Häufigkeit von AD(H)S (Prävalenz)

AD(H)S gibt es weltweit in allen Kulturen und Staaten..

1. Bevölkerungsprävalenz

AD(H)S hat in den USA eine Prävalenz von 8,5 bis 9,5 % der Kinder zwischen 3 und 17 Jahren. In den USA hat die Häufigkeit von allen Entwicklungsstörungen, darunter auch AD(H)S, in den Jahren von 2009 bis 2017 signifikant zugenommen.(1)

Bei kanadischen Kindern wurde AD(H)S diagnostiziert bei(2)

  • Mädchen
    • 2008: 3,1 %
    • 2015: 3,9 %
  • Jungen:
    • 2008: 8 %
    • 2015: 9,5 %

In Äthiopien wurde 2015 bei 6 bis 17-jährigen eine Prävalenz von 7,3 % ermittelt. Auch hier waren 80 % mehr Jungen als Mädchen betroffen, Kinder alleinerziehender Elternteile waren 5 mal so häufig und Kinde aus Familien mit niedrigem sozioökonomischen Status 2,4 mal so häufig betroffen.(3)

2. Prävalenz in psychiatrischen Klniken

Bei erwachsenen psychiatrischen Klinikpatienten wurde bei 59 % ein AD(H)S diagnostiziert (12-Monats-Prävalenz).(4)

3. Ethnische Unterschiede 

Eine Studie an 5,2 Millionen Patienten kam zu dem Ergebnis, dass die Häufigkeit von AD(H)S von der Ethnie abhängig ist.(5):

  • Weiße: 0,67%-1,42%
  • Indianer: 0,56%-1,14%
  • Hispanoamerikaner oder Latinos: 0,25%-0,65%
  • Farbige: 0,22%-0,69%
  • Asiatisch-Amerikanische Personen: 0,11%-0,35%
  • Pazifische Inselbewohner: 0,11%-0,39%
  • Individuen anderer Ethnien: 0.29%-0.71%

Es handelt sich hier nicht um die Lebenszeitprävalenz der Gesamtbevölkerung, sondern um die Häufigkeit der innerhalb eines Jahres gegebenen Diagnosen an Patienten, die ein bestimmtes Krankenaktensystem(6) nutzen.
Da AD(H)S zu einem großen Teil genetisch bedingt ist, ist eine unterschiedliche Prävalenz zwischen verschiedenen Ethnien nicht überraschend.

Zuletzt aktualisiert am 07.11.2019 um 21:16 Uhr