Das Projekt ADxS.org

Willkommen bei ADxS.org!

ADxS, der Name dieses Projektes, ist ein Kunstbegriff und steht für AD(H)S als Gesamtheit aller Subtypen (ADHS, Mischtyp, ADS) sowie SCT.

ADxS.org ist aus der Faszination an dem ungelösten Rätsel AD(H)S entstanden.

  • Was ist AD(H)S ? Welche Symptome gehören dazu ?
    Wir haben mehr als 35 Symptome gesammelt, die unmittelbar aus AD(H)S resultieren können.
    DSM/ICD enthalten lediglich die diagnostisch relevanten Symptome. Für eine sinnvolle Behandlung ist die Kenntnis aller AD(H)S-Symptome unerlässlich. 
    Symptome
  • Wie entsteht AD(H)S ?
    Entstehung
    Es gibt mehrere Entstehungspfade.
    • AD(H)S kann durch ein Zusammenwirken einer Mehrzahl an zufällig entstandenen Genen entstehen, ohne dass hierfür Umwelteinflüsse erforderlich wären. Diese Genvarianten sind ohne Stresseinwirkung entstanden und verändern gemeinsam Neurotransmitterspiegel oder andere Stoffe oder Mechanismen im Gehirn und Körper so, dass die typischen AD(H)S-Symptome entstehen. Nennen wir es „genetisch geerbtes AD(H)S“.
    • AD(H)S kann durch Umweltfaktoren (frühkindlichen oder chronischen starken Stress) entstehen. Die Stressmedizin kennt dies bereits für Depression.
      Früher oder chronischer starker Stress kann die Expression von Genen, also ihre Aktivität, verändern. Dies kann ebenso das AD(H)S-typischen Änderungen von Neurotransmitterspiegeln und Co. bewirken. Nennen wir es „erworbenes AD(H)S“.
      ⇒ Umweltfaktoren als Ursache von AD(H)S
      Denkbar wären auch Krankheiten, die das Immunsystem zu AD(H)S-typischen Verhaltensveränderungen anregen. Hierfür bestehen bisher nur wenige Anhaltspunkte. Wahrscheinlicher dürfte sein, dass Krankheiten dadurch zu AD(H)S beitragen, dass sie – genau so wie psychischer Stress – die Stresssysteme aktivieren, die die meisten AD(H)S-Symptome vermitteln.
      ⇒ Immunsystem und Verhalten   
    • Erworbenes AD(H)S kann ausserdem an die eigenen Nachfahren weitervererbt werden. Im Gegensatz zum ererbten AD(H)S der ersten Variante werden hier nur die epigenetischen Veränderungen der Genaktivität weitervererbt. Tierexperimente haben Vererbungen solcher erworbenen Genexpressionen über 4 Generationen nachgewiesen.  Nennen wir es „epigenetisch geerbtes AD(H)S“. Diese AD(H)S-Ursache ist im besonderen Maße einer Prävention durch fürsorgliches warmes Elternverhalten zugänglich. 
  • Stress hat eine besondere Bedeutung bei AD(H)S.
    Stress ist ein Faktor, der die Entstehung von AD(H)S auslösen kann, wobei ein so erworbenes AD(H)S als Disposition vererblich ist.
    Daneben werden AD(H)S-Symptome zu großen Teilen durch die Stresssysteme vermittelt.
    Diese Bedeutung wurde von der AD(H)S-Fachliteratur bisher kaum berücksichtigt. Um so wichtiger ist uns eine umfassende Darstellung der Stresssysteme und ihrer Einflüsse.
    ⇒ Stress
  • Alles was ein Lebewesen, das ein Nervensystem besitzt, tut oder lässt, hat eine Entsprechung (ein Korrelat) in bestimmten Zuständen des Nervensystems – beim Menschen vor allem dem zentralen Nervensystem: dem Gehirn. Das Bestehen solcher Korrelate besagt noch nichts über die Verursachung (die Kausalität). Die Neurophysiologie befasst sich mit den physikalischen und chemischen Abläufen im Gehirn, die bei Verhaltensweisen auftreten. Das Gehirn kommuniziert schnell durch elektrische Impulse und langsam chemisch durch Botenstoffe (u.a. Neurotransmitter, Hormone).
    ⇒ Neurologische Aspekte
  • Diagnostik
    Wir stellen die Diagnoseverfahren von AD(H)S vor und erläutern, von welchen ähnlichen Störungsbildern AD(H)S abgegrenzt werden muss (Differentialdiagnostik) und welche Störungen häufig zusammen mit AD(H)S auftreten (Komorbiditäten).
    ⇒ Diagnostik
  • Prävention
    Auf der Grundlage des Verständnisses, dass weitervererbte Stresserfahrungen ein AD(H)S-Risiko bewirken können (Disposition) und dass besonders warmes und fürsorgliches Elternverhalten dazu beitragen kann, dass aus einer solchen Disposition kein tatsächliches AD(H)S entsteht (Manifestation), ist uns die Darstellung der Möglichkeiten zur AD(H)S-Prävention für Eltern und Bezugspersonen sehr wichtig. Diese Grundsätze dürften für weitere multigenfaktorielle psychische Störungen ebenso gelten. 
    ⇒ Prävention 
  • Behandlung
    Unser Leitfaden stellt eine aus wissenschaftlicher Sicht sinnvolle AD(H)S-Behandlung vor.
    Wir stellen viele geeignete und weniger geeignete Medikamente für AD(H)S sowie mögliche nichtmedikamentöse Behandlungswege dar. Besonders wichtig ist der Vergleich von Effektstärken der unterschiedlichen Behandlungsoptionen.
    ⇒ Behandlung und Therapie
  • Wissenswertes
    Hier sammeln wir Kruscht und Kram: Erfahrungsberichte Betroffener, Prominente mit AD(H)S, Literatur zu AD(H)S, erörtern, warum einzelne Untersuchungen kaum einen Aussagewert haben und bieten ein Glossar.
    ⇒ Wissenswertes zu AD(H)S
  • Tests und Umfragen
    Hier findet sich unser großer ADxS.org-Symptomtest (ca. 200 Fragen, 30 min). Dieser deckt sich mit rund 94 % der ärztlichen AD(H)S-Diagnosen und mit rund 96,5 % der Ergebnisse eines wissenschaftlich abgesicherten Tests, dem CAARS-L (Conners adhd adult rating scale Long).
    Daneben bieten wir einen SCT-Test und  einen Reaktionstest, die sich noch im Versuchsstadium befinden.
    Weiter gibt es Umfragen zu Medikamentenwirksamkeit und Ärzten und Therapeuten mit AD(H)S-Erfahrung.
    ⇒ Tests und Umfragen

Eine inhaltliche Zusammenfassung des gesamten Projekts findet sich unter ⇒ Kurzfassung von ADxS.org.

Das ⇒ Inhaltsverzeichnis listet alle Seiten auf (Sitemap) und entspricht der Menügliederung.  

Naturgemäss sind nicht alle Darstellungen für alle Leser gleichermaßen interessant.
Als ständig in Veränderung befindliche Arbeit beinhaltet das Projekt zudem etliche Detailinformationen, die noch nicht zu einer Schlussfolgerung geführt haben. Wie bei wissenschaftlichen Auswertungsarbeiten üblich, nehmen die Schlussfolgerungen erst einige Zeit nach der Aufbereitung der Details Form an.

In Anbetracht des Umfangs des Projekts und der Komplexität des Themas ist anzunehmen, dass trotz aller Mühe einige Missverständnisse und Fehler durchs Netz geschlüpft sind. 
Konstruktive Hinweise auf wissenschaftliche Belege, um eventuelle Fehlannahmen zu korrigieren und die diesseitigen Erklärungen und deren Genauigkeit zu verbessern und zu ergänzen, sind stets willkommen.

Das Konzept von ADxS.org

ADxS.org ist ein rein nichtkommerzielles Projekt.

Erklärtes Ziel ist eine fachliche Auseinandersetzung mit AD(H)S aus wissenschaftlicher Sicht, wobei alle Themen zugleich auch für fachlich interessierte Betroffenen lesbar bleiben sollen. Daher werden Fachbegriffe durch umgangssprachlich begreifbare Begriffe ersetzt oder mittels Mouseovertexten erläutert. Einleitende Texte sollen auch für Einsteiger verständlich bleiben.

Unsere eigene Auffassung und unsere Hypothesen sind stets als solche gekennzeichnet.

Alle Fakten sind in der Regel mit direkt nachlesbaren Quellenangaben verlinkt. Im Zeitalter von Fake-News ist eine Nachprüfbarkeit von Tatsachen von besonderer Wichtigkeit.

Zu vielen Themen finden sich (meist eingerückt) vertiefende Erläuterungen bis hin zu (oft als ausklappbare Texte) wissenschaftlichen Daten, Fakten und Erklärungen. Aus Anfangszeiten sind vereinzelt noch Links auf recht allgemeine Quellen zu finden.

Ziel ist es, dass sich so z.B. Betroffene und Ärzte anhand einer gemeinsam zugänglichen Quelle über bestimmte Aspekte austauschen können. 

Die Ziele von ADxS.org

Angestrebt ist

  • eine Erweiterung des wissenschaftlichen Beirats
  • eine Öffnung für Fachbeiträge weiterer Autoren
  • eine Öffnung für Darstellungen abweichender Meinungen von Fachautoren, die als solche gekennzeichnet und begründet sind
  • eine Einbeziehung einer Vielzahl an Wahrnehmungsberichten von Betroffenen.

ADxS.org möchte ganz ausdrücklich nicht dem Konzept folgen, dass ein Beitrag/Kapitel von einem einzigen Autoren oder einer geschlossenen Autorengruppe stammen müsste. Wir glauben, dass es die Diskussion und die Wissensermittlung fördert, wenn Diskussionsbeiträge, Ergänzungen (selbst nur einige Sätze), oder auch länger Texte innerhalb eines Beitrags durch weitere Autoren (unter Namensnennung) eingefügt werden.

ADxS.org freut sich auf

  • fachliche Darstellungen und Diskussionsbeiträge von Wissenschaftlern, Ärzten und Therapeuten
  • Fallbeispiele aus der Sicht von Betroffenen
  • Hinweise, Verbesserungs- und Ergänzungsvorschläge
  • andere Meinungen mit einer fachlichen Begründung

Wissenschaftlicher Beirat

Der wissenschaftliche Beirat des Projektes ADxS.org dient dazu, Fehler in der fachlichen Darstellung zu vermeiden und das wissenschaftliche Niveau zu sichern.

Wissenschaftlicher Beirat ist:

  • Dr. med. AnnChristin Roeber für den Bereich Ernährung

Das Projekt ADxS.org würde sich freuen, weitere Fachkundige im Beirat begrüssen zu dürfen.

Veröffentlichungsstand

Es ist beabsichtigt, die Texte dieses Projektes in regelmässigen Abständen durch fixierte Druckauflagen zitierfähig zu machen.

Da eine frei zugängliche Veröffentlichung im Internet anders nicht möglich ist, wird dieses Werk nicht in einem Fachverlag erscheinen. Um zitierfähig zu bleiben, wird von Zeit zu Zeit eine gedruckte Auflage erscheinen.
Die 1. Auflage dieses Projektes ist im April 2019 als Druckfassung unter ISBN 978-939384-99-1 im Verlag MuR erschienen: Das AD(H)S-Kompendium – AD(H)S als Stressregulationsstörung.

In der Automobilindustrie gibt es die Vorserie oder Nullserie. Dies wäre aus diesseitiger Sicht die korrekte Bezeichnung für den Stand von ADxS.org in der Form der 1. Auflage (April 2019). 

 

Ulrich Brennecke
Dipl. Psych. Kirsten Brennecke, psychologische Psychotherapeutin