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1. Pränatale Stressoren als AD(H)S-Umwelt-Ursachen

1. Pränatale Stressoren als AD(H)S-Umwelt-Ursachen

Bereits vor der Geburt kann das Ungeborene durch toxische Einflüsse seitens der Mutter geschädigt werden.
Stress der Mutter während der Schwangerschaft erhöht das AD(H)S Risiko des Kindes um 72 %.1

Kinder mit AD(H)S hatten häufiger Mütter, die während der Schwangerschaft gesundheitliche Beeinträchtigungen hatten:2

  • Krankheiten der Mütter während der Schwangerschaft:
    Bei 34,4 % der Kinder mit AD(H)S hatte die Mutter in der Schwangerschaft eine Krankheit, bei Nichtbetroffenen Kindern 14,4 %.
    • Kinder mit AD(H)S: 34,7 %
      Krankheiten der Mutter in der Schwangerschaft lagen in folgendem Trimester:
      • nur 1./2. Trimester: 56,4 %
      • nur 3. Trimester: 12,7 %
      • gesamte Schwangerschaft: 30,9 %
    • Nichtbetroffene Kinder: 14,4 %
      Krankheiten der Mutter in der Schwangerschaft lagen in folgendem Trimester:
      • nur 1./2. Trimester: 0 %
      • nur 3. Trimester: 33,3 %
      • gesamte Schwangerschaft: 66,7 %
  • Andere Schwangerschaftsprobleme:
    • Kinder mit AD(H)S: 14,5 %
    • Nichtbetroffene Kinder: 3,8 %

Grundsätzlich wirken psychischer Stress und körperlicher Stress (Gifte, Krankheiten) vergleichbar auf die Stresssysteme (HPA-Achse, Autonomes Nervensystem und andere).
Zudem können Gifte bereits vor der Zeugung die dopaminergen System des Nachwuchs beeinträchtigen. Siehe hierzu unter Exkurs: Nikotinkonsum des Vaters vor der Zeugung: epigenetische Vererbung von Nikotinschäden.

Die nachfolgende Sammlung ist zwar umfangreich, dennoch dürften noch etliche weitere Umstände mit einem erhöhten AD(H)S-Risiko einhergehen.

1.1 Gifte während der Schwangerschaft als Risiken für AD(H)S

Nachgewiesen sind toxische Wirkungen für Ungeborene für:

1.1.1. Nikotinkonsum der Mutter in Schwangerschaft (+ 90 bis 170 %)

Vorgeburtliches Rauchen bewirkt ein 1,9-faches AD(H)S-Risiko (um 90 % erhöht)3 bis 2,7-faches AD(H)S-Risiko (um 170 % erhöht)4 für den Nachwuchs. Weitere Studien fanden ebenfalls signifikant erhöhte Risikowerte.5678

Kinder mit AD(H)S hatten häufiger Mütter, die während der Schwangerschaft geraucht hatten:29

  • Kinder mit AD(H)S: 27,3 %
  • Nichtbetroffene Kinder: 8,5 %

Lediglich zwei Studien (mit überlappenden Autoren) und eine Metastudie kamen zu einem abweichenden Ergebnis.101112

Die meisten Experimente mit vorgeburtlicher Nikotinexposition zeigen eine Verringerung der Dopaminspiegel im PFC und Striatum. Unter bestimmten Umständen zeigten sich auch erhöhte Dopaminspiegel.13 AD(H)S ist neurophysiologisch eng mit verringerten Dopaminspiegeln im dlPFC (beeinträchtiges Arbeitsgedächtnis) und Striatum (beeinträchtigte Motivation und motorische Steuerung = Hyperaktivität) verbunden.
Davon zu unterscheiden ist Rauchen durch Betroffene – dies erhöht die Dopaminspiegel (zumindest im Striatum), da es die DAT verringert, die bei AD(H)S zu stark ausgeprägt sind und den Dopaminspiegel im Striatum verringern. Akutes Rauchen erhöht dadurch den Dopaminspiegel im Striatum.

Vorgeburtliches Rauchen in Verbindung mit bestimmten Genpolymorphismen erhöht die AD(H)S-Wahrscheinlichkeit stärker als wenn diese genetischen Risiken nicht vorliegen:

  • Liegen keine genetischen Risiken vor, erhöht Rauchen der Mutter während der Schwangerschaft das AD(H)S-Risiko für das Kind um 20 bis 30 %.
  • Die Risikogene allein erhöhen (wenn die Mutter während der Schwangerschaft nicht raucht) das Risiko um 20 bis 40 %.
  • Treffen aber Risikogene und ein Rauchen der Mutter in der Schwangerschaft zusammen, erhöht sich das AD(H)S-Risiko des Kindes um ein vielfaches:
    • DAT1-9R (440 bp): um das 2,6-fache
    • DRD4-7R um das 2,9-fache
    • beide zusammen um das 9-fache.1415
      Eine weitere Studie bestätigt die Beteiligung von DRD4-7R an Gen-Umwelt-Interaktionen.16
  • Rauchen der Mutter in der Schwangerschaft erhöhte das Risiko von Hyperaktivitäts-/Impulsivitätssymptomen des Kindes um 50 %.17 Bereits Passivrauchen erhöhte dieses Risiko um knapp 50 %, jedoch nur für Jungen.

Rauchen der Mutter während der Schwangerschaft verändert die Glutamat-NMDA-Rezeptoren im laterodorsalen Tegmentum des Nachwuchses.18 Eine weitere Studie fand ebenfalls Veränderungen der glutamatergen Signalübertragung im Hippocampus durch erhöhte Glutamatrezeptorexpression,19 was mit Lernproblemen, Aufmerksamkeitsproblemen und gesteigerter Impulsivität einherging.
Die proBDNF-Proteolyse ist durch ein Ungleichgewicht zwischen proBDNF und BDNF und die Herunterregulierung des proBDNF-Verarbeitungsenzyms Furin gestört. Die Aktivität des Glucocorticoidrezeptors ist durch eine verminderte relative nukleare GR-Lokalisierung verändert. Der basale Plasmacorticosteronspiegel ist verringert. Die HPA-Achse ist gestört. Dies betrifft den Nachwuchs selbst, aber auch dessen Kinder, wird also weitervererbt.20

Bei Nagern wurde festgestellt, dass vorgeburtliche Nikotinexposition die Dopaminspiegel im mPFC des Nachwuchses verringert.21 Bei AD(H)S ist der Dopaminspiegel im PFC verringert.

Eine Untersuchung an Mäusen, deren Mutter während der Schwangerschaft Nikotin ausgesetzt wurde, fand Hinweise darauf, dass Nikotin während der Schwangerschaft verschiedene Folgen verursacht, die auch bei der Enkelgeneration fortbestanden, was auf eine epigenetische Vererblichkeit hinweist:22

  • Defizite in der Expression der kortikostriatalen DNA-Methyltransferase 3A (DNMT3A)
  • Downregulation des Methyl-CpG-bindenden Proteins 2 (MeCP2) in frontalen Cortizes und im Hippocampus
  • Downregulation der Histon-Deacetylase 2 (HDAC2) in frontalen Cortizes und im Hippocampus
  • Anomalien bei der HDAC2 (Ser394)-Phosphorylierung in frontalen Cortizes, im Striatum und im Hippocampus
  • keine Veränderung der Expression der Ten-Eleven-Translokase-Methylcytosin-Dioxygenase 2 (TET2)
  • keine Anomalien bei der MeCP2 (Ser421)-Phosphorylierung in frontalen Cortizes, im Striatum und im Hippocampus

Bereits Passivrauchen, also eine passive Exposition der Mutter gegenüber Nikotinrauch in der Schwangerschaft, erhöht tendenziell die Risiken der Ungeborenen für spätere AD(H)S-Symptome.17
Ähnliche Ergebnisse fanden sich für die Verursachung von Dyspraxie (Developmental Coordination Disorder) durch Passivrauchen.23

Über 70 Millionen Frauen in der EU rauchen während der Schwangerschaft.19

1.1.1.1. Exkurs: Nikotinkonsum eines Elternteils vor der Zeugung: epigenetische Vererbung von Nikotinschäden

Nikotinkonsum eines Elternteils vor der Zeugung: epigenetische Vererbung von Nikotinschäden bewirkt AD(H)S-Symptome bei Nachwuchs über mehrere Generationen

Mäuse, deren Väter oder Mütter vor der Zeugung chronisch Nikotin ausgesetzt waren, während die Mütter keiner Arzneimittelexposition ausgesetzt waren, zeigten Hyperaktivität, eine beeinträchtigte Nikotin-induzierte motorische Sensibilisierung und verringerte Dopamin- und Noradrenalinspiegel im Striatum und PFC.248

Nikotinkonsum des Vaters oder der Mutter vor der Zeugung verursacht beim Nachwuchs epigenetische Veränderungen

  • des Dopamin D2-Rezeptors.25
  • des Dopamintransporters im Striatum und mPFC26
    • durch Downregulation der DAT-Expression aufgrund erhöhter Methylierung des DAT-Gens.27 Eine erhöhte DRD4- und 5-HT-DNA-Methylierung korreliert mit AD(H)S.28
  • veränderte Expression und Dysfunktion von nikotinischen Acetylcholinrezeptoren (nAChRs)26
  • Hypersensitivität auf nikotininduzierte nAChR-vermittelte Dopaminfreisetzung26
  • Nikotinpräferenz erhöht, Hyperaktivität und risikofreudiges Verhalten auslöst, die Rhythmizität der Aktivität stört, die nAChR-Expression und -Funktion verändert, die DAT-Funktion beeinträchtigt und eine DNA-Hypomethylierung im Striatum und im frontalen Kortex sowohl der ersten als auch der zweiten Generation der jugendlichen Nachkommen verursacht.

Die Kinder der ersten und zweiten Generation zeigten AD(H)S-typische Beeinträchtigungen:

  1. Generation:
  • signifikant erhöhte spontanen Bewegungsaktivität (Hyperaktivität) (Männchen und Weibchen)2526
    • die verringerte DAT-Expression bewirkt erhöhte Dopaminspiegel im Striatum, was mittels Aktivierung von D2-Rezeptoren die Dephosphorylierung von AKT bewirkte, was zu einer verstärkten Aktivierung von GSK3α/β führte und letztlich Hyperaktivität in den Nachkommen der Mäuse verursachte.27
  • risikofreudiges Verhalten26
  • signifikante Defizite beim Umkehrlernen (Männchen und Weibchen)25
  • signifikante Aufmerksamkeitsdefizite (Männchen)25
  • signifikant verringerter Monoamingehalt im Gehirn (Männchen)25
  • verringerte Dopaminrezeptor-mRNA-Expression (Männchen)25
  • erhöhte Nikotinpräferenz26
  • Aktivitätsrhythmus verändert26
    Anmerkung: Dies könnte eine wichtige Verbindung zum bei AD(H)S veränderten circadianene Rhythmus darstellen
  1. Generation:
  • signifikante Defizite beim Umkehrlernen (Männchen)25
  • Hyperaktivität26
  • risikofreudiges Verhalten26
  • erhöhte Nikotinpräferenz26
  • Aktivitätsrhythmus verändert26

Es ist zu vermuten, dass die Mechanismen bei Menschen entsprechend erfolgen.

1.1.2. Drogenkonsum der Mutter während der Schwangerschaft (+ 200 %)

Bei Kindern, die vorgeburtlich multiplem Drogenkonsum der Mutter ausgesetzt waren und die danach in Heimen aufwuchsen, fand sich im Alter von 17 bis 22 Jahren das 3-fache Risiko von AD(H)S.29

Cannabiskonsum in der Schwangerschaft wird von mehreren Studien mit einem erhöhten Risiko für AD(H)S der Kinder assoziiert.30

1.1.3. Alkohol während der Schwangerschaft

Alkoholkonsum der Mutter in der Schwangerschaft erhöht nach verschiedenen Studien die AD(H)S-Wahrscheinlichkeit der Kinder signifikant,3132 ebenso wie Aufmerksamkeitsprobleme.33 Eine große Langzeit-Kohortenstudie und eine weitere Studie fanden keinen Zusammenhang.3435
Eine Kombination von Alkohol und Stress bei der Mutter in der Schwangerschaft erhöhte bei männlichen Ratten die Wahrscheinlichkeit, ein weibliche(res) Sexualverhalten auszubilden.36

Eine Metastudie fand, dass Alkoholkonsum der Mutter von weniger als 70 g / Woche während der Schwangerschaft das AD(H)S-Risiko nicht erhöhte.37 Jungen waren durch Alkohol in der Schwangerschaft weniger gefährdet als Mädchen.

Eine Kohortenstudie fand keinen Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum (Bingedrinking: 1 bis 3 Bingedrinking Events; moderater Alkoholkonsum: 1 bis 3 oder mehr alkoholische Getränke pro Woche) in der frühen Schwangerschaft und dem AD(H)S-Risiko der Kinder im Alter von 5 bis 19 Jahren.38

Eine Studie fand eine Korrelation zwischen Ethoxyessigsäure (einem von 6 untersuchten Abbauprodukt von Alkohol) im Urin der Mutter und Inhibitionsproblemen der Kinder.39

Es bestehen Hinweise darauf, dass Alkoholkonsum der Mutter in der Schwangerschaft oder während der Stillzeit erhebliche Auswirkungen auf das Dopaminsystem des Kindes hat.40414243 Ebenso ist die Regulation der Neurotransmitter Serotonin44, Glutamat, Noradrenalin, Acetylcholin und Histamin betroffen.45 46

1.1.4. Hoher Salzkonsum während der Schwangerschaft

Eine hohe Salzaufnahme durch die Nahrung in der Schwangerschaft könnte die Stressempfindlichkeit des Ungeborenen erhöhen.47

1.1.5. Bleidisposition während der Schwangerschaft

Bleidisposition während der Schwangerschaft484950 wirkt sich auf den mesocorticolimbischen Kreislauf aus und erhöht das AD(H)S-Risiko des Nachwuchses.51
Rattenmütter wurden während der Schwangerschaft akutem Stress und Blei ausgesetzt. Die Wirkung auf den Nachwuchs differierte zwischen Bleiexposition allein oder Bleiexposition plus Stressexposition. Männliche Rattenjunge zeigten nur bei Bleiexposition allein, weibliche Rattenjunge nur bei kombinierter Blei- und Stressexposition erhöhte Corticosteronspiegel sowie verringerte Dopaminspiegel im PFC. Bereits eine kurzfristige Bleiexposition der Muttertiere verursachte diesen Effekt.52 Bei weiblichen Rattenjungen trugen in der Schwangerschaft Bleibelastung und Stress der Mutter als kumulative Faktoren zu Lernschwierigkeiten bei. Diese wurden neurophysiologisch durch das Glucocorticoidsystem auf das mesocorticolimbische System vermittelt.53

Weitere Studien fanden ebenfalls Belege dafür, dass Bleiexposition ebenso wie Stress während der Schwangerschaft das mesocorticolimbische Dopamin-/Glutamatsystem von weiblichen Nachkommen (weniger bei männlichen) beeinträchtigen und ihre Wirkung gegenseitig erhöhen.54 Männliche Rattenjunge zeigten unter ähnlichen Bedingungen eine Tendenz zu serotonergen Störungen des mesocorticolimbischen Systems und verändertem Delay Discounting.55
Selbst ein Bleigehalt im Trinkwasser unterhalb der Grenzwerte soll problematisch sein.49
Grundsätzlich sind Bleiwasserrohre in Gebieten mit kalkhaltigem Wasser wenig gefährlich, da Kalk eine zuverlässig schützende Schicht in den Rohren bildet. Es darf dann jedoch keine Entkalkungsanlage für das Trinkwasser installiert werden. Gleichwohl empfiehlt es sich bei Modernisierungen grundsätzlich, bleihaltige Wasserrohre auszutauschen.

Möglicherweise ist bei AD(H)S der Stoffwechsel in Bezug auf Kobalt, Kupfer, Blei, Zink und Vanadium verändert. Es wurde eine verringerte Zyklusstabilität (Determinismus), Dauer (mittlere Diagonallänge) und Komplexität (Entropie) der Expositionsprofile festgestellt.56

Blei ist ein zweiwertiges Kation, das Ca2+ nachahmt und die PKC-Signalisierung aktiviert.57

Arnsten58 beschreibt Blei als ein Gift, das mit AD(H)S verwechselbare Symptome verursacht.

Blei scheint etliche schädliche neurophysiologische Wirkungen zu haben, die unter anderem auch das dopaminerge System betreffen:

  • Beeinträchtigung des mesocorticolimbischen dopaminergen Systems59
  • Beeinträchtigung von Dopaminrezeptoren59
  • Beeinträchtigungen der Aufmerksamkeitsregulierung im PFC60
  • Apoptose61
  • Excitotoxizität61
  • Verminderter zellulärer Energiestoffwechsel61
  • Beeinträchtigte Häm-Biosynthese und Anämie61
  • Oxidativer Stress61
  • Lipidperoxidation61
  • Veränderte Aktivität des Second-Messenger-Systems61
  • Veränderte Neurotransmitterfreisetzung61
  • Veränderte Neurotransmitter-Rezeptordichte61
  • Beeinträchtigte neuropsychologische Funktionsfähigkeit61
  • Beeinträchtigte Entwicklung und Funktion von Oligodendrozyten61
  • Anormale Myelinbildung61
  • Anormale neurotrophische Faktorexpression61
  • Anormale dendritische Verzweigungsmuster61
  • Störung der Blut-Hirn-Schranke61
  • Störung des Schilddrüsenhormontransports ins Gehirn61
  • Veränderte Regulation der Gentranskription61
  • Verringerung der grauen Masse im PFC, insbesondere im ACC62

Blei scheint weiter folgende Verhaltensweisen auslösen zu können:

  • Impulsivität60
  • soziopathisches Verhalten6364
  • unverantwortliches Verhalten6364
  • kriminelles Verhalten6364
  • Geringerer IQ61
  • Beeinträchtigte akademische Leistung61

Bleivergiftung korreliert in den USA stark mit der Kriminalitätsrate und ausserehelichen Schwangerschaften.6364

Kinder mit erhöhten Bleispiegeln im Blut sollen für weitere Toxine in der frühen Kindheit besonders anfällig sein.65 Insbesondere wurde vor Blei in Wandfarben gewarnt. In der Schwangerschaft kann Blei von der Mutter durch die Plazenta auf das Kind übertragen werden.

1.1.6. Cadmium während der Schwangerschaft (+ 22 % nur bei Mädchen)

Eine Camdiumexposition während der Schwangerschaft erhöhte das AD(H)S-Risiko für 6-jährige Mädchen, nicht aber für Jungen. Eine verdoppelte Cadmiumexposition der Mutter in der Schwangerschaft erhöhte das AD(H)S-Risiko für Mädchen um 22,3 %.66

1.1.7. Thallium während der Schwangerschaft

Eine hohe Thalliumexposition im zweiten Schwangerschaftstrimester erhöhte das AD(H)S-Risiko für 3-jährige Jungen, nicht aber für Mädchen.67

1.1.8. Pestizide in der Schwangerschaft

1.1.8.1. Organochlorverbindungen-Kontakt in der Schwangerschaft

Organochlorverbindungen (Dichlorodiphenyltrichloroethane (DDT), Dieldrin, Heptachlor, Endosulfan) zeigten bei pränataler Exposition einen Einfluss auf die neuronale Entwicklung, die (bei Nagetieren), z.B.:68

  • DAT erhöht
  • Dopaminwiederaufnahme erhöht
  • Verlust dopaminerger Zellen
  • Veränderungen an der Präsynapse in wichtigen dopaminergen Proteinen als Reaktion auf OC-Pestizide in Striatum oder Substantia nigra
  • Noradrenalin erhöht
  • Serotonin erhöht
  • GABA-Rezeptoren verringert
  • NMDA-Rezeptoren verringert
  • mGluR5-Rezeptoren verändert
  • veränderte GABAerge, glutamaterge und dopaminerge Reaktion auf Endosulfan im PFC
  • veränderte dopaminerge Reaktionen auf Heptachlor-Exposition identifiziert

mit Beeinträchtigungen u.a. von:

  • Aufmerksamkeitsprozesse
  • kognitiver Leistungsfähigkeit
  • Gedächtnis
  • soziale Entwicklung
  • geistige und psychomotorische Entwicklung
  • Feinmotorik
  • Reflexe
  • visuelle Verarbeitung

Organochlorverbindungen wurden gleichwohl vornehmlich mit ASS in Verbindung gebracht.

1.1.8.2. Organophosphate-Kontakt in der Schwangerschaft

Die Organophosphate Chlorpyrifos und Diazinon zeigten erhebliche Auswirkungen auf die Gehirnentwicklung von Neugeborenen, unter anderem auf das dopaminerge System.69 Pränatale Exposition gegenüber dem verbreiteten Pestizid Chlorpyrifos beeinträchtigte IQ und Arbeitsgedächtnis bei Kindern im Alter von 77071 und die Exekutivfunktionen.72

Organophosphate hemmen die Acetylcholinesterase (= das Enzym, das Acetylcholin abbaut).68 Über das Organophosphat Diisopropylfluorophosphat (DFP) wurde neben der bekannten Downregulation von cholinergen Rezeptoren eine Erhöhung von Dopamin- und GABA-Rezeptoren berichtet. Eine einmalige Gabe von 1 mg/kg DFP bewirkte erhöhte Dopaminspiegel, eine einmalige toxische Dosis von 2 mg/ kg DFP einen erhöhten Dopaminabbau. Nach 6 Stunden waren die Werte wieder normalisiert. Eine chronische Gabe von 1 mg/kg DFP bewirkte nach 1 und 2 Wochen verringerte Dopaminspiegel, die sich bei fortgesetzter Gabe wieder normalisierten. Eine einmalige Gabe von DFP erhöhte den Dopaminumsatz im Striatum von Ratten, eine chronische Gabe verringerte diesen. Die Autoren vermuteten, dass die Änderungen von Dopamin- und GABA Folgen der Downregulation der cholinergen Rezeptoren sein könnten.73

Chlorpyrifos stört das Serotoninsystem. Kontakt in der Schwangerschaft kann bei Kindern Tremor auslösen und die kognitive und neuroverhaltensbezogene Entwicklung beeinträchtigen.36

Eine Messung anhand pränataler Urin-Dialkylphosphat-Metaboliten (Diethylphosphat und Dimethylphosphat) sowie einer Analyse der mütterlichen PON1-Genvarianten Q192R und L55M fand keinen Zusammenhang zwischen Organophosphat-Kontakt der Mutter während der Schwangerschaft und einem späteren AD(H)S des Kindes.74

1.1.8.3. Pyrethroid-Kontakt vor oder in der Schwangerschaft

Pyrethroide sind als Insektenvernichtungsmittel und Pflanzenschutzmittel weit verbreitet.

Jede Verdoppelung des Pyrethroid-Metaboliten 3-phenoxybenzoic acid (3-PBA) im Urin der Mutter in der 28. Schwangerschaftswoche erhöhte das Risiko von AD(H)S des Nachwuchses um 3 % sowie das Risiko, dass ein eintretendes AD(H)S unter den 10 % der schwersten AD(H)S-Fälle lag, um 13 %.75

Das Pyrethroid Deltamethrin beeinträchtigt bei Mäusen bei früher Exposition offenbar das dopaminerge System:76

  • DAT verringert
  • D1-Rezeptor verringert
  • Apoptose

Weiter ergaben sich (bei pränataler, nicht aber bei postnataler Exposition)77 dauerhafte Verhaltensveränderungen in Bezug auf:76

  • Bewegungsaktivität
  • akustischen Startle-Reflex
  • Lernen
  • Gedächtnis

3-PBA und Chlorpyrifos verstärken gegenseitig ihre Wirkung in Bezug auf AD(H)S.75

Jede Messung von Trans-3-(2,2-dichlorovinyl)-2,2-dimethylcyclopropane-1-carboxylic acid (trans-DCCA), einem Metaboliten von Permethrin, Cypermethrin und Cyfluthri (Trans-Isomere von Pyrethroiden), im Urin erhöhte das Risiko für AD(H)S des Nachwuchses um 76 %.75

1.1.9. Bisphenole in der Schwangerschaft

Bisphenol-A (BPA) ist ein Glucocorticoidrezeptor-Agonist und wird mit Veränderungen der HPA-Achsen-Reaktion in Verbindung gebracht. Bei weiblichen Ratten korrelierte vorgeburtliches BPA mit erhöhten basalen Corticosteronwerten sowie mit verringerter Glucocorticoid-Rezeptor-Expression im Hypothalamus. Auf Stress zeigten diese weiblichen Ratten ein ängstliches Bewältigungsverhalten und eine gedämpfte Corticosteronreaktion mit fehlender Downregulation der Glucocorticoid-Rezeptor-Expression im Hypothalamus. BPA-exponierte männliche Ratten zeigten dagegen keine veränderte basale HPA-Achsen-Funktion, konnten aber auf akuten Stress die Expression des CRH-1-Rezeptors in der Hypophyse nicht hochregulieren.36 Die den Rattenmüttern während der Schwangerschaft und der Säugezeit gegebene Dosis war mit 40 Mikrogramm / kg / Tag sehr niedrig.78
5 Milligramm / Kubikmeter in der Atemluft bewirken Augenreizungen.79 Ein Review bestätigte Indizien, das Bishenol-A in der Schwangerschaft das AD(H)S-Risiko der Kinder, insbesondere von Jungen, erhöhen kann,80

BPA und BPS verursachten in Maus-Plazentas stark erhöhtes Dopamin (3- bis 5-fach) und stark verringertes Serotonin (um 80 %). GABA blieb unverändert.81 BPA ist ein endokriner Disruptor und imitiert die östrogene Aktivität. Damit wirkt BPA sich auf verschiedene dopaminerge Prozesse aus, um die mesolimbische Dopaminaktivität zu erhöhen, was zu Hyperaktivität, Aufmerksamkeitsdefiziten und einer erhöhten Empfindlichkeit gegenüber Drogenmissbrauch führt.82

1.1.10. Phthalate in der Schwangerschaft

Phthalsäureester sollen nach den meisten Untersuchungen das Risiko von AD(H)S für das Ungeborene erhöhen,83 wobei die Zusammenhänge bislang unklar sind.8480 Es wird eine Beeinflussung des Thyroidhaushalts erörtert.85 Höhere Phtalatmetaboliten im Urin Schwangerer korrelierten mit erhöhter Ablenkbarkeit bei den Kindern im Vorschulalter.86

1.1.11. Perfluoralkylverbindungen (PFAS) in der Schwangerschaft

Polychlorierte Biphenyle / Polychlorierte Biphenylether (bis + 23 %)

Eine Langzeitstudie fand keine Korrelation zwischen einer Perflouralkylbelastung in der Schwangerschaft und AD(H)S. Es fanden sich schwache – positive und negative – Korrelationen zu Arbeitsgedächtnisfunktionen in der Kindheit.87 Eine Metastudie fand ebenfalls keine signifikante Korrelation zwischen mütterlicher PFAS-Exposition und der Prävalenzrate von frühkindlichem AD(H)S. Gleichwohl waren das Odds-Ratio teilweise erhöht:88

  • Perfluoroctansäure (PFOA): 1,00
  • Perfluoroctansulfonat (PFOS): 1,01
  • Perfluorhexansulfonat (PFHxS): 1,08
  • Perfluorononansäure (PFNA): 1,13
  • Perfluordecansäure (PFDA): 1,23

Die PFOS-Konzentration im Blut der Kinder sowie die PFNA-Konzentration im Blut der Mütter korrelierte mit der Prävalenz von frühkindlichem AD(H)S.

Polychlorierte Biphenyle hemmen die Dopamin-Synthese sowie die Speicherung von Dopamin in den Vesikeln und dessen Ausschüttung und bewirken dadurch ein zu niedriges Dopaminniveau. Polychlorierte Biphenyle riefen (bei Ratten bereits in subtoxischen Dosen) Hyperaktivität und Impulsivität hervor.89 Polychlorierten Biphenyle können direkt auf dopaminerge Prozesse einwirken, um das Dopaminsystem zu stören und Parkinson-ähnliche Symptome zu erzeugen.82 Weitere Studien fanden ebenfalls dopaminverringernde Wirkung von PFAs.9091 sowie Einflüsse auf den Acetylcholin-, Serotonin- und Glutamat-Neurotransmitter-Haushalt.92

1.1.12. Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK, PAH) (+ 99 bis 157 %)

Der pränatale Kontakt mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen scheint die Schäden durch frühkindliche Stresseinwirkung zu verstärken und spätere Aufmerksamkeits- und Gedächtnisprobleme zu fördern.93 Eine Metastudie fand, dass 4 Studien eines Autors auf eine Erhöhung des Risikos von AD(H)S durch PAK um das 1,57-fache hindeuteten (OR 2,57), während die Gesamtzahl aller Studien auf ein verdoppeltes Risiko hindeuteten (OR 1,99), was aber nicht signifikant gewesen sei.94 Eine weitere Studie zeigt ebenfalls einen Zusammenhang zwischen PAK und AD(H)S.95

1.1.13. Luftverschmutzung in der Schwangerschaft

Eine Studie fand Veränderungen in Bezug auf das Immunsystem des Nachwuchses durch Luftverschmutzung.96
Eine Untersuchung an ca. 43.000 Familien in Shenzen fand positive Korrelationen von AD(H)S ab dem 3. Lebensjahr mit während der Schwangerschaft bestehender Exposition gegenüber97

  • Kochdämpfen
  • Tabakrauch
  • Dämpfen aus Hausrenovierungen
  • Moskitospulen (abgebrannte Moskitopyramiden; insbesondere in Kombination mit Weihrauch-Rauch)
  • Weihrauch-Rauch (insbesondere in Kombination mit Moskitoabwehrrauch)

Eine andere Studie fand keine Risikoerhöhung durch Luftverschmutzung in Bezug auf AD(H)S.98

Eine Metaanalyse fand, dass mehr Untersuchungen (ohne Schwangerschaftsbezug) einen Zusammenhang zwischen Luftverschmutzung und AD(H)S bejahten als ihn verneinten.99

1.1.13.1. Feinstaub

Eine Kohortenstudie an 425.736 Geburten zur pränatalen Feinstaubbelastung anhand von Satellitendaten fand, dass ein Anstieg der PM2,5-Konzentration um 10 μg/m3 während des ersten Trimesters das AD(H)S-Risiko um 26 % erhöhte und dass dieses bei PM2,5-Konzentrationen über 16 μg/m3 weiter anstieg.100
Luftverschmutzung durch Feinstaub in der Schwangerschaft korrelierte in einer Studie mit einem verringerten Volumen des Corpus callosum und einer Tendenz zu erhöhter Hyperaktivität.101 Eine weitere Studie fand einen Zusammenhag zwischen Feinstaub und AD(H)S bei geringer Feinstaubbelastung, während eine höhere Belastung schwerwiegendere Gehirnschäden verursachte.95

Bei Ratten führten eingeatmete Druckerpartikel zu 5-fach erhöhten Dopaminwerten, wobei diese wahrscheinlich durch eine erhöhte Synthese und nicht durch einen verringerten Abbau entstanden.102

Dieselabgaspartikel führten in Laborversuchen zu Funktionsbeeinträchtigungen von Dopamin-Neuronen. Eine pränatale Aufnahme mit der Atemluft bewirkte bei Mäusen:103

  • im Striatum
    • verringerten Dopaminumsatz
    • verringerte Spiegel von Dopamin-Metaboliten
  • in der Amygdala
    • erhöhten Dopaminspiegel
    • erhöhte Dopamin-Metaboliten-Spiegel
  • im Nucleus accumbens
    • erhöhte Dopamin-Spiegel

Vekehrs-Ultrafeinstaub in der Atemluft nach der Geburt bewirkte bei weiblichen Mäusen:103

  • im Hippocampus
    • erhöhten Dopaminumsatz

Vor- wie nachgeburtlich verringerten Feinstaub und gasförmige Schadstoffe bei Nagetieren die Expression von Oxytocinrezeptoren in Hippocampus104 und Hypothalamus, bei verringertem Pflegeverhalten als Mutter.105 Die Oxytocin- und Vasopressin-Kommunikation scheint durch endokrin wirksame Chemikalien gestört zu werden106, von denen viele in der Außenluft vorhanden sind.103

1.1.13.2. Stickoxide

Für Stickoxide in der Schwangerschaft wurde eine Korrelation zu ASS bei Kindern gefunden, nicht aber zu AD(H)S.107

1.1.13.3. Ozon

Ozon bewirkte bei Ratten:103

  • in der Substantia nigra
    • verringerte Anzahl von Dopamin-Neuronen
  • im Hippocampus
    • verringerte Expression der Serotonin-Rezeptoren 5-HT1A, 5-HT1B und 5-HT4
    • erhöhte Expression des Serotonin-Rezeptors 5-HT2C
  • im Hypothalamus
    • verringerte Serotoninspiegel

1.1.14. Unstillbarer Brechreiz (Hyperemesis gravidarum)

Unstillbarer Brechreiz und Erbrechen der Mutter während der Schwangerschaft führte zu einem erhöhten ASD(H)S-Risiko des Nachwuchses um 16 % (bei 2 Kohortenstudien) bis 287 %.108

1.1.15. Dioxin-Exposition während der Schwangerschaft

Kinder, die während der Schwangerschaft Dioxin ausgesetzt waren, haben ein erhöhten AD(H)S-Risiko.109

1.2. Medikamente der Mutter in der Schwangerschaft als AD(H)S-Risiko

Kinder mit AD(H)S hatten häufiger Mütter, die während der Schwangerschaft Medikamente einnahmen:2

Medikamenteneinnahme der Mutter während der Schwangerschaft:

  • AD(H)S: 43,5 %
    Wenn Stress/emotionale Probleme auftraten, lagen diese in folgendem Trimester:
    • nur 1./2. Trimester: 36,2 %
    • nur 3. Trimester: 14,5 %
    • gesamte Schwangerschaft: 49,3 %
  • Nichtbetroffene: 31,4 %
    Wenn Stress/emotionale Probleme auftraten, lagen diese in folgendem Trimester:
    • nur 1./2. Trimester: 31,1 %
    • nur 3. Trimester: 46,9 %
    • gesamte Schwangerschaft: 21,9 %

Die nachfolgende Liste ist nur beispielhaft und keineswegs vollständig.

1.2.1. Cortisol in der Schwangerschaft

Eine Cortisolgabe während der Schwangerschaft führt zu langfristigen Veränderungen des Gehirns des Ungeborenen und erhöht das Risiko von AD(H)S.110 Die Kinder erleiden eine lebenslange Veränderung des dopaminergen Systems und der HPA-Achse, die offenbar durch Änderungen der Expression und des Verhältnisses der MR- und GR-Rezeptoren verursacht wird.111 Die bei diesen Kindern beschriebenen AD(H)S-Symptome könnten unserer Ansicht nach möglicherweise die Folge einer HPA-Achsen-Veränderung sein.
Corticosteroid-Rezeptor-Hypothese der Depression

Eine hohe Cortisol-Exposition des Fötus oder Neugeborenen kann eine Methylierung des GAD1 / GAD67-Gens bewirken, das das Schlüsselenzym Glutamat-zu-GABA-synthetisierende Glutamat-Decarboxylase 1 codiert und zu erhöhten Glutamatspiegeln führt. Dieser epigenetische Mechanismus kann das AD(H)S-Risiko der Kinder erhöhen.112

Eine Betamethason-Exposition in der Schwangerschaft erhöhte das AD(H)S-Risiko des Nachwuchses lediglich marginal.113

1.2.2. β-2-Adrenalin-Rezeptor-Agonisten in der Schwangerschaft (+ 30 %)

Die Einnahme von β-2-Adrenalin-Rezeptor-Agonisten während der Schwangerschaft erhöht das Risiko von AD(H)S für das Kind um bis zu 30 %.114

1.2.3. Paracetamol (Acetaminophen) in der Schwangerschaft (+ 37 bis 250 %)

Die Einnahme von Paracetamol (in Nordamerika und Iran: Acetaminophen) während der Schwangerschaft erhöhte das Risiko von AD(H)S um bis zu 37 %. Schon eine kurzfristige Einnahme ist laut zwei sehr umfassenden Studien mit zusammen über 110.000 Teilnehmern schädlich.115116117118 Kritisch hierzu Gilman et al.119 Während die bisherigen Untersuchungen auf Einnahmeberichten der Mütter basierten, fand eine Studie, die auf Blutspiegeln basiert, ein 2,3 bis 3,5-faches AD(H)S-Risiko und ein 1,6- bis 4,1-faches ASS-Risiko der Kinder bei Einnahme im zweiten oder dritten Schwangerschaftsdrittel.120

Das AD(H)S-Risiko durch Paracetamol (Acetaminophen) erhöht sich bei Einnahme121

  • im zweiten Schwangerschafts-Trimester um 19 %
  • im ersten und zweiten Trimester um 28 %
  • im ersten bis dritten Trimester um 20 %

Eine Kohortenuntersuchung an 116.000 Kindern zeigte, dass Fieber im ersten Trimester der Schwangerschaft das AD(H)S-Risiko um 31 % erhöht, mehrfaches Fieber um 164 %. Fieber erhöhte jedoch nur die Unaufmerksamkeit, nicht die Hyperaktivität/Impulsivität – dies galt auch für das zweite Trimester. Die Ergebnisse waren unabhängig davon, ob die Mutter Paracetamol (Acetaminophen) einnahm oder nicht.122

Eine Studie stellt die bisherigen kritischen Ergebnisse in Frage, indem sie auf bis dato nicht berücksichtigte AD(H)S-Diagnosen der Eltern abstellt.123 Ebenfalls zweifelnd Damkier.124

Eine Langzeitstudie analysierte Paracetamol, Methionin, Serin, Glycin und Glutamat im Nabelschnurplasma und fand bei erhöhten Paracetamolspiegeln ein sich parallel zum Anstieg des 8-Hydroxy-Desoxyguanosin-Spiegels im Nabelschnurblut erhöhendes AD(H)S-Risiko. Ein Anstieg der Methionin-, Glycin-, Serin- und 8-Hydroxy-Desoxyguanosin-Werte im Nabelschnurblut korrelierte mit einer signifikant höheren Wahrscheinlichkeit für AD(H)S im Kindesalter. Methionin und Glycin vermittelten zu je 22 % die Assoziation zwischen erhöhten Paracetamolwerten und späterem AD(H)S.125

Ibuprofen soll dagegen kein AD(H)S-Risiko für das ungeborene Kind auslösen.

1.2.4. Benzodiazepine in der Schwangerschaft

Benzodiazepine in der Schwangerschaft scheinen das Risiko für Internalisierungsprobleme bei Kindern (Ängstlichkeit, emotionale Reagibilität, somatische Beschwerden), nicht aber für externalisierende Probleme (Hyperaktivität, Aggressivität) zu erhöhen.126

1.2.5. SSRI, Antidepressiva in der Schwangerschaft

SSRI in der Schwangerschaft korrelieren nach einer Metaanalyse von 18 Studien mit signifikant erhöhten psychischen Störungen der Kinder. Es ist nicht eindeutig, ob dies aus den SSRI resultiert, oder aus den bestehenden psychischen Problemen der Mutter, wegen derer diese mit SSRI behandelt wurde.127 Rein fürsorglich sollten SSRI während der Schwangerschaft mit äußerster Vorsicht verwendet werden.
Eine Metastudie fand bei 7 von 8 Studien über SSRI während der Schwangerschaft kein erhöhtes AD(H)S-Risiko der Kinder.128 Nach einer Studie erhöhten Antidepressiva während der Schwangerschaft die Wahrscheinlichkeit von späterem AD(H)S beim Kind um das 1,81-fache.129

1.2.6. Valproinsäure in der Schwangerschaft

Nachkommen von Mäusen, die während der Schwangerschaft Valproinsäure erhielten, zeigten eine deutlich erhöhte Hyperaktivität und Veränderungen im Gyrus dentates.130131

1.2.7. Valproat in der Schwangerschaft (+ 12 %)

Valproat in der Schwangerschaft soll das Risiko von AD(H)S für das Ungeborene erhöhen.132
Valproate sind die Salze der Valproinsäure.

Bei Einnahme von Antiepileptika in der Schwangerschaft fand eine Kohortenstudie wurde bei Kindern bis 6 Jahren (was für die Diagnose aller AD(H)S-Betroffenen noch zu früh ist) ein erhöhtes Risiko für neurologische Entwicklungsstörungen:

  • Natriumvalproat zusammen mit anderen Antipsychotika: 15 %
  • Natriumvalproat als Monotherapie: 12 %
  • Lamotrigin 6,3 % (aufgrund der geringen Teilnehmerzahl dieser Gruppe kein statistisch signifikanter Anstieg)
  • Carbamazepin 2 % (kein signifikanter Anstieg)
  • Kinder, die keinem dieser Medikamente in der Schwangerschaft ausgesetzt waren: 1,8 %

Autistische Spektrumstörung war die häufigste Diagnose. 2 % der Kinder von medikamentierten Müttern erhielten bereits im Alter bis 6 Jahren eine AD(H)S-Diagnose, 1,5 % Dyspraxie. Bei den Kontrollen hatte kein Kind eine AD(H)S-Diagnose.133

1.2.8. Antibiotika in der Schwangerschaft (+ 14 %)

Eine Metastudie fand ein um 14 % erhöhtes AD(H)S Risiko durch Antibiotikaeinnahme der Mutter während der Schwangerschaft.134

1.2.9. Keine Risikoerhöhung durch NSAIDs, normalen Koffeinkonsum

Eine Kohortentudie fand keine AD(H)S-Risikoerhöhung durch nichtsteroidale entzündungshemmende Medikamente (NSAIDs) in der Schwangerschaft.135

Koffeinkonsum während der Schwangerschaft unterhalb von 10 Tassen am Tag erhöhte das AD(H)S-Risiko nicht.136

Diese Liste über Medikamente der Mutter in der Schwangerschaft als AD(H)S-Risiko ist nur beispielhaft und keineswegs vollständig.

1.3. Psychischer Stress der Mutter in der Schwangerschaft

Stress der Mutter während der Schwangerschaft verdoppelte das Risiko von AD(H)S bei den Kindern.137
Anhaltender und starker (angstbesetzter, bedrohlich wahrgenommener = cortisolerger) Stress erhöht das Risiko für Schreikinder138 (siehe auch 2.2.2.3.2), Angststörungen und AD(H)S erheblich.139140141142
Dabei ist anhaltender Stress (hier: finanzielle Probleme) schädlicher als kurzzeitiger Stress (hier: Verlust einer nahestehenden Person).143
Hoher angstbesetzter / bedrohlich wahrgenommener Stress erhöht zugleich das Risiko für Borderline bei den Kindern signifikant.

Kinder mit AD(H)S hatten häufiger Mütter, die während der Schwangerschaft Stress oder emotionale Probleme hatten:2

  • Kinder mit AD(H)S: 53,8 %
    Wenn Stress/emotionale Probleme auftraten, lagen diese in folgendem Trimester:
    • nur 1./2. Trimester: 36,0 %
    • nur 3. Trimester: 6,7 %
    • gesamte Schwangerschaft: 57,3 %
  • Nichtbetroffene Kinder: 27,6 %
    Wenn Stress/emotionale Probleme auftraten, lagen diese in folgendem Trimester:
    • nur 1./2. Trimester: 28,6 %
    • nur 3. Trimester: 24,9 %
    • gesamte Schwangerschaft: 28,6 %

Haarcortisolwerte von Müttern und ihrer Kindern zeigten eine Übertragung psychischer Streesserfahrungen von Müttern an die Kinder.144
Eine Studie fand bei Kindern von Frauen, die einem einmonatigen wiederholten Raketenbeschuss der Zivilbevölkerung im Libanonkrieg 2006 ausgesetzt waren, keine erhöhten psychiatrischen Störungen im Alter von 9 Jahren.145 Möglicherweise ist einmonatiger wiederholter Stress kein ausreichend intensiver Stressor.

Das bei angstbesetztem / bedrohlichem Stress ausgeschüttete Cortisol der Mutter wird vom Ungeborenen resorbiert und führt zu bleibenden Schäden der HPA-Achse, die mittels Cortisol Stressreaktionen reguliert.146147

Starke Angst der Mutter in der Schwangerschaft während der 12. bis 22. Woche nach der letzten Regel erhöht das Risiko für AD(H)S signifikant, während starke Angst in der 32. bis 40. Woche das Risiko nicht erhöht.148

Starke Angst der Mutter in der Schwangerschaft erhöhte das AD(H)S-Risiko des Ungeborenen in Abhängigkeit von dessen COMT-Gen-Variante (Gen-Umwelt-Interaktion).149
Bei Müttern mit den ADGRL3 (Latrophilin 3, LPHN3) - Gen-Varianten (SNPs)

  • rs6551665
  • rs1947274
  • rs6858066 oder
  • rs2345039

bewirkte bereits geringer Stress während der Schwangerschaft ein erheblich erhöhtes AD(H)S-Risiko für das Kind.150

Früher pränataler Stress erhöht den Gehalt an Immunantwortgenen, einschließlich der proinflammatorischen Zytokine IL-6 und IL-1β, insbesondere in männlichen Plazentas. Männliche Kinder zeigen stressbedingte Bewegungshyperaktivität, ein Markenzeichen der dopaminergen Dysregulation, die durch eine Behandlung der Mutter mit nichtsterioidalen Entzündungshemmern verbessert wurde. Zudem war die Expression von Dopamin D1- und D2-Rezeptoren durch frühen pränatalen Stress bei männlichen Nachkommen verändert.151 Die betätigt die Auswirkung von frühem Stress auf das dopaminerge System.

Eine hohe Cortisol-Exposition des Fötus oder Neugeborenen kann eine Methylierung des GAD1 / GAD67-Gens bewirken, das das Schlüsselenzym für die Glutamat-zu-GABA-Synthese, Glutamat-Decarboxylase 1, codiert, und zu erhöhten Glutamatspiegeln führen. Dieser epigenetische Mechanismus kann das AD(H)S-Risiko der Kinder erhöhen.112 Die Exposition gegenüber Glucocorticoiden während der Entwicklung des Hippocampus in der Schwangerschaft beeinflusst den Startpunkt der Stressreaktion durch epigenetische Veränderungen mittels mRNA und Methylierung.152 Eine andere Studie berichtet, dass die durch psychischen Stress der Mutter vermittelte Risikoerhöhung für das Ungeborene für Entwicklungsstörungen wie AD(H)S möglicherweise mittels mRNA-Expression von Glucocorticoid-Pathway-Genen in der Plazenta vermittelt werden könnte.153
Eine weitere Studie beschreibt ebenso epigenetische Veränderungen im Ungeborenen aufgrund von psychischem Stress der Mutter während der Schwangerschaft.154
Eine andere Studie fand keine signifikante Risikoerhöhung für psychische Störungen bis zum Alter von 10 Jahren durch eine erhöhte Glucocorticoidbelastung der Ungeborenen.155

Bei Primaten wird das Stresshormon Cortisol durch das Enzym Hydroxysteroid 11-β-Dehydrogenase 2 (HSD11B2) in seine inaktive Form umgewandelt. Diese Umwandlung in der Plazenta schützt auch den Fötus.156157 Chronischer Stress der Mutter (ebenso wie Fehlernährung oder Hypoxie) verringert jedoch die HSD11B2-Expression in der Plazenta.157 Föten chrinisch gestresster Mutter sind daher hohen Cortisolkonzentrationen ausgesetzt, was Entwicklungsverzögerungen und neurologische Entwicklungsstörungen wie AD(H)S auslöst.158159157 Bei Nagetieren wird stattdessen die Expression von Hsd11b1 verringert, das ein Enzym zur Regulierung der Aktivität stressbedingter Hormone im Neokortex kodiert.160

1.4. Schweres Übergewicht der Mutter vor oder in Schwangerschaft (+ 14 bis 280 %)

Massives Übergewicht der Mutter während der Schwangerschaft erhöhte das Risiko für ein späteres AD(H)S des Kindes in einer Untersuchung um das 2,8-fache.161
Bereits ein überhöhter BMI der Mutter vor der Schwangerschaft erhöhte das AD(H)S-Risiko des späteren Nachwuches.162 Ein BMI von 25-30 erhöhte das AD(H)S-Risiko des Kindes um 14 %, ein BMI von 30-35 um 96 % und ein BMI von mehr als 35 um 82 %.163
Andere Schwankungen des Gewichts der Mutter vor und am Ende der Schwangerschaft scheinen das AD(H)S-Risiko nicht zu beeinflussen.5

1.5. Präeklampsie (Gestose) in der Schwangerschaft (+ 30 bis 188 %)

Probleme in der Schwangerschaft, die die Sauerstoffversorgung des Fötus beeinträchtigen, erhöhen das AD(H)S-Risiko beim Kind um 30 bis 188 %.164 Eine Kohortenstudie fand eine AD(H)S-Risikoerhöhung durch Schwangerschaftsgestose um 43 %.165 Mehrere Reviewstudien bestätigen ein erhöhtes AD(H)S-Risiko durch Präeklampsie in der Schwangerschaft.166167

Präeklampsie steht in Zusammenhang mit Veränderungen des Adenosinsystems einschließlich der Adenosin-Transporter und der Adenosinrezeptoren. SHR werden aufgrund des Bluthochdrucks der Mütter in einer Präeklampsie-ähnlichen Situation geboren. Koffein (ein Adenosin-Antagonist) bei 7 Tage alten SHR verhinderte die negativen Folgen der Präeklampsie (Hyperaktivität, verschlechterte soziale Interaktion, verschlechterte kontextuelle Angstkonditionierung), während es diese Symptome bei Wistar-Ratten verstärkte.168
Hypoxie (Sauerstoffmangel) erhöht Adenosin. Adenosin-Antagonisten können die negativen Folgen von Hypoxie verhindern oder beheben. Mehr hierzu unter ⇒ Adenosin im Kapitel Neurologische Aspekte.

Hohe Spiegel des (schwachen) Adenosinantagonisten Theobromin korrelierten negativ mit Präeklampsie.169

1.6. Mineralstoff- und Vitaminmangel in der Schwangerschaft

Eine Metauntersuchung fand Hinweise darauf, dass ein höherer Omega-3-Fettsäure-Spiegel beim Neugeborenen das Risiko und die Schwere von AD(H)S sowie von Autismusspektrumsstörungen verringern kann. Möglicherweise könnte eine ausreichende Versorgung mit Omega-3-Fettsäure im letzten Schwangerschaftsdrittel dem entgegenwirken.170

Vitamin D3-Mangel während der Schwangerschaft und nach der Geburt verursacht Fehlentwicklungen des Gehirns,171172173 die allerdings eher mit Schizophrenie korrelieren.
Eine umfangreiche Langzeituntersuchung in Spanien zu Vitamin D3-Mangel in der Schwangerschaft fand keine Korrelation zwischen niedrigen D3-Blutwerten der Mutter in der Schwangerschaft und AD(H)S der Kinder im Alter von 5 bis 18 Jahren.174
Eine Studie in Finnland fand dagegen eine deutliche Korrelation zwischen einem verringerten D3-Spiegel der Mutter in der Schwangerschaft und AD(H)S er Kinder. Die Risikoerhöhung erreichte bis über 50 %.175
Wir gehen davon aus, dass der Unterschied daraus resultiert, dass die Sonnenlichtintensität in Spanien fast das ganze Jahr hoch genug ist, um D3 zu bilden, während in Deutschland und erst recht in nördlicheren Ländern die Sonnenstrahlungsintensität den Wintermonaten zu niedrig ist, um eine D3-Bildung zu vermitteln.

Mehr hierzu unter Vitamine, Mineralstoffe, Nahrungsergänzungsmittel bei AD(H)S sowie Ernährung und Diät bei AD(H)S im Kapitel Behandlung und Therapie.

1.7. Ungesunde Ernährung der Mutter in der Schwangerschaft (+ 60 %)

Eine ungesunde oder eine “westliche” Nahrungsaufnahme der Mutter während der Schwangerschaft erhöhte die Wahrscheinlichkeit der Kinder für AD(H)S um mehr als 60 %.176
Da Stress die Bevorzugung von “Convienient Food” erhöht, könnte die Korrelation unserer Ansicht nach möglicherweise auch ein indirektes Abbild einer erhöhten Stressbelastung der Mutter währende der Schwangerschaft darstellen, da Stress die Nahrungspräferenzen in Richtung schnell verwertbarere Nahrungsmittel und Convienient Food verändert.

1.8. Fieber der Mutter in der Schwangerschaft (+ 31 bis 164 %)

Eine Kohortenuntersuchung an 114.000 Kindern zeigte, dass Fieber im ersten Trimester der Schwangerschaft das AD(H)S-Risiko um 31 % erhöht, mehrfaches Fieber um 164 %. Fieber erhöhte jedoch nur die Unaufmerksamkeit, nicht die Hyperaktivität/Impulsivität – dies galt auch für das zweite Trimester. Die Ergebnisse waren unabhängig davon, ob die Mutter Paracetamol (Acetaminophen) einnahm oder nicht.122

1.9. Anämie (Blutarmut) der Mutter in der Schwangerschaft (+ 31 %)

Eine Kohortenuntersuchung an 532.232 Kindern über 23 Jahre zeigte, dass Anämie der Mutter in den ersten 30 Schwangerschaftswochen das AD(H)S-Risiko um 31 % erhöht, während eine Anämie in späteren Schwangerschaftswochen das Risiko kaum noch (um 1,4 %) erhöhte. 177

1.10. Asthma der Eltern in und ausserhalb der Schwangerschaft (+ 13 bis 41 %)

Eine Kohortenuntersuchung an 961.202 Kindern zeigte ein um 41 % erhöhtes AD(H)S-Risiko bei Asthma der Mutter und ein um 13 % erhöhtes Risiko bei Asthma des Vaters. Ein Asthmaschub der Mutter während der Schwangerschaft erhöhte das AD(H)S-Risiko um 21 %, ein Asthmaschub nach der Schwangerschaft um 25 %.178 Eine weitere Studie fand ebenfalls ein erhöhtes AD(H)S Risiko des Nachwuchses von Müttern mit Asthma, insbesondere für Mädchen.179

1.11. Diabetes eines Elternteils (+ 40 %)

Diabetes der Mutter vor oder während der Schwangerschaft erhöht das Risiko des Nachwuchses für AD(H)S und ASS.180
Eine Kohortenuntersuchung an über 5 Millionen Personen fand ein erhöhtes AD(H)S-Risiko der Kinder, wenn ein Elternteil Diabetes hatte.181
Diabetes mellitus oder Typ 1-Diabetes mellitus der Mutter vor der Schwangerschaft erhöhte das AD(H)S-Risiko der Kinder um 40 %, Typ-1-Diabetes mellitus des Vaters um 20 %.
Eine weitere Studie fand ein 2,4-faches AD(H)S-Risiko von Kindern von Müttern mit Diabetes mellitus und ein 3,7-faches AD(H)S Risiko von männlichen Nachkommen von Müttern mit Diabetes mellitus. Es wurden keine Unterschiede zwischen Schwangerschaftsdiabetes und anderweitiger Diabetes gefunden.182
Kinder von nicht insulinbehandelten stark adipösen Müttern mit Typ-2-Diabetes zeigten 2 mal so häufig psychiatrische Störungen wie Nachkommen von normalgewichtigen Müttern. Kinder von insulinbehandelten stark adipösen Müttern mit Prägestationsdiabetes zeigten 2,7 mal so häufig psychiatrische Störungen wie Nachkommen von normalgewichtigen Müttern.183

1.12. Depression der Mutter während der Schwangerschaft

Insbesondere bei Jungen scheinen die Schwere der Depression der Mutter in der Schwangerschaft sowie höhere zyklothymische, reizbare und ängstliche Temperamentwerte der Mutter einen relevanten Risikofaktoren für die Entstehung von AD(H)S darzustellen.184

1.13. Erhöhte Thyroxinwerte der Mutter

Verringerte oder unbehandelte normale Thyroxinwerte zeigten der Mutter keinen Einfluss auf ein AD(H)S der Kinder. Dagegen scheint eine Thyroxinbehandlung der Mutter, insbesondere mit überhöhten Thyroxinwerte aufgrund einer Überdosierung, das AD(H)S-Risiko der Kinder zu erhöhen.185 Eine andere Untersuchung fand ebenfalls Hinweise auf Thyroxin als eine mögliche Ursache von AD(H)S,186 eine weitere Studie keinen Einfluss der Thyroxinwerte der Mutter in der Schwangerschaft.187

Bei männlichen Mäusen fand eine Studie einen deutlich verringerten Dopamin- und Serotoninumsatz im Striatum, Nucleus accumbens, Hypothalamus und Hippocampus als Folge eines vorgeburtlichen Thyroxinmangels.188 Dopaminmangel im Striatum / Nucleus accumbens ist bei AD(H)S für hyperaktive Symptome verantwortlich.

1.13.1. Verringerte und erhöhte TSH-Werte der Neugeborenen (+ 14 % bei Jungen bis + 310 % bei Mädchen)

Eine Kohortenstudie aus Norwegen fand bei Neugeborenen, die zu geringe oder zu hohe TSH-Werte aufwiesen, ein erhöhtes AD(H)S-Risiko im späteren Lebensalter, jedoch nur bei Mädchen. TSH-Werte in der Gruppe der niedrigsten 20 % erhöhten das AD(H)S-Risiko der Mädchen auf das 3,1-fache, von Jungs lediglich um 14 %.189

1.14. Virusinfektionen der Mutter in der Schwangerschaft

Eine Virusinfektion der Mutter in der Schwangerschaft kann die Entwicklung des dopaminergen Systems des Ungeborenen beeinflussen, z.B.:190

  • Masern
  • Varizellen
  • Röteln
  • Enterovirus 71
  • Herpesvirus 6
  • Influenza A

Weniger gesichert scheint ein Zusammenhang bei

  • Streptokokken-Infektion
  • Mittelohrentzündung (Otitis media)

1.15. Besonders kurze oder lange Abstände zur vorigen Schwangerschaft (+ 25 bis 30 %)

Besonders kurze oder ein besondere lange Abstände zur Schwangerschaft mit dem vorausgehenden Geschwisterkinde erhöhte das AD(H)S-Risiko um 30 % (unter 6 Monate) bzw. 12 % (60 – 119 Monate) bis 25 % (120 Monate und mehr).191

1.16. Exposition der Mutter gegenüber nichtionisierender Magnetfeldstrahlung während der Schwangerschaft (+ 100 %)

Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft (bei einer 24-Stunden-Messung) am stärksten nichtionisierender Magnetfeld-Strahlung (“Elektro-Smog”) ausgesetzt waren,192

  • zeigten ein verdoppeltes Risiko für AD(H)S (aHR 2,01)
  • Die Fortdauer von AD(H)S über das 11. Lebensjahr hinaus korrelierte mehr als drei mal so häufig mit einer hohen Exposition der Mutter als eine Remission von AD(H)S bis zum 11. Lebensjahr (aHR 3,38).
  • AD(H)S mit komorbiden immunbedingten Komorbiditäten (Asthma oder Neurodermatitis / atopische Dermatitis) war 4,57 mal so häufig mit hoher Exposition korreliert.
  • ein Zusammentreffen von über das 11. Lebensjahr hinaus persistierendem AD(H)S und immunbedingten Komorbidtäten war 8,27 mal häufiger mit Exposition verknüpft.

1.17. Polyzystisches Ovarialsyndrom (PCOS) in der Schwangerschaft (+ 95 % bei Jungen)

Kinder von Frauen mit Polyzystischem Ovarialsyndrom (PCOS) scheinen ein erhöhtes Risiko für AD(H)S zu haben.193

Möglicherweise könnte sich ein Zusammenhang daraus ergeben, dass eine Behandlungsmethode der Einsatz von Dopaminagonisten ist.194195

Eine Studie fand bei 3-jährigen Jungen von Müttern mit einem PCOS ein um 95 % erhöhtes AD(H)S-Risiko, während dies bei 3-jährigen Mädchen nicht erhöht war.196

1.18. Bluthochdruck während der Schwangerschaft

Bluthochdruck in der Schwangerschaft erhöht das AD(H)S-Risiko der Nachkommen erheblich.167
Bluthochdruck ist mit genetisch vererblichen AD(H)S-Risiken verbunden. Es wird daher zu differenzieren sein, ob Bluthochdruck während der Schwangerschaft kausal das AD(H)S-Risiko erhöht oder ob erhöhter Blutdruck während der Schwangerschaft einen Ausdruck der genetischen Grundlast darstellt, die AD(H)S vermittelt.

1.19. Verringertes C-reaktives Protein (CRP) (+ 92 %)

Kinder von Müttern, deren CRP-Werte im untersten Drittel der Probandengruppe lagen, hatten im Vergleich zu Kindern von Müttern aus dem mittleren Drittel an CRP ein knapp verdoppeltes Risiko für ASS und AD(H)S.197

1.20. Systemischer Lupus erythematosus (SLE) (+ 60 %)

Bei Kindern von Müttern, die an Systemischem Lupus erythematosus (SLE) litten, fand sich ein um 60 % erhöhtes AD(H)S-Risiko.198

1.21. Weniger als 8 Stunden Schlaf im 3. Schwangerschaftsdrittel

Mädchen von Müttern mit einer Schlafdauer von weniger als 8 Stunden im ltzten Schwangerschaftstrimester zeigten häufiger Hyperaktivität, Unaufmerksamkeit und ADHS-Gesamtwerte.199

1.22. Schwangerschaftsumstände ohne Einfluss auf AD(H)S

1
Eine große Studie an 3 Kohorten fand keinen Einfluss des Jod/Kreatinin-Verhältnisses im Urin der Mutter während der Schwangerschaft auf das AD(H)S- oder ASS-Risiko des Kindes.200
Eine Metastudie fand keine Hinweise auf ein erhöhtes AD(H)S-Risiko durch Migration der Mutter, anders aber bei ASS.201


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