zu bestehen, wobei die Reizverarbeitung auf einer anderen Verarbeitungsstufe gestört ist.(42)(43)(44)
Emotionale Dysregulation bei ADHS kann durch Defizite bei der Erkennung und / oder Zuordnung von emotionalen Reizen entstehen.(2)

2.6.4. Erhöhte Reaktion auf negative Stimuli

Neben der erschwerten Emotionsregulation wird von einer erhöhten Reaktion auf negative Stimuli bei AD(H)S-Betroffenen berichtet.(45)

2.6.5. Rejection Sensitivity

In der Fachliteratur bisher weitgehend unbeachtet ist die von sehr vielen diesseits befragten AD(H)S-Betroffenen (n > 50) berichtete Überempfindlichkeit gegen tatsächliche oder vermeintliche Zurückweisung. In unserem ADxS.org-Online-Symptomtest zeigt sich Rejection Sensitivity bei als ähnlich starkes Indiz für AD(H)S wie Impulsivität, grob- oder feinmotorische Probleme oder innere Unruhe. (Stand Juni 2020, n = 1889)

Eine sehr hohe Anzahl dieser Betroffenen berichtete, dass die Rejection Sensitivity unter Stimulanzien deutlich abnehme. Einzelne Betroffene (etwa 10 %) berichteten, dass MPH die RS verstärke, wobei bereits der Wechsel zu einem anderen MPH-Präparat Unterschiede zeigte.

Mehr zu diesem Thema auf der Seite Rejection Sensitivity: Empfindlichkeit gegenüber Zurückweisung und Kritik als spezifisches AD(H)S-Symptom.

2.7. Weitere Konzepte

Ein interessantes Konzept ist die Beschreibung der emotionalen Dysregulation als emotionale Teilleistungsstörung(46) in Ergänzung zum Modell der kognitiven Teilleistungsstörungen wie Lese-Rechtschreibschwäche, Dyslexie etc., wenn “Störungen der Affektqualität und -regulation … als weitgehend singuläre und eng umschriebene Störung auftreten, bei gleichzeitig ansonsten normalen kognitiven und psychischen Funktionen … in Verbindung mit typischen kognitiven Mustern (z. B.: paranoide PS: „Alle sind gegen mich“, abhängige PS: „Alleine schaffe ich es nicht“, histrionische PS: „Ich muss Eindruck machen“)”.

Die Kombination von AD(H)S und emotionaler Dysregulation könnte auch eine eigene Kategorie darstellen, die eine eigenständige Bedeutung neben den beiden Phänomenen AD(H)S alleine und emotionaler Dysregulation alleine hat.(2)

3. Emotionale Reaktionen als AD(H)S-Frühindikator bei Säuglingen

Spezifische emotionale Reaktionen treten bei Kindern von Eltern mit AD(H)S schon im Alter von 6 Monaten auf.(47)

4. Neurophysiologische Korrelate emotionaler Dysregulation

Sie hierzu den Beitrag ⇒ Neurophysiologische Korrelate emotionaler Dysregulation im Abschnitt Neurophysiologische Korrelate von AD(H)S-Symptomen im Kapitel Neurologische Aspekte.

5. Behandlung Emotionaler Dysregulation

5.1. Medikamentierung

Emotionale Dysregulation profitiert nach unserem Eindruck von einer medikamentösen Behandlung etwas weniger deutlich als andere Symptome von AD(H)S. Hier ist eine besonders sensible Medikamenteneinstellung erforderlich.

Stimulantien (z.B. Methylphenidat) verbessern erfahrungsgemäß nicht nur Aufmerksamkeit und verringern Hyperaktivität und Impulsivität, sondern verbessern auch die emotionale Selbstregulierung, was zumindest teilweise Folge der verringerten Impulsivität sein kann.(48)

Eine auffällig hohe Anzahl von AD(H)S-Betroffenen berichtete, dass die bei ihnen bestehende Rejection Sensitivity unter Stimulanzien deutlich abnehme. Einzelne Betroffene (etwa 10 %) berichteten, dass MPH die RS verstärke, wobei bereits der Wechsel zu einem anderen MPH-Präparat Unterschiede zeigte.

Komorbide Angststörungen, Depressionen und Aggressionen können durch Stimulanzien verstärkt werden, da Angst und Stimmungen durch die dopaminerge Aktivität des ventromedialen präfrontalen Kortex in Verbindung mit dem limbischen System reguliert wird. In diesen Fällen empfehlen sich stattdessen Noradrenalinwiederaufnahmehemmer oder α2A-Adreno-Agonisten.(49)
Eine (recht kleine) Untersuchung fand keine kurzfristige Veränderung des Angstzustands (state anxiety) durch eine Einzeldosis MPH, jedoch Hinweise auf eine mögliche langfristige Verschlechterung.(50)
Amphetaminmedikamente haben erfahrungsgemäß bessere Wirkungen in Bezug auf die Stimmung bei AD(H)S.

Laut einer (sehr kleinen, n = 26) Studie soll Memantine (zusätzlich zu Stimulantien gegeben) die emotionalen Exekutivfunktionen und Selbstregulierungsfunktionen weiter verbessern.(51)

5.2. Therapeutische Behandlung

Achtsamkeitstraining ist in der Lage, das Gleichgewicht zwischen denken und fühlen, das bei AD(H)S-typischer Alexithymie (Emotionsarmut) in Richtung denken verschoben ist, zu verbessern.

Übungen, wie sie mit Traumapatienten gemacht werden, die ebenfalls häufig an einer Gefühlsarmut leiden, können die Gefühlswahrnehmung verbessern.

Die 5-4-3-2-1-Übung(52)

  1. Setze Dich ruhig hin und atme bewusst.
  2. Schau Dich um, und benenne 5 Dinge, die Du siehst.
  3. Benenne nun 5 Dinge, die Du hörst. Sind es weniger, benenne sie mehrfach.
  4. Schliesse jetzt die Augen. Nenne 5 Dinge, die Du fühlst.
  5. Wiederhole die Übung mit 4 Dingen statt 5, danach mit 3, dann mit 2 und nochmals mit 1 Sache.

Weitere Quellen:

Smart but Stuck: Emotions in Teens and Adults with ADHD; Thomas E. Brown (Jossey-Bass/Wiley, 2014).

Zuletzt aktualisiert am 14.09.2020 um 22:39 Uhr


3.)
Brown (2015): ADHD – From Stereopypic to Science, 10/2015, S. 52 – 56; Brown ist Leiter der Yale Clinic for Attention and Related Disorders in New Haven, Connecticut - (Position im Text: 1)
5.)
Zur begrenzten Bedeutung von DSM und IDC bei der Diagnostik siehe den Beitrag DSM und IDC als diagnostische Hilfsmittel. - (Position im Text: 1)
41.)
Brown (2015): ADHD – From Stereopypic to Science in Educational Leadership, 10/2015, S. 52 – 56; Brown ist Leiter der Yale Clinic for Attention and Related Disorders in New Haven, Connecticut - (Position im Text: 1)
49.)
Stahl (2013): Stahl’s Essential Psychopharmacology, 4. Auflage, Chapter 12: Attention deficit hyperactivity disorder and its treatment, Seite 490 - (Position im Text: 1)

Ein Gedanke zu „Emotionale Dysregulation – Stimmungsschwankungen und mehr bei AD(H)S“

  1. Hallo, habe gerade ihre Seite entdeckt, da mein früherer ADS-Psychiater meinte ich könnte Alexithymie haben. Meine Diagnose ist ADS – Mischtyp und andere Persönlichkeitsstörungen (instabile PS). Nun meine ich selber das ich zuviel fühle, allerdings nur wenn ich auf andere Menschen treffe denen es schlecht geht oder die verzweifelt sind, das würde ich als hochsensitiv bezeichnen. Wenn ich Bücher lese und Filme sehe die Mißbrauchszenen oder Folterungen oder ähnlich schlimmes beinhalten, dann fühle ich mich schlecht und muss weinen oder es schnell verdrängen.
    Bei anderen dachte ich immer das ich sehr einfühlsam bin und versuche zu helfen, kann sein das es dann nicht
    mit Gefühlen zusammen hängt. Nun hab ich keine Ahnung wer hier hinter dieser Seite steckt, doch es kommt mir
    sehr kompetent vor. Gruß Bettina K.

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