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2. Genkandidaten ohne plausiblen Wirkweg in Bezug auf AD(H)S

Inhaltsverzeichnis

2. Genkandidaten ohne plausiblen Wirkweg in Bezug auf AD(H)S

hIn diesem Beitrag sammeln wir Gene mit Mechanismen, deren Wirkweg in Bezug auf AD(H)S für uns nicht nachvollziehbar ist.
Dieser Beitrag befindet sich derzeit in Bearbeitung. Gene mit einer 1. als führende Ziffer wurden noch nicht auf Wirkmechanismen in Bezug auf AD(H)S überprüft.

Gene mit Mechanismen, deren Wirkweg in Bezug auf AD(H)S für uns nicht nachvollziehbar ist

2.24. CFTR, Gen des Ciliaren-neurotrophen-Faktor-Rezeptors, CNFTR (Chromosom 9p13.3)

Weitere Namen: CF Transmembrane Conductance Regulator; DJ760C5.1; TNR-CFTR; CFTR/MRP; ABC35; ABCC7; MRP7; Cystic Fibrosis Transmembrane Conductance Regulator; Channel Conductance-Controlling ATPase; CAMP-Dependent Chloride Channel; CF; Cystic Fibrosis Transmembrane Conductance Regulator, ATP-Binding Cassette (Sub-Family C, Member 7); Cystic Fibrosis Transmembrane Conductance Regulator (ATP-Binding Cassette Sub-Family C, Member 7); Cystic Fibrosis Transmembrane Conductance Regulating; ATP-Binding Cassette Sub-Family C, Member 7; ATP-Binding Cassette Sub-Family C Member 7; EC 3.6.3.49; EC 5.6.1.6; EC 3.6.3

Das Protein CFTR kodiert ein Mitglied der Superfamilie der ATP-bindenden Kassetten-Transporter (ABC). CFTR fungiert als Chloridkanal, was es unter den Mitgliedern dieser Proteinfamilie einzigartig macht, und steuert die Sekretion und Absorption von Ionen und Wasser in Epithelgeweben. Die Kanalaktivierung wird durch Zyklen der Phosphorylierung der regulatorischen Domäne, der ATP-Bindung durch die nukleotidbindenden Domänen und der ATP-Hydrolyse vermittelt. Der Cystic Fibrosis Transmembrane Conductance Regulator (CFTR) ist ein auf der Oberfläche von Zellen festsitzendes Protein, ein sogenannter Chloridkanal. Mutationen im CFTR-Gen beim Menschen führen u.a. zum Fehlen oder zur eingeschränkten Funktion des Kanals, was Mukoviszidose (zystischen Fibrose) und kongenitale Aplasie des Vas deferens (CAVD) verursachen kann.CFTR ist also ein epithelialer Ionenkanal, der eine wichtige Rolle bei der Regulierung des epithelialen Ionen- und Wassertransports, der Flüssigkeitshomöostase (auch der Atemwege) spielt. CFTR vermittelt den Transport von Chloridionen durch die Zellmembran. Chloridkanäle sind eine Familie von anionenselektiven Kanälen, die an einer Vielzahl von biologischen Prozessen beteiligt sind, darunter die Regulierung der Erregbarkeit von Neuronen, Skelett-, Herz- und glatter Muskulatur, die Regulierung des Zellvolumens, der transepitheliale Salztransport und die Ansäuerung intra- und extrazellulärer Kompartimente. Die CFTR-Kanalaktivität ist an die ATP-Hydrolyse gekoppelt. Der Ionenkanal ist auch für HCO(3)(-) durchlässig; die Selektivität hängt von der extrazellulären Chloridkonzentration ab. CFTR übt seine Funktion auch durch Modulation der Aktivität anderer Ionenkanäle und Transporter aus. CFTR trägt zur Regulierung des pH-Werts und des Ionengehalts der Oberflächenflüssigkeitsschicht der Atemwege bei und spielt damit eine wichtige Rolle bei der Abwehr von Krankheitserregern. CFTR moduliert die Aktivität des epithelialen Natriumkanal (ENaC)-Komplexes, zum Teil durch Regulierung der Zelloberflächenexpression des ENaC-Komplexes. CFTR hemmt die Aktivität des ENaC-Kanals mit den Untereinheiten SCNN1A, SCNN1B und SCNN1G sowie die Aktivität des ENaC-Kanals, der die Untereinheiten SCNN1D, SCNN1B und SCNN1G enthält, jedoch nicht die des ENaC-Kanals, der die Untereinheiten SCNN1A, SCNN1B und SCNN1G enthält. CFTR kann die Bikarbonatsekretion und -rückgewinnung in Epithelzellen durch Regulierung des Transporters SLC4A7 regulieren. CFTR kann die Chloridkanalaktivität von ANO1 hemmen. CFTR spielt eine Rolle bei der Chlorid- und Bikarbonathomöostase während der epididymalen Reifung und Kapazitation von Spermien.1
CFTR ist assoziiert mit

  • Zystische Fibrose
    • Zystische Fibrose korreliert mit erhöhten L-Dopa-Spiegeln in Blut und Urin.2 Dies ist ein Hinweis af eine Verbindung von Zystischer Fibrose zum Dopaminhaushalt. Zystische Fibrose kann allerdings verschiedene genetische (Mit-)Ursachen haben, so dass ein Rükschluss auf CFTR nicht zwingend gegeben ist.
  • Congenitale Bilaterale Aplasie des Samenleiters
  • Mukoviszidose
    • Mukoviszidose ist die häufigste tödlich verlaufende genetische Störung in Bevölkerungsgruppen nordeuropäischer Abstammung.
    • Die häufigste Mutation bei Mukoviszidose, DeltaF508, führt zu einer gestörten Faltung und einem gestörten Transport des kodierten Proteins. Im menschlichen Genom sind mehrere Pseudogene identifiziert worden.

Verwandte Signalpfade:

  • wtCFTR
  • delta508-CFTR-Verkehr / Generisches Schema (Norm und CF)
  • IL-1 Family Signaling Pathways
  • Enzymbindung
  • PDZ-Domänenbindung

Paralog: ABCC4

OMIM: Gen des Ciliaren-neurotrophen-Faktor-Rezeptors CNFTR

CFTR (CNFTR) ist ein Kandidatengen für AD(H)S.3
CFTR korreliert mit Zystischer Fibrose, die mit erhöhten AD(H)S-Symptomen einhergeht.45

2.48. FADS2, FATTY ACID DESATURASE 2 (Chromosom 11q12.2)

Weitere Namen: D6D; SLL0262; FADSD6; TU13; DES6; Acyl-CoA 6-Desaturase; Delta-6-Desaturase; LLCDL2; Linoleoyl-CoA Desaturase (Delta-6-Desaturase)-Like 2; Delta(6) Fatty Acid Desaturase; Delta-6 Fatty Acid Desaturase; Delta(6) Desaturase; Delta-6 Desaturase; EC 1.14.19.3; EC 1.14.19

Das Enzym FADS2 entfernt zwei Wasserstoffatome aus einer Fettsäure, wodurch eine Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindung entsteht.
FADS2 gehört zur Familie der Fettsäure-Desaturase (FADS)-Gene. Desaturase-Enzyme regulieren die Ungesättigtheit von Fettsäuren durch die Einführung von Doppelbindungen zwischen bestimmten Kohlenstoffen der Fettacylkette. Die Mitglieder der FADS-Familie gelten als Fusionsprodukte, die aus einer N-terminalen Cytochrom b5-ähnlichen Domäne und einem C-terminalen membranübergreifenden Desaturase-Teil bestehen, die beide durch konservierte Histidin-Motive gekennzeichnet sind. Dieses Gen ist mit Familienmitgliedern auf 11q12-q13.1 geclustert; aufgrund der ähnlichen Exon-/Intron-Organisation geht man davon aus, dass dieser Cluster evolutionär durch Genduplikation entstanden ist. FADS2 ist beteiligt an der Biosynthese hoch ungesättigter Fettsäuren (HUFA) aus den essentiellen mehrfach ungesättigten Fettsäuren (PUFA) Linolsäure (LA) (18:2n-6) und Alpha-Linolensäure (ALA) (18:3n-3), die als Fettsäure-Acyl-Coenzym A (CoA)-Desaturase fungieren, die eine cis-Doppelbindung an Kohlenstoff 6 der Fett-Acylkette einführt. FADS2 katalysiert den ersten und geschwindigkeitsbeschränkenden Schritt in diesem Stoffwechselweg, nämlich die Entsättigung von LA (18:2n-6) und ALA (18:3n-3) zu Gamma-Linolat (GLA) (18:3n-6) bzw. Stearidonat (18:4n-3) (PubMed:12713571). Anschließend entsättigt FADS2 im Biosyntheseweg der n-3-HUFA-Reihe Tetracosapentaenoat (24:5n-3) zu Tetracosahexaenoat (24:6n-3), das dann in Docosahexaenoat (DHA) (22:6n-3) umgewandelt wird, ein wichtiges Lipid für die Funktion des Nervensystems. FADS2 entsättigt Hexadecanat (Palmitat), um 6Z-Hexadecenoat (Sapienat) zu erzeugen, eine Fettsäure, die nur beim Menschen vorkommt und Hauptbestandteil des menschlichen Talgs ist. Sie wird mit der Entstehung von Akne in Verbindung gebracht und hat möglicherweise eine starke antibakterielle Wirkung. FADS2 kann (11E)-Octadecenoat (trans-Vaccenoat, die vorherrschende trans-Fettsäure in menschlicher Milch) an Kohlenstoff 6 desaturieren, wodurch (6Z,11E)-Octadecadienoat entsteht. Zusätzlich zur Delta-6-Aktivität weist FADS2 eine Delta-8-Aktivität mit einer leichten Neigung zu n-3-Fettacyl-CoA-Substraten auf.6
FADS2 ist assoziiert mit:

  • Fetal Akinesia Deformation Sequence 4
  • Hyperlipoproteinämie, Typ V

Verwandte Stoffwechsel- und Signalpfade:

  • Alpha-Linolensäure (ALA)
  • Arachidonat-Biosynthese III (6-Desaturase, Säugetiere)
  • Eisenionenbindung
  • Oxidoreduktase-Aktivität, die auf gepaarte Donatoren wirkt, wobei die Oxidation eines Donatorpaares zur Reduktion von molekularem Sauerstoff zu zwei Wassermolekülen führt

Paralog: FADS3

OMIM: FATTY ACID DESATURASE 2; FADS2

Das FADS2-Gen wurde in einer Studie von 2006 mit p = 0,039 als ein Kandidatengen für AD(H)S identifiziert.7

2.52. MTA3, METASTASIS-ASSOCIATED GENE 3 (Chromosom 2)

Weitere Namen: Metastasis Associated 1 Family Member 3; KIAA1266; Metastasis Associated Gene Family, Member 3; Metastasis-Associated Protein MTA3

Das Protein MTA3 scheint mit dem Zellkreislauf in Verbindung zu stehen.
MTA3 aktiviert vermutlich die Histon-Deacetylase-Bindungsaktivität, die Transkriptions-Coaktivator-Aktivität und die Transkriptions-Corepressor-Aktivität. MTA3 ist an der negativen Regulierung der Transkription, DNA-templated, beteiligt. MTA3 findet sich im Nukleoplasma und ist Teil des NuRD-Komplexes. MTA3 spielt eine Rolle bei der Aufrechterhaltung der normalen Epithelarchitektur durch die Unterdrückung der SNAI1-Transkription in einer Histon-Deacetylase-abhängigen Weise und damit der Regulierung der E-Cadherin-Spiegel. MTA3 trägt zur transkriptionellen Repression durch BCL6 bei.8
MTA3 ist assoziiert mit

  • Pylorusstenose
    • Verengung des Magenausgangs
  • Hutchinson-Gilford-Progerie-Syndrom
    • massiver Alterungsprozess (Progerie) von Haut, Skelett und Blutgefäßen, der in frühster Kindheit einsetzt

Verwandte Stoffwechselwege:

  • Signaltransduktion
  • DNA-bindende Transkriptionsfaktoraktivität
  • Chromatinbindung

Paralog: MTA1

OMIM: METASTASIS-ASSOCIATED GENE 3; MTA3

  • SNP: rs930421 Position: 42834743; Exon of MTA3 9
    p: 5.64E−06
    Assoziiert mit allen AD(H)S-Symptomen
  • SNP: rs6719977 Position: 42839307; Within 2 kb downstream of MTA3 9
    p: 1.67E−06
    Assoziiert mit Hyperaktivität und Impulsivität

2.68. FHIT, FRAGILE HISTIDINE TRIAD GENE (Chromosom 3p14.2)

Weitere Namen: Fragile Histidine Triad Diadenosine Triphosphatase; AP3Aase; Bis(5’-Adenosyl)-Triphosphatase; FRA3B; Diadenosine 5’,5’’’-P1,P3-Triphosphate Hydrolase; Adenylylsulfate-Ammonia Adenylyltransferase; Adenosine 5’-Monophosphoramidase FHIT; Dinucleosidetriphosphatase; Adenylylsulfatase; AP3A Hydrolase; Fragile Histidine Triad Protein; Fragile Histidine Triad Gene; Fragile Histidine Triad; EC 3.6.1.29; EC 2.7.7.51; EC 3.9.1.-; EC 3.6.2.1

Das Protein FHIT ist eine P1-P3-bis(5’-Adenosyl)-Triphosphat-Hydrolase, die am Purinstoffwechsel beteiligt ist.
Aberrante Transkripte dieses Gens fanden sich bei rund der Hälfte aller Ösophagus-, Magen- und Kolonkarzinome. FHIT wirkt als Tumorsuppressor, auch synergistisch mit dem Tumorsuppressor VHL, und schützt vor chemisch induziertem Lungenkrebs sowie bei HER2/neu-induziertem Brustkrebs. Dieses Gen umfasst die gemeinsame fragile Stelle FRA3B auf Chromosom 3, wo durch Karzinogene verursachte Schäden zu Translokationen und aberranten Transkripten führen können. Tatsächlich wurden aberrante Transkripte dieses Gens in etwa der Hälfte aller Ösophagus-, Magen- und Kolonkarzinome gefunden. FHIT besitzt Dinukleosidtriphosphat-Hydrolase-Aktivität. FHIT spaltet P(1)-P(3)-Bis(5’-Adenosyl)-Triphosphat (Ap3A) zu AMP und ADP. FHIT kann P(1)-P(4)-Bis(5’-Adenosyl)-Tetraphosphat (Ap4A) hydrolysieren, hat aber eine extrem geringe Aktivität mit ATP. FHIT zeigt Adenylylsulfatase-Aktivität und hydrolysiert Adenosin-5’-phosphosulfat, um AMP und Sulfat zu erhalten. FHIT zeigt Adenosin-5’-Monophosphoramidase-Aktivität, hydrolysiert Purinnukleotid-Phosphoramidate mit einer einzigen Phosphatgruppe wie Adenosin-5’-Monophosphoramidat (AMP-NH2), um AMP und NH2 zu erhalten. FHIT zeigt Adenylylsulfat-Ammoniak-Adenylyltransferase, die die Ammonolyse von Adenosin-5’-phosphosulfat katalysiert, was zur Bildung von Adenosin-5’-phosphoramidat führt. FHIT katalysiert die Ammonolyse von Adenosin-5’-phosphorfluoridat und Diadenosintriphosphat. FHIT moduliert die Transkriptionsaktivierung durch CTNNB1 und trägt dadurch zur Regulierung der Expression von Genen bei, die für die Zellproliferation und das Überleben wichtig sind, wie CCND1 und BIRC5. FHIT spielt eine Rolle bei der Induktion der Apoptose über SRC- und AKT1-Signalpfade. FHIT hemmt den MDM2-vermittelten proteasomalen Abbau von p53/TP53 und spielt dadurch eine Rolle bei der p53/TP53-vermittelten Apoptose. Die Induktion der Apoptose hängt von der Fähigkeit von FHIT ab, P(1)-P(3)-Bis(5’-Adenosyl)-Triphosphat oder verwandte Verbindungen zu binden, erfordert jedoch nicht seine katalytische Aktivität. Sie könnte zum Teil von der mitochondrialen Form stammen, die die Ca(2+)-Transporter mit niedriger Affinität sensibilisiert und die mitochondriale Kalziumaufnahme fördert. FHIT wirkt als Tumorsuppressor.10
FHIT ist assoziiert mit

  • Nierenzellkarzinom, nichtpapillär
  • sporadischer Brustkrebs

Verwandte Signalpfade:

  • Endometriumkrebs
  • kleinzelliger Lungenkrebs
  • identische Proteinbindung Hydrolase-Aktivität

Paralog: HINT1

OMIM: FRAGILE HISTIDINE TRIAD GENE; FHIT

AD(H)S korreliert mit SNP rs6791644 60746148, intron of FHIT9 sowie rs377247511.

2.80. TMEM161B; TRANSMEMBRANE PROTEIN 161B

Weitere Namen: MGC33214; FLB3342; PRO1313

Das Protein TMEM161B scheint

  • Nukleinsäure-Bindungsaktivität zu ermöglichen
  • an der DNA-Integration beteiligt zu sein
  • integraler Bestandteil der Zellmembran zu sein

Das Protein TMEM161B ist wesentlich für die Aufrechterhaltung eines normalen Herzrhythmus im sich entwickelnden Herzen und für das Überleben von Neugeborenen. Hemmt Kalium- und Kalziumströme in den Kardiomyozyten, was zu einer rechtzeitigen Repolarisierung des Aktionspotenzials beiträgt und dadurch einen normalen Herzrhythmus aufrechterhält.12

TMEM161B ist assoziiert mit:

  • Brachialplexusneuritis
  • Bruxismus
    Verwandte Stoffwechsepfade: Nukleinsäurebindung.

Paralog: TMEM161A

TMEM161B wird als Kandidatengen für Depression und für Persönlichkeitsausprägungen betrachtet.13
TMEM161B ist ein Kandidatengen für AD(H)S.14

2.83. SNORC, Secondary Ossification Center Associated Regulator Of Chondrocyte Maturation

Weitere Namen: ASCL830; C2orf82; UNQ830; Secondary Ossification Center-Associated Regulator Of Chondrocyte Maturation Protein; Small Novel Rich In Cartilage; Protein SNORC; Chromosome 2 Open Reading Frame 82; Uncharacterized Protein C2orf82

Snorc ist ein kleines knorpelspezifisches Transmembran-Chondroitinsulfat-Proteoglykan.
Snorc ist 15

  • beteiligt an Knorpelentwicklung
  • im extrazellulären Bereich zu finden
  • integraler Bestandteil der Membran
  • in der Zellperipherie aktiv.
  • bei Säugetieren hoch konserviert
  • hat Orthologe in allen Untergruppen der Wirbeltiere.

Während der Entwicklung ist die Expression in den proliferierenden und prähypertrophen Zonen am höchsten. Im adulten Gelenkknorpel war die Expression auf die nicht verkalkte Zone beschränkt. Snorc wird koexprimiert mit Sox9, Acan und Col2a1 und durch BMP-2 hochreguliert.16

Snorc findet sich

  • in der kollagenhaltigen extrazellulären Matrix
  • im Zytoplasma

Bei AD(H)S scheint die Expression von SNORC verringert und die Methylierung erhöht zu sein.17

2.88. B4GALT2, UDP-GAL:BETA-GlcNAc BETA-1,4-GALACTOSYLTRANSFERASE, POLYPEPTIDE 2

Das B4GALT2-Protein ist eine von sieben beta-1,4-Galaktosyltransferasen (beta4GalT). Dies sind membrangebundene Glykoproteine vom Typ II, die offenbar ausschließlich für das Donorsubstrat UDP-Galaktose spezifisch sind. Alle übertragen Galaktose in einer beta1,4-Bindung auf ähnliche Akzeptorzucker: GlcNAc, Glc, und Xyl.
B4GalT2 dient

  • Metabolism and Transport zum Golgi und der anschließende Modifikation.
  • Galaktosyltransferase-Aktivität
  • Synthese komplexer N-verknüpfter Oligosaccharide in vielen Glykoproteinen sowie der Kohlenhydratbestandteile von Glykolipiden
  • N-Acetyllactosamin-Synthase-Aktivität
    Seine Substratspezifität wird durch alpha-Lactalbumin beeinflusst, aber es wird im laktierenden Brustgewebe nicht exprimiert.

Für dieses Gen wurden drei Transkriptvarianten gefunden, die für zwei verschiedene Isoformen kodieren.
B4GALT2 ist assoziiert mit

  • Ehlers-Danlos-Syndrom
    • Ehlers-Danlos-Syndrom wurde von uns bei AD(H)S überdurchschnittlich häufig beobachtet

OMIM: B4GALT2, UDP-GAL:BETA-GlcNAc BETA-1,4-GALACTOSYLTRANSFERASE, POLYPEPTIDE 2

Bei B4GALT2 fand eine Untersuchung eine Veränderung der Expression bei AD(H)S.18
Dieses Gen wurde bei einer großen GWAS als AD(H)S-Kandidatengen identifiziert.19

2.92. TRIO, Trio Rho Guanine Nucleotide Exchange Factor

Weitere Namen: ARHGEF23; Triple Functional Domain (PTPRF Interacting); Triple Functional Domain Protein; PTPRF-Interacting Protein; EC 2.7.11.1; MEBAS; RD44; MRD63; Tgat; TRIPLE FUNCTIONAL DOMAIN

Einige Isoformen von Kalirin und Trio sind in neuroendokrinen Zellen von Mäusen und Ratten mit unreifen sekretorischen Granula kolokalisiert und modulieren deren Ladungssekretion.
Die Überexpression ihrer N-terminalen GEF-Domänen verstärkte die Sekretion aus den unreifen Granula, sodass die Zellen in Abwesenheit des Sekretagogums (dem Mittel, das ihre Sekretion bewirkte) ihre sekretorische Ladung verloren. Diese Reaktion erforderte GEF-Aktivität und wurde durch die Kalirin/Trio-Substrate Rac1 und RhoG nachgeahmt. Eine selektive pharmakologische Hemmung der endogenen GEF-Aktivität verringerte die Sekretagog-unabhängige Freisetzung von Hormonvorläufern und führte zu einer Anhäufung des Produktpeptids in reifen sekretorischen Granula. Die Modulation der Cargo-Sekretion aus unreifen Granula durch Kalirin/TRIO ermöglicht den sekretorischen Zellen eine zusätzliche Kontrolle über die freigesetzten Peptidmengen und erweitert die Bandbreite der auslösbaren physiologischen Reaktionen. .
TRIO (Aminosäuren 1227-1407) katalysiert den Nukleotidaustausch für Rac1. Das all-alpha-helicale Protein hat eine zu anderen Austauschfaktoren sehr abweichende Struktur. Auf der Grundlage von ortsgerichteter Mutagenese identifizierten die Autoren funktionell wichtige Reste der DH-Domäne. Sie sind alle hoch konserviert und befinden sich in unmittelbarer Nähe auf 2 Alpha-Helices. Darüber hinaus entdeckten Liu et al. (1998) eine einzigartige Fähigkeit der Pleckstrin-Homologie (PH)-Domäne, den Nukleotidaustausch in DH-Domäne-haltigen Proteinen zu verbessern.20
TRIO ist assoziiert mit

  • geistiger Behinderung
    • TRIO-assoziierte geistige Behinderung ist gekennzeichnet durch:21
      • verzögerter Erwerb motorischer und sprachlicher Fähigkeiten
      • leichte bis grenzwertige geistige Behinderung
      • neurologische Verhaltensprobleme, einschließlich:
        • autistische Züge oder Autismus-Spektrum-Störung
          - AD(H)S
        • Aggression)
    • häufig treten weiter auf:
      • Neonatale oder kindliche Fütterungsschwierigkeiten
        • z.B. schlechtes Saugen, beeinträchtigte Flaschennahrung und Gedeihstörung
      • Mikrozephalie
      • Hand- und Zahnanomalien
      • auffällige Gesichtszüge sein

OMIM: TRIO, TRIPLE FUNCTIONAL DOMAIN

Bei TRIO fand eine Untersuchung eine Veränderung der Expression bei AD(H)S.18

2.94. SYNE1, SPECTRIN REPEAT-CONTAINING NUCLEAR ENVELOPE PROTEIN 1

Weitere Namen: Nesprin-1; Enaptin; MYNE1; Myocyte Nuclear Envelope Protein 1; KIAA0796; DJ45H2; C6orf98; SCAR8; ARCA1; Nesp1; CPG2; 8B; Spectrin Repeat Containing, Nuclear Envelope 1; Synaptic Nuclear Envelope Protein 1; KASH Domain-Containing Protein 1; SYNE-1B; KASH1; Nuclear Envelope Spectrin Repeat Protein 1; Nuclear Envelope Spectrin Repeat-1; Chromosome 6 Open Reading Frame 98; Synaptic Nuclei Expressed Gene 1; CPG2 Full Length; EC 4.2.1.49; EC 4.3.1.3; Nesprin 1; KIAA1262; KIAA1756; Myne-1; Syne-1; EDMD4; AMC3; AMCM

SYNE1 ist eines der größten Gene des menschlichen Genoms und deshalb für Mutationen oder Gendefekte besonders anfällig. Seine längste Isoform umfast 146 Exons, die für das synaptische Kernhüllenprotein 1 mit 8797 Aminosäuren kodieren. Das das synaptische Kernhüllenprotein 1 (Nesprin 1, Kernhüllenspektrin 1) gehört zur Spektrin-Familie von Strukturproteinen, deren gemeinsame Funktion darin besteht, die Plasmamembran mit dem Aktin-Zytoskelett zu verbinden. SYNE1 kodiert für ein Protein, das für den Erhalt des Kleinhirns wichtig ist - des Teils des Gehirns, der komplexe Körperbewegungen koordiniert. Abgeschnittene rezessive Mutationen in SYNE1 führen zu einer langsam fortschreitenden, relativ reinen Kleinhirnataxie mit nur wenigen außerzerebellären Symptomen (spinozerebelläre Ataxie, autosomal-rezessiv 8; SCAR8/autosomal-rezessive Kleinhirnataxie Typ 1, ARCA1)22

SYNE1 ist ein Spectrin-Repeat-haltiges Protein, das in der Skelett- und glatten Muskulatur sowie in peripheren Blutlymphozyten exprimiert wird und an der Kernmembran lokalisiert ist. SYNE1 bildet ein Verbindungsnetzwerk zwischen Organellen und dem Aktin-Zytoskelett, um die subzelluläre räumliche Organisation aufrechtzuerhalten. Als Bestandteil des LINC-Komplexes (LInker of Nucleoskeleton and Cytoskeleton) ist SYNE1 an der Verbindung zwischen der Kernlamina und dem Zytoskelett beteiligt. Die durch den LINC-Komplex hergestellten nukleozytoplasmatischen Interaktionen spielen eine wichtige Rolle bei der Übertragung mechanischer Kräfte auf die Kernhülle und bei der Bewegung und Positionierung des Kerns. SYNE1 könnte an der Kern-Zentrosomen-Anheftung und Kernwanderung in neuralen Vorläufern beteiligt sein, was eine Assoziation des LINC-Komplexes mit SUN1/2 und wahrscheinlich eine Assoziation mit zytoplasmatischen Dynein-Dynactin-Motorkomplexen impliziert. SYNE1 und SYNE2 wirken möglicherweise redundant. SYNE1 ist erforderlich für die Migration des Zentrosoms zur apikalen Zelloberfläche während der frühen Ziliengenese. SYNE1 ist möglicherweise am Kernumbau während der Spermienkopfbildung in der Spermatogenese beteiligt.23
SYNE1 ist assoziiert mit

  • Spinozerebelläre Ataxie, autosomal rezessiv 8
    • auchautosomal rezessive zerebelläre Ataxie Typ 1 oder rezessive Ataxie von Beauce genannt
  • Arthrogryposis Multiplex Congenita 3, Myogenic Type

Symptime des SYNE1-Ataxie:

  • Gang- und Gliederataxie
  • cerebelläre Dysarthrie
  • Veränderungen im Antisaccade-Paradigma
    • diese könnten mit Arbeitsgedächtnisproblemen zusammenhängen24

Verwandte Signalpfade:

  • Zellzyklus
  • Mitose
  • Meiose
  • RNA-Bindung
  • Nukleotidbindung

Paralog: DMD

OMIM: SYNE1, SPECTRIN REPEAT-CONTAINING NUCLEAR ENVELOPE PROTEIN 1

Bei SYNE1 fand eine Untersuchung eine Veränderung der Expression bei AD(H)S.18 Eine Untersuchung fand dieses Gen als einen der 51 wahrscheinlichsten Genkandidaten für AD(H)S.25

2.96. BMPR1B; Bone morphogenetic protein receptor type-1B

Weitere Namen: CDw293; ALK6; Bone Morphogenetic Protein Receptor, Type IB; Bone Morphogenetic Protein Receptor Type-1B; BMP Type-1B Receptor; EC 2.7.11.30; BMPR-1B; Serine/Threonine Receptor Kinase; Activin Receptor-Like Kinase 6; CDw293 Antigen; EC 2.7.11; ALK-6; BDA1D; AMD3; AMDD; BDA2; CDw293, Cluster of differentiation w293

BMPR1B ist ein Mitglied der Familie der transmembranen Serin/Threonin-Kinasen, die zu den Rezeptoren für morphogenetische Knochenproteine (BMP) gehören. Die Liganden dieses Rezeptors sind BMPs der TGF-beta-Superfamilie. BMPs sind an der endochondralen Knochenbildung und der Embryogenese beteiligt. Diese Proteine leiten ihre Signale durch die Bildung heteromerer Komplexe aus zwei verschiedenen Typen von Serin-(Threonin-)Kinase-Rezeptoren weiter: Typ-I-Rezeptoren mit etwa 50-55 kD und Typ-II-Rezeptoren mit etwa 70-80 kD. Typ-II-Rezeptoren binden Liganden in Abwesenheit von Typ-I-Rezeptoren, benötigen aber ihre jeweiligen Typ-I-Rezeptoren für die Signalübertragung, während Typ-I-Rezeptoren ihre jeweiligen Typ-II-Rezeptoren für die Ligandenbindung benötigen,.
Der BMPR1B-Rezeptor spielt eine Rolle bei der Bildung der mittleren und proximalen Phalangen.26
BMPR1B findet sich in präpartilaginären Verdichtungen (beim Kükenembryo). BMPR1B ist der wichtigste Signalübermittler in diesen Verdichtungen. BMPR1B übermittelt GDF5 effektiver als BMPR1A. Während BMPR1A-KO-Mäuse in einem frühen Embryonalstadium sterben, sind BMPR1B-KO-Mäuse lebensfähig.27
Die BMP-Signalübertragung ist an der Bildung der präebellären Moosfaserkerne beteiligt, aus denen die Kleinhirn-Moosfasern hervorgehen.28
BMPR1B ist assoziiert mit

  • primärer pulmonaler Hypertonie
  • Brachydaktylie293031
  • Brustkrebs32
  • du Pan-akromesomelische Dysplasie und Grebe Dysplasie3334

Eine Untersuchung fand dieses Gen als einen der 51 wahrscheinlichsten Genkandidaten für AD(H)S.25

2.285. HAS3, Hyaluronan Synthase 3

Weitere Namen: Hyaluronic Acid Synthase 3; Hyaluronate Synthase 3; HA Synthase 3; EC 2.4.1.212

Das Enzym HAS3 ist an der Synthese des unverzweigten Glykosaminoglykans Hyaluronan oder Hyaluronsäure beteiligt, das ein Hauptbestandteil der extrazellulären Matrix ist. HAS3 ist eines von drei Isoenzymen, die für die zelluläre Hyaluronansynthese verantwortlich sind. HAS3 katalysiert die Anlagerung von GlcNAc- oder GlcUA-Monosacchariden an das naszierende Hyaluronan-Polymer. Hyaluronan ist ein Hauptbestandteil der meisten extrazellulären Matrizen, spielt eine strukturelle Rolle in der Gewebestruktur spielt und reguuliert die Zelladhäsion, Migration und Differenzierung.35
Verwandte Signalpfade:

  • Glykosaminoglykan-Stoffwechsel
  • Glykosaminoglykan-Metabolismus
  • Hyaluronan-Synthase-Aktivität

Paralog: HAS2

Hyaluronan ist ebenso wie Dopamin und Serotonin bei neonataler Hyperoxie im Blut erhöht, Dopamin auch im Urin. Hyperoxie erhöhte die mRNA-Expression im dorsalen Hirnstamm von HAS3 Serotonin-1A-Rezeptor, Dopamin-D1-Rezeptor und Dopsmin-D2-Rezeptor.3637
Extrazellulärer Hyaluronatdruck, geformt durch zelluläre Bindeglieder, treibt die Gewebemorphogenese an.38
Extra- und intrazelluläres Hyaluronan bindet an hyaluronanbindende Proteine wie CD44, RHAMM, CDC37 und USP17 und beeinflusst so das Zellverhalten. Intrazelluläres Hyaluronan scheint wichtige regulatorische Funktionen während des Zellzyklus, der Zellmotilität, der RNA-Translation und des Spleißens sowie der Autophagie zu haben.39
Durch Tabakrauch ausgelöster oxidativer Stress führt zu Entzündungen und zur Depolymerisation von Hyaluronan.40

Eine Untersuchung fand HAS3 als einen der 51 wahrscheinlichsten Genkandidaten für AD(H)S.25

2.103. ITIH3, Inter-Alpha-Trypsin Inhibitor Heavy Chain 3

Weitere Namen: Inter-Alpha-Trypsin Inhibitor Heavy Chain H3, H3P, Inter-Alpha (Globulin) Inhibitor, H3 Polypeptide, Pre-Alpha (Globulin) Inhibitor, H3 Polypeptid

Das Protein ITIH3 ist eine Untereinheit der schweren Kette des Prä-Alpha-Trypsin-Inhibitor-Komplexes. Durch Bindung von Hyaluronsäure kann dieser Komplex die extrazelluläre Matrix stabilisieren. Es scheint Reaktion auf erhöhtes zytosolisches Ca2+ der Blutplättchen und Zelladhäsion_Zell-Matrix-Glykokonjugate zu bilden. Es steht in Verbindung mit Endopeptidase-Inhibitor-Aktivität vom Serin-Typ und Endopeptidase-Inhibitor-Aktivität.41

ITIH3 ist assoziiert mit

  • Schizophrenie
    • rs2535629 zeigte eine bessere Response auf Clozapin42
  • Depression
    • ITIH3 rs2535629 beeinflusst die Expression von ITIH4 und GLT8D1 deutlich. Die Expression von GLT8D1 war bei Depression signifikant erhöht.43
  • Autismus-Spektrum-Störung44
  • Krebs40
  • Myokardialinfarkt45

Verwandte Signalpfade:

  • oxidativer Stress40

Im Plasma von Zigarettenrauchern fanden sich verringerte ITIH3-Proteinspiegel.40

Eine Untersuchung fand dieses Gen als einen der 51 wahrscheinlichsten Genkandidaten für AD(H)S.25 Eine andere Studie fand für den ITIH3-Polymorphismus rs52535629 keine Hinweise auf eine Assoziation mit AD(H)S.46

2.113. ATP2C2, ATPase Secretory Pathway Ca2+ Transporting 2

Weitere Namen: SPCA2, KIAA0703, Secretory Pathway Ca(2+)-Transporting ATPase Type 2, ATPase, Ca++ Transporting, Type 2C, Member 2, Calcium-Transporting ATPase Type 2C Member 2

Das Protein ATP2C2 ermöglicht die Aktivität des Kalziumtransporters vom P-Typ und des Mangantransporters vom P-Typ und ist dadurch am Transmembrantransport von Kalzium-Ionen, an der zellulären Kalzium-Ionen-Homöostase und am Mangan-Ionen-Transport beteiligt. ATP2C2 ist eine ATP-getriebene Pumpe, die den Golgi-Apparat mit Ca(2+)- und Mn(2+)-Ionen versorgt, die beide wesentliche Kofaktoren für die Verarbeitung und den Transport neu synthetisierter Proteine im sekretorischen Weg sind. Innerhalb eines katalytischen Zyklus nimmt ATP2C2 Ca(2+)- oder Mn(2+)-Ionen auf der zytoplasmatischen Seite der Membran auf und gibt sie an die lumenale Seite ab. Der Transfer von Ionen durch die Membran ist an die ATP-Hydrolyse gekoppelt und geht mit einer vorübergehenden Phosphorylierung einher, die die Konformation der Pumpe von einem nach innen gerichteten Zustand in einen nach außen gerichteten Zustand verschiebt ATP2C2 induziert den Ca(2+)-Einstrom unabhängig von seiner ATP-getriebenen Pumpfunktion. ATP2C2 interagiert an der basolateralen Membran von Mammaepithelzellen mit dem Ca(2+)-Kanal ORAI1 und vermittelt den Ca(2+)-Einstrom unabhängig vom Ca(2+)-Gehalt des endoplasmatischen Retikulums oder der Golgi-Speicher. ATP2C2 kann den transepithelialen Transport großer Mengen Ca(2+) für die Milchsekretion durch Aktivierung von Ca(2+)-Einstromkanälen an der Plasmamembran und aktiven Ca(2+)-Transport am Golgi-Apparat erleichtern.47

ATP2C2 ist assoziiert mit

  • spezifischen Sprachstörungen
    • Eine seltene Missense-Variante (chr16:84405221, GRCh38.p12) im ATP2C2-Gen ist bei Sprachstörungen erhöht. Diese seltene Variante scheint die ATPase-Aktivität von SPCA2 zu beeinflussen.48 Eine andere Studie identifiziert hierfür c.2465C>T.49
  • Legasthenie50
    • ATP2C2 rs11860694 moduliert das phonologische Kurzzeitgedächtnis bei Sprachstörungen51

Eine Untersuchung fand ATP2C2 als einen der 51 wahrscheinlichsten Genkandidaten für AD(H)S.25 Eine andere Untersuchung fand es unter 96 Kandidatengenen.52 Ein Review betrachtet ATP2C2 als Teil eines neurologischen Netzwerks, das am gerichteten Wachstum von Neuriten beteiligt ist, welches einen starken Anteil an AD(H)S zu haben scheint.53

2.118. MPP6, MAGUK p55 subfamily member 6

Weitere Namen: VAM-1; P55T; MPP6; Membrane Protein, Palmitoylated 6 (MAGUK P55 Subfamily Member 6); Protein Associated With LIN7 2, MAGUK Family Member; Membrane Palmitoylated Protein 6; MAGUK P55 Subfamily Member 6; Protein PALS2; VAM1; Membrane Protein, Palmitoylated 6; Protein Associated With Lin7; VELI-Associated MAGUK 1; Veli-Associated MAGUK 1; MAGUK Protein P55T

Das Protein MPP6 ist Mitglied der Familie der peripheren membranassoziierten Guanylatkinasen (MAGUK, membrane-associated guanylate kinase homologues). Diese sind an der Tumorsuppression und der Rezeptorclusterbildung beteiligt, indem sie Multiproteinkomplexe bilden, die verschiedene Gruppen von Transmembran-, Zytoskelett- und zytoplasmatischen Signalproteinen enthalten.54
MPP6 scheint an der Myelinisierung beteiligt.55
Eine GWAS identifizierte eine Beteiligung von MPP6 an Schlafstörungen.56

Eine Untersuchung fand dieses Gen als einen der 51 wahrscheinlichsten Genkandidaten für AD(H)S.25

2.123. PALB2, Partner and localizer of BRCA2

Weitere Namen: PALB2, FANCN

Das Protein PALB2-Gen ist für die Erhaltung des Genoms (Reparatur von Doppelstrangbrüchen) zuständig. PALB2 bindet und kolokalisiert mit dem Breast Cancer 2 Early Onset Protein (BRCA2) in Kernfoci und ermöglicht wahrscheinlich die stabile intranukleare Lokalisierung und Akkumulation von BRCA2.57

PALB2-Gen ist assoziiert mit

  • erhöhtem Brustkrebsrisiko
  • familiärem Bauchspeicheldrüsenkrebs
  • Eierstockkrebs
  • Fanconi-Anämie
  • verminderte Fruchtbarkeit (nachgewiesen bei Mäusen)

Eine Untersuchung fand dieses Gen als einen der 51 wahrscheinlichsten Genkandidaten für AD(H)S.25

2.124. ZNF385D, Zinc Finger Protein 385D

Weiter Namen: Zinc Finger Protein 659, ZNF659, FLJ22419

Das Protein ZNF385D ermöglicht sequenzspezifische doppelsträngige DNA-Bindungsaktivität. ZNF385D ist vermutlich im Zellkern aktiv58 und findet sich vornehmlich im Cerebellum und in der Retina.
ZNF385D ist assoziiert mit

  • Leseschwäche59
    • ZNF385D erwies sich dabei als ein Prädiktor für das Gesamtvolumen der Faserbahnen in beiden Hemisphären sowie für das globale Hirnvolumen
  • Dyskalkulie
  • AD(H)S
  • Schizophrenie; Negativsymptome60
    • rs2060531
    • rs9869330

Eine Untersuchung fand ZNF385D als einen der 51 wahrscheinlichsten Genkandidaten für AD(H)S.25 ZNF385D rs11719664 wurde in einer weiteren Studie von 2008 als ein Kandidatengen für AD(H)S identifiziert. .61

2.126. CHMP7, Charged Multivesicular Body Protein 7

Weitere Namen: Chromatin-Modifying Protein 7, CHMP Family, Member 7, MGC29816

Das Protein CHMP7 ist beteiligt am späten Transport von Endosomen zu Vakuolen, an der Abszission des Mittelkörpers und an der mitotischen Kernteilung. CHMP7 findet sich im Zytosol, in der Kernhülle und im Nukleoplasma. CHMP7 ist Teil des ESCRT III-Komplexes. CHMP7 kolokalisiert mit Chromatin. CHMP7 wird zur Rekrutierung des ESCRT-III-Komplexes an die Kernhülle während der späten Anaphase benötigt. Zusammen mit SPAST fördert der ESCRT-III-Komplex die Kernhüllen-Versiegelung und den Abbau der mitotischen Spindel während der späten Anaphase. CHMP7 wird während der Anaphase durch LEMD2 an die sich neu formierende Kernhülle rekrutiert. CHMP7 spielt eine Rolle im endosomalen Sortierweg.62
CHMP7 ist assoziiert mit

  • zerebelläre Ataxie Typ 48
  • AD(H)S
  • spinale und bulbäre Muskelatrophie63

Eine Untersuchung fand CHMP7 als einen der 51 wahrscheinlichsten Genkandidaten für AD(H)S.25 Eine weitere Studie fand CHMP7 rs2294123, G→T als eine von 65 AD(H)S-Kandidatengenvariante.64
CHMP7-KO-Zebrafische zeigten 6 Tage nach der Befruchtung eine signifikante Hyperaktivität über einen Zeitraum von 24 Stunden im Vergleich zu chmp7+/+, wobei dieser Effekt nicht bis ins Jugend- und Erwachsenenalter anhielt und durch Methylphenidat deutlich reduziert wurde. CHMP7+/- Fische zeigten ein deutlich verringertes Gesamtgehirnvolumen.65

2.128. MUCL3, DPCR1, Human diffuse panbronchiolitis critical region 1, Real Time PCR Primer Set

Weitere Namen: Mucin Like 3, C6orf37, PBLT, DPCR1, Diffuse Panbronchiolitis Critical Region Protein 1, Diffuse Panbronchiolitis Critical Region 1, Mucin-Like Protein 3, BCX105N19.6

Das Protein MUCL3 ist vermutlich im Zytoplasma und in der Plasmamembran lokalisiert. Es scheint integraler Bestandteil der Membran zu sein. MUCL3 moduliert möglicherweise die NF-kappaB-Signalübertragung und spielt eine Rolle beim Zellwachstum.66
MUCL3 ist assoziiert mit

  • Panbronchiolitis, diffus
  • spinozerebelläre Ataxie, autosomal rezessiv 8

Eine Untersuchung fand dieses Gen als einen der 51 wahrscheinlichsten Genkandidaten für AD(H)S.25

2.129. PIWIL4, Piwi Like RNA-Mediated Gene Silencing 4

Weitere Namen: HIWI2, Piwi-Like Protein 4, FLJ36156, Miwi2

Das Protein PIWIL4 gehört zur Argonaute-Protein-Familie, die bei der Entwicklung und Aufrechterhaltung von Keimbahnstammzellen eine Rolle spielen. PIWIL4 spielt eine zentrale Rolle während der Spermatogenese, indem es transponierbare Elemente unterdrückt und ihre Mobilisierung verhindert, was für die Integrität der Keimbahn wesentlich ist. PIWIL4 wirkt über den piRNA-Stoffwechselprozess, der die Unterdrückung transposabler Elemente während der Meiose durch die Bildung von Komplexen aus piRNAs und Piwi-Proteinen vermittelt und die Methylierung und anschließende Unterdrückung von Transposons steuert. PIWIL4 bindet direkt piRNAs, eine Klasse von RNAs mit 24 bis 30 Nukleotiden, die durch einen Dicer-unabhängigen Mechanismus erzeugt werden und in erster Linie von Transposons und anderen Sequenzwiederholungselementen stammen. PIWIL4 ist assoziiert mit sekundären piRNAs antisense. PIWIL2/MILI ist für diese Assoziation erforderlich. Der piRNA-Prozess wirkt stromaufwärts von bekannten Mediatoren der DNA-Methylierung. PIWIL4 spielt eine Schlüsselrolle in der piRNA-Amplifikationsschleife, auch Ping-Pong-Amplifikationszyklus genannt, indem es als “Slicer-inkompetente” Komponente fungiert, die gespaltene piRNAs von der “Slicer-kompetenten” Komponente PIWIL2 lädt und sie auf genomische Transposon-Loci im Zellkern richtet. PIWIL4 ist möglicherweise am chromatinmodifizierenden Weg beteiligt, indem es die ‘Lys-9’-Methylierung von Histon H3 an einigen Loci induziert. PIWIL4 spielt weiter eine Rolle bei der Regulierung der Aktivitäten somatischer Zellen sowie bei der Funktion der Betazellen der Bauchspeicheldrüse und der Insulinsekretion. PIWIL4 ist an der Aufrechterhaltung der Zellmorphologie und der funktionellen Integrität des Netzhautepithels durch den Akt/GSK3alpha/beta-Signalweg beteiligt. PIWIL4 wirkt bei Überexpression als Onkogen durch Hemmung der Apoptose und Förderung der Zellproliferation in Tumoren mit.67
PIWIL4 ist assoziiert mit

  • Spermatogenic Failure (männliche Unfruchtbarkeit)
  • Gebärmutterhalskrebs.

Eine Untersuchung fand PIWIL4 als einen der 51 wahrscheinlichsten Genkandidaten für AD(H)S.25

2.130. AK8, Adenylate Kinase 8

Weitere Namen: C9orf98, ATP-AMP Transphosphorylase 8, FLJ32704, AK 8

Das Protein AK8 ermöglicht AMP-Bindungsaktivität und Kinaseaktivität für nukleobasehaltige Verbindungen. AK8 ist an der Nukleosiddiphosphat-Phosphorylierung und am Nukleosidtriphosphat-Biosyntheseprozess beteiligt.
AK8 findet sich im 9+2 motilen Zilium. AK8 ist eine Nukleosidmonophosphat (NMP)-Kinase, die den reversiblen Transfer der terminalen Phosphatgruppe zwischen Nukleosidtriphosphaten und -monophosphaten katalysiert. AK8 hat die höchste Aktivität gegenüber AMP und eine schwächere Aktivität gegenüber dAMP, CMP und dCMP. AK8 zeigt weiter eine breite Nukleosiddiphosphat-Kinase-Aktivität.68

AK8 ist assoziiert mit retikulärer Dysgenese.

Eine Untersuchung fand AK8 als einen der 51 wahrscheinlichsten Genkandidaten für AD(H)S.25

2.131. CFAP221, Cilia And Flagella Associated Protein 221

Weitere Namen: PCDP1, FAP221, Cilia- And Flagella-Associated Protein 221

Das Protein CFAP221 aktiviert vermutlich die Calmodulin-Bindungsaktivität und scheint an der Zilienbildung beteiligt. Es ist wohl stromaufwärts von oder innerhalb der Liquorzirkulation, des Zusammenbaus des beweglichen Ciliums und der mukoziliären Clearance tätig.CFAP221 findet sich wohl im Axonem, in der extrazellulären Region und in der Geißel der Spermien zu finden.69 CFAP221 könnte eine wichtige Rolle bei der Kalzium-vermittelten Regulierung der Dynein-Aktivität spielen.70
CFAP221 ist assoziiert mit

  • ziliare Dyskinesie
  • zerebrale Degeneration

Eine Untersuchung fand dieses Gen als einen der 51 wahrscheinlichsten Genkandidaten für AD(H)S.25

Gene, deren Wirkweg in Bezug auf AD(H)S wir noch nicht überprüft haben

1.132. CEP112, Centrosomal Protein 112

Weitere Namen: CCDC46, Coiled-Coil Domain-Containing Protein 46, Centrosomal Protein Of 112 KDa, Centrosomal Protein 112kDa

CEP112 ist ein Coiled-Coil-Domäne enthaltendes Protein und gehört zur Familie der Effektorproteine der Zellteilungssteuerung 42. In Neuronen ist es im Zytoplasma von Dendriten lokalisiert und auch im Zellkern angereichert, wo es mit dem RNA-Polymerase-III-Transkriptionsrepressor Maf1 interagiert, um die Oberflächenexpression des Gamma-Aminobuttersäure-A-Rezeptors zu regulieren. Darüber hinaus wurde das Protein als Bestandteil des menschlichen Zentrosoms identifiziert.71CEP112 ist an der Lokalisierung der Rezeptoren an der Synapse beteiligt.((
CEP112 ist assoziiert mit

  • Spermatogenic Failure 44 (männliche Unfruchtbarkeit)
  • Spermatogenic Failure 16.(männliche Unfruchtbarkeit)

Eine Untersuchung fand dieses Gen als einen der 51 wahrscheinlichsten Genkandidaten für AD(H)S.25

1.133. KIF6, Kinesin Family Member 6

Weitere Namen: DJ1043E3.1, DJ137F1.4, DJ188D3.1

Das Protein KIF6 ist Mitglied einer Familie von molekularen Motoren, die am intrazellulären Transport von Proteinkomplexen, Membranorganellen und Ribonukleinsäure-Botenstoffen entlang von Mikrotubuli beteiligt sind. Kinesine funktionieren als homodimere Moleküle mit zwei N-terminalen Kopfdomänen, die sich entlang der Mikrotubuli bewegen, und zwei C-terminalen Schwanzdomänen, die entweder direkt oder indirekt über Adaptermoleküle mit der transportierten Ladung interagieren. Dieses Gen wird ubiquitär in Koronararterien und anderen Gefäßgeweben exprimiert.
KIF6 ist assoziiert mit konoranen Herzkrankheiten.

Eine Untersuchung fand dieses Gen als einen der 51 wahrscheinlichsten Genkandidaten für AD(H)S.25

1.135. NCKAP5, NCK Associated Protein 5

Weitere Namen: NAP5, ERIH1, ERIH2

Das Protein NCKAP5 ist vermutlich an der Bildung von Mikrotubuli-Bündeln und der Depolymerisation von Mikrotubuli beteiligt sowie am Mikrotubuli-Plus-Ende aktiv.72
NCKAP5 ist assoziiert mit

  • AD(H)S
  • medikamenteninduzierter Lupus erythematosus

Eine Untersuchung fand dieses Gen als einen der 51 wahrscheinlichsten Genkandidaten für AD(H)S.25

1.136. SPATA33, Spermatogenesis Associated 33

Weitere Namen: C16orf55, Spermatogenesis-Associated Protein 33, FLJ31606, Chromosome 16 Open Reading Frame 55

Das Protein SPATA33 ist vermutlich stromaufwärts von oder innerhalb der zellulären Proteinlokalisierung, der Befruchtung und der Geißelspermienmotilität tätig. SPATA33 scheint in der mitochondrialen Hülle der Spermien lokalisiert und im Zytoplasma und im Zellkern aktiv zu sein.7374
SPATA33 ist assoziiert mit Fanconi-Anämie, Komplementationsgruppe A.

Eine Untersuchung fand dieses Gen als einen der 51 wahrscheinlichsten Genkandidaten für AD(H)S.25

1.137. CDK10, Cyclin Dependent Kinase 10

Weitere Namen: PISSLRE, Cyclin-Dependent Kinase (CDC2-Like) 10, Cell Division Protein Kinase 10, Cyclin-Dependent Kinase 10, EC 2.7.11.22

Das Protein CDK10 gehört zur CDK-Unterfamilie der Ser/Thr-Proteinkinasefamilie. Die Mitglieder der CDK-Unterfamilie sind den Genprodukten von S. cerevisiae cdc28 und S. pombe cdc2 sehr ähnlich und für die Zellzyklusprogression wesentlich. Diese Kinase spielt nachweislich eine Rolle bei der Zellproliferation und ihre Funktion ist auf die G2-M-Phase des Zellzyklus beschränkt. CDK10 ist eine Cyclin-abhängige Kinase, die den Transkriptionsfaktor ETS2 (in vitro) phosphoryliert und seinen proteasomalen Abbau (in Zellen) fördert. CDK10 ist an der Regulierung der Organisation des Aktinzytoskeletts durch die Phosphorylierung von Regulatoren der Aktindynamik wie PKN2 beteiligt. CDK10 ist ein negativer Regulator der Ziliogenese durch Phosphorylierung von PKN2 und Förderung der RhoA-Signalisierung.75
CDK10 ist assoziiert mit

  • Al-Kaissi-Syndrom
  • Zehensyndaktylie
  • Telecanthus
  • anogenitale und renale Fehlbildungen

Eine Untersuchung fand dieses Gen als einen der 51 wahrscheinlichsten Genkandidaten für AD(H)S.25

1.138. PPP1R11, PROTEIN PHOSPHATASE 1, REGULATORY SUBUNIT 11

Weitere Namen: HCGV, CFAP255, HCG-V, TCTE5, Protein Phosphatase 1 Regulatory Subunit 11, Hemochromatosis Candidate Gene V Protei, E3 Ubiquitin-Protein Ligase PPP1R11, TCTEX5

Das Protein PPP1R11 ist ein spezifischer Inhibitor der Proteinphosphatase-1 (PP1) mit einer unterschiedlichen Empfindlichkeit gegenüber den metallunabhängigen und metallabhängigen Formen von PP1. PPP1R11 ist eine atypische E3-Ubiquitin-Protein-Ligase, die TLR2 an ‘Lys-754’ ubiquitiniert, was zu dessen Abbau durch das Proteasom führt. PPP1R11 spielt eine Rolle bei der Regulierung der Freisetzung von Entzündungszytokinen und der Beseitigung grampositiver Bakterien, indem sie zum Teil durch die Ubiquitinierung und den Abbau von TLR2 wirkt.76

OMIM: PPP1R11, PROTEIN PHOSPHATASE 1, REGULATORY SUBUNIT 11

Eine Untersuchung fand dieses Gen als einen der 51 wahrscheinlichsten Genkandidaten für AD(H)S.25

1.140. NME5, NME/NM23 FAMILY, MEMBER 5

Weitere Namen: Nm23-H5, RSPH23, Non-Metastatic Cells 5, Protein Expressed In (Nucleoside-Diphosphate Kinase), Nucleoside Diphosphate Kinase Homolog 5, Inhibitor Of P53-Induced Apoptosis-Beta, Testis-Specific Nm23 Homolog, NDP Kinase Homolog 5, IPIA-Beta, NDK-H 5, Non-Metastatic Cells 5 Protein Expressed In, Radial Spoke 23 Homolog (Chlamydomonas), Radial Spoke 23 Homolog, NM23-H5, NM23H5

Das Protein NME5 soll Nukleosid-Diphosphat-Kinase-Aktivität ermöglichen. NME5 ist vermutlich an der negativen Regulierung des durch oxidativen Stress induzierten intrinsischen apoptotischen Signalwegs und der Spermatidenentwicklung beteiligt. NME5 dürfte stromaufwärts von oder innerhalb des Zilienaufbaus, der epithelialen Zilienbewegung, die an der Bewegung der extrazellulären Flüssigkeit beteiligt ist, und der Entwicklung des Ventrikelsystems tätig sein. NME5 ist vermutlich im Zilium zu finden. NME5 scheint keine NDK-Kinase-Aktivität zu haben. NME5 schützt vor dem Zelltod durch Bax und verändert die zellulären Spiegel verschiedener antioxidativer Enzyme einschließlich Gpx5. NME5 spielt möglicherweise eine Rolle bei der Spermiogenese, indem es die Fähigkeit von Spermatiden im Spätstadium erhöht, reaktive Sauerstoffspezies zu eliminieren.77
NME5 ist assoziiert mit

  • Nemalin-Myopathie 5
  • primäre ziliare Dyskinesie

OMIM: NME5, NME/NM23 FAMILY, MEMBER 5

NME5 ist ein Kandidatengen für AD(H)S.78

1.141. ABHD5, ABHYDROLASE DOMAIN-CONTAINING 5

Weitere Namen: CGI-58, CGI58, 1-Acylglycerol-3-Phosphat O-Acyltransferase, Lysophosphatidic Acid Acyltransferase, NCIE2, 1-Acylglycerol-3-Phosphate O-Acyltransferase ABHD5, Abhydrolase Domain-Containing Protein 5, Lipid Droplet-Binding Protein CGI-58, EC 2.3.1.51, Truncated Abhydrolase Domain-Containing Protein 5, Abhydrolase Domain Containing 5, IECN2, External Ids for ABHD5 Gene

Das Protein ABHD5 ist u.a. durch eine alpha/beta-Hydrolase-Faltung definiert. ABHD5 enthält drei Sequenzmotive, die einer katalytischen Triade entsprechen, die in der Unterfamilie der Esterase/Lipase/Thioesterase zu finden ist. ABHD5 funktioniert bei der Phosphatidsäure-Biosynthese, ABHD5 reguliert möglicherweise die zelluläre Speicherung von Triacylglycerin durch Aktivierung der Phospholipase PNPLA2 und ist an der Differenzierung von Keratinozyten beteiligt. ABHD5 reguliert die Lipidtröpfchenfusion.
ABHD5 ist eine Coenzym A-abhängige Lysophosphatidsäure-Acyltransferase, die den Transfer einer Acylgruppe auf eine Lysophosphatidsäure katalysiert. ABHD5 funktioniert bevorzugt mit:79

  • als Lipidakzeptor
    • 1-Oleyl-Lysophosphatidsäure, gefolgt von
    • 1-Palmitoyl-Lysophosphatidsäure
    • 1-Stearoyl-Lysophosphatidsäure
    • 1-Arachidonoyl-Lysophosphatidsäure
  • als Acylgruppendonatoren
    • Arachidonoyl-CoA, gefolgt von
    • Oleoyl-CoA

Das Enzym ABHD5 hat eine regulatorische Funktion im Fettstoffwechsel. Es stimuliert u.a. die Lipolyse.
ABHD5 wird in u.a. im Fettgewebe, in der Leber, in Neuronen sowie in der Epidermis exprimiert.

Im Fettgewebe ist ABHD5 an Perilipin-1 gebunden. Eine β-adrenerge Stimulation aktiviert die Proteinkinase A, die Perilipin-1 phosphoryliert. Dies bewirkt eine Dissoziation von ABHD5 und Perilipin-1. Das ungebundene ABHD5 aktiviert dann die Adipozyten-Triglycerid-Lipase (ATGL). Dieses Enzym katalysiert den ersten Schritt der Lipolyse, die Aufspaltung von Triacylglycerol in Diacylglycerol. Als Gegenspieler wirkt G0S2. Außerhalb von Adipozyten: ABHD5 interagiert u.a. mit Adipophilin (Perilipin-2) und Perilipin-5. ABHD5 wandelt mittels Acyl-CoA-abhängige Lysophosphatidsäure-Acyltransferase-Aktivität (LPAAT) Lysophosphatidsäure in Phosphatidsäure um.80
ABHD5 ist assoziiert mit dem Chanarin-Dorfman-Syndrom, einer Triglycerid-Speichererkrankung mit gestörter Oxidation langkettiger Fettsäuren, und der Lipidspeicherkrankheit.

OMIM: ABHD5, ABHYDROLASE DOMAIN-CONTAINING 5

ABHD5 ist ein Kandidatengen für AD(H)S.78

1.142. GMPR2, GUANOSINE MONOPHOSPHATE REDUCTASE 2

Weitere Namen: Guanosine 5’-Monophosphate Oxidoreductase 2, GMP Reductase 2, EC 1.7.1.7, GMPR 2, Guanosine Monophosphate Reductase Isolog 3

Das Enzym GMPR2 katalysiert die irreversible und NADPH-abhängige reduktive Desaminierung von Guanosinmonophosphat (GMP) zu Inosinmonophosphat (IMP). GMPR2 ist an der Wiederverwertung freier intrazellulärer Basen und Purinnukleoside beteiligt. GMPR2 ist an der Umwandlung von Nukleobasen-, Nukleosid- und Nukleotidderivaten von G in A-Nukleotide und an der Aufrechterhaltung des intrazellulären Gleichgewichts von A- und G-Nukleotiden beteiligt. GMPR2 spielt eine Rolle bei der Modulation der zellulären Differenzierung.81
GMPR2 ist assoziiert mit Urethra-Krebs.

OMIM: GMPR2, GUANOSINE MONOPHOSPHATE REDUCTASE 2

GMPR2 ist ein Kandidatengen für AD(H)S.78

1.144. BLOC1S2, BIOGENESIS OF LYSOSOME-RELATED ORGANELLES COMPLEX 1, SUBUNIT 2

Weitere Namen: BLOS2, BLOC-1 Subunit 2, BORCS2, Biogenesis Of Lysosome-Related Organelles Complex 1 Subunit 2, Centrosome Protein Oncogene, MGC10120, FLJ30135, CEAP, Biogenesis Of Lysosome-Related Organelles Complex-1 Subunit 2, 11 KDa Centrosome Associated Protein, Centrosome-Associated Protein, Centrosomal 10 KDa Protein, CEAP11

OMIM: BLOC1S2, BIOGENESIS OF LYSOSOME-RELATED ORGANELLES COMPLEX 1, SUBUNIT 2

Das Protein BLOC1S2 hat mehreren Funktionen:82

  • wurde in Verbindung mit dem Zentrosom gefunden
  • kolokalisiert mit Gamma-Tubulin
  • ist ein Protein im BLOC-1-Komplex
    • spielt bei der Bildung von lysosomalen Organellen (z.B. dichte Granula von Blutplättchen und Melanosomen) eine Rolle
  • BLOC-1-Komplex
    • schleust (zusammen mit AP-3-Komplex) Membranproteinfrachten in Vesikel, die in Zellkörpern gebildet werden, um sie in Neuriten und Nervenendigungen zu transportieren.
    • ist vermutlich (in Verbindung mit SNARE-Proteinen) auch an der Neuritenverlängerung beteiligt
    • ist Teil des BORC-Komplexes; möglicherweise relevant bei Bewegung und Lokalisierung von Lysosomen an der Zellperipherie
    • spielt möglicherweise eine Rolle bei der Zellproliferation
  • BLOC1S2 ist assoziiert mit
    • Hermansky-Pudlak-Syndrom
    • primäre autosomal rezessive Mikrozephalie (verkleinerter Schädel)

Mikrozephalie geht häufig mit AD(H)S einher.
BLOC1S2 ist ein Kandidatengen für AD(H)S.78

1.145. KIAA0319L, KIAA0319-LIKE

Weitere Namen: KIAA0319 Like, AAVR, KIAA1837, Dyslexia-Associated Protein KIAA0319-Like Protein, Adeno-Associated Virus Receptor, Polycystic Kidney Disease 1-Related, AAV Receptor Like, KIAA0319-Like, AAV Receptor, AAVRL

OMIM: KIAA0319L, KIAA0319-LIKE

Das Protein KIAA0319L ist möglicherweise durch Interaktion mit RTN4R an der Axonführung beteiligt.
KIAA0319L wirkt als Rezeptor für Adeno-assoziierte Viren und ist an der Infektion mit Adeno-assoziierten Viren durch das Endozytosesystem beteiligt.83
KIAA0319L ist assoziiert mit

  • Legasthenie
  • begrenzte Sklerodermie

KIAA0319L ist ein Kandidatengen für AD(H)S.78

1.146. FMNL3, Formin Like 3

Weitere Namen: WBP3, Formin Homology 2 Domain-Containing Protein 3, Formin-Like Protein 3, DKFZp762B245, MGC45819, FHOD3, WBP-3, FRL2, WW Domain Binding Protein 3, WW Domain-Binding Protein 3, Formin-Like 3, KIAA2014

Das Protein FMNL3 enthält eine Formin-Homologie-2-Domäne und weist eine hohe Sequenzidentität mit dem Wbp3-Protein der Maus auf. FMNL3 ist an der Regulierung der Zellmorphologie und der Organisation des Zytoskeletts beteiligt. FMNL3 ist erforderlich für die Kontrolle von Zellform und Migration sowie für die entwicklungsbedingte Angiogenese. FMNL3 löst in ruhenden Endothelzellen eine Umstrukturierung des Aktinzytoskeletts aus, ohne die Ausrichtung der Mikrotubuli zu verändern.84
FMNL3 ist assoziiert mit

  • malignes Brustmelanom
  • zerebrale Amyloid-Angiopathie, Itm2b-bezogen, 2.

FMNL3 ist ein Kandidatengen für AD(H)S.78

1.147. CCDC138, Coiled-Coil Domain Containing 138

Weiterer Namen: FLJ32745

CCDC138 wird in fast allen menschlichen Geweben in geringen Mengen exprimiert, u.a. Lymphozyten im peripheren Blut, fetaler Thymus, Thymus, Hoden, Eierstöcke, verwildertes Gehirn, Dickdarm, Brustdrüse und Knochenmark. Erhöhte Konzentrationen in manchen Krebsgeweben. CCDC138 ist ein lösliches Protein, das sich im Kern einer Zelle anreichert. CCDC138 ist an der Auslösung der Wehen im Myometrium beteiligt.
Das Protein CCDC138 ist assoziiert mit85

  • Chromosom 3Q13.31 Deletionssyndrom
  • Fundusdystrophie

CCDC138 ist ein Kandidatengen für AD(H)S.78

1.148. TMBIM6, Transmembrane BAX Inhibitor Motif Containing 6

Weitere Namen: BI-1, BAXI1, TEGT, Transmembrane BAX Inhibitor Motif-Containing Protein 6, Testis-Enhanced Gene Transcript Protein, Testis Enhanced Gene Transcript, Bax Inhibitor 1, BAX Inhibitor 1, BI1

Das Protein TMBIM6 ermöglicht Endoribonuklease-Inhibitor-Aktivität und Ubiquitin-Protein-Ligase-Bindungsaktivität. TMBIM6 ist beteiligt an:86

  • hemmt RNA-Stoffwechsels
  • hemmt intrinsischen apoptotischen Signalwegs
  • hemmt Reaktion auf L-Glutamat
  • moduliert die Signalisierung der ungefalteten Proteinantwort
  • hemmt Autophagie und die Autophagosomenbildung, insbesondere bei Nährstoffmangel
    • verringert das Überleben der Zellen während des Hungers
  • wirkt stromaufwärts von oder innerhalb der negativen Regulierung des Kalziumionentransports in das Zytosol
  • Befindet sich in der Membran des endoplasmatischen Retikulums und der Mitochondrienmembran
    • moduliert die Kalzium-Homöostase des endoplasmatischen Retikulums, indem es als Kalzium-Leck-Kanal fungiert
  • Biomarker für Plattenepithelkarzinome des Gebärmutterhalses und Prostatakarzinome

TMBIM6 ist assoziiert mit

  • chronisch kongestive Splenomegalie (eine Milzvergrößerung)
  • Inklusionskonjunktivitis (eine Bindehautentzündung)

TMBIM6 ist ein Kandidatengen für AD(H)S.78

1.149. SV2A, Synaptic Vesicle Glycoprotein 2A

Weitere Namen; KIAA0736, SV2

SV2A ist eines von drei verwandten synaptischen Vesikelproteinen. SV2A kann mit Synaptotagmin interagieren, um die niederfrequente Neurotransmission in ruhenden Neuronen zu verbessern.
SV2A reguliert positiv die Vesikelfusion, indem es den leicht freisetzbaren Pool an sekretorischen Vesikeln aufrechterhält.87
SV2A ist Rezeptor für

  • das C.botulinum Neurotoxin Typ A2 (BoNT/A, botA)
  • das C.botulinum-Neurotoxin Typ A1 (wahrscheinlich)

SV2A ist assoziiert mit:

  • lebensmittelbedingter
  • Carbamazepin-Allergie

SV2A ist ein Kandidatengen für AD(H)S.78

1.150. TARBP1, TAR (HIV-1) RNA Binding Protein 1

Weitere Namen: TRP-185, TRM3, TRMT3, TAR RNA-Binding Protein Of 185 KDa, Probable Methyltransferase TARBP1, TAR RNA-Binding Protein 1, TRP185, TRNA Methyltransferase 3 Homolog (S. Cerevisiae), Tar (HIV-1) RNA Binding Protein 1, TRNA Methyltransferase 3 Homolog 3, TAR (HIV) RNA-Binding Protein 1, TAR RNA Loop Binding Protein, EC 2.1.1.-
External Ids for TARBP1 Gene

TARBP1 ist eine vermutlich von S-Adenosyl-L-Methionin abhängige Methyltransferase, die RNA-Moleküle wie tRNAs methyliert. Bei einer HIV-1-Infektion bindet es an die Schleifenregion der TAR-RNA, eine Region, die auch von der RNA-Polymerase II gebunden wird. Die Bindung von TARBP1 und RNA-Polymerase II an HIV-1 TAR-RNA schließt sich gegenseitig aus, was darauf hindeutet, dass TARBP1 allein oder in Verbindung mit HIV-1 Tat die RNA-Polymerase II von der HIV-1 TAR-RNA lösen kann.88
TARBP1 ist assoziiert mit Immundefizienz-Krankheiten.

TARBP1 ist ein Kandidatengen für AD(H)S.78

1.151. TATDN3

Weitere Namen: TatD DNase Domain Containing 3, Putative Deoxyribonuclease TATDN3, EC 3.1.21.-, EC 3.1.21

Das Protein TATDN3 aktiviert vermutlich die Metallionenbindungsaktivität und die Nukleaseaktivität. TATDN3 ist vermutlich an der Hydrolyse von Nukleinsäurephosphodiesterbindungen beteiligt und wohl im Nukleus lokalisiert.89

TATDN3 ist ein Kandidatengen für AD(H)S.78

1.152. ALS2CR8, CARF

Weiter Namen: Calcium Responsive Transcription Factor, Calcium-Response Factor, NYD-SP24, ALS2CR8, Amyotrophic Lateral Sclerosis 2 Chromosomal Region Candidate Gene 8 Protein, Amyotrophic Lateral Sclerosis 2 (Juvenile) Chromosome Region, Candidate 8, Calcium-Responsive Transcription Factor, Testis Development Protein NYD-SP24, FLJ21579, CaRF

Das Protein ALS2CR8 ist ein DNA-bindender Transkriptionsfaktor und ermöglicht DNA-Bindungsaktivität. ALS2CR8 ist an der zellulären Reaktion auf Kaliumionen und an der positiven Regulierung der Transkription vom RNA-Polymerase-II-Promotor als Reaktion auf Kalziumionen beteiligt. ALS2CR8 bindet an das Konsensus-Calcium-Response-Element CaRE1 5’-CTATTTCGAG-3’ Sequenz. ALS2CR8 ist vermutlich in der granularen Komponente lokalisiert und im Zellkern aktiv. CARF ist assoziiert mit:90

  • Amyotrophe Lateralsklerose 2, juvenil
  • Moyamoya-Krankheit 1

ALS2CR8 ist ein Kandidatengen für AD(H)S.78 Moyamoya zeigt AD(H)S-Symptome.

1.153. ST3GAL3

Weitere Namen: ST3 Beta-Galactoside Alpha-2,3-Sialyltransferase 3; ST3Gal III; SIAT6; CMP-N-Acetylneuraminate-Beta-1,4-Galactoside Alpha-2,3-Sialyltransferase 3; Sialyltransferase 6 (N-Acetyllactosaminide Alpha 2,3-Sialyltransferase); N-Acetyllactosaminide Alpha-2,3-Sialyltransferase; Alpha 2,3-ST 3; ST3GalIII; MRT12; ST3N; Sialyltransferase 6 (N-Acetyllacosaminide Alpha 2,3-Sialyltransferase); Mental Retardation, Non-Syndromic, Autosomal Recessive, 12; Gal Beta-1,3(4) GlcNAc Alpha-2,3 Sialyltransferase; Gal Beta-1,3(4)GlcNAc Alpha-2,3 Sialyltransferase 3; Beta-Galactoside Alpha-2,3-Sialyltransferase 3; Alpha 2,3-Sialyltransferase III; Alpha-2,3-Sialyltransferase II; Sialyltransferase 6; EC 2.4.99.6; ST3GALII; EIEE15; DEE15

ST3GAL3 ist ein Typ-II-Membranprotein, das die Übertragung von Sialinsäure von CMP-Sialinsäure auf galaktosehaltige Substrate katalysiert. ST3GAL3 befindet sich normalerweise im Golgi-Apparat, kann aber proteolytisch zu einer löslichen Form verarbeitet werden. ST3GAL3 gehört zur Glykosyltransferase-Familie 29. ST3GAL3 katalysiert die Bildung der NeuAc-alpha-2,3-Gal-beta-1,4-GlcNAc-, NeuAc-alpha-2,3-Gal-beta-1,3-GlcNAc- und NeuAc-alpha-2,3-Gal-beta-1,3-GalNAc-Sequenzen, die in terminalen Kohlenhydratgruppen von Glykoproteinen und Glykolipiden vorkommen. Die höchste Aktivität besteht gegenüber Gal-beta-1,3-GlcNAc und die geringste gegenüber Gal-beta-1,3-GalNAc.91
ST3GAL3 ist assoziiert mit

  • autosomal rezessiver, nicht-symdromaler kognitiver Behinderung, 12
  • epileptische Enzephalopathie im Kindesalter / epileptische Enzephalopathie 15
  • Entwicklungsstörungen

ST3GAL3 ist ein Kandidatengen für AD(H)S.789293
ST3GAL3 wurde bei einer weiteren großen GWAS ebenfalls als AD(H)S-Kandidatengen identifiziert.19

1.154. ELAVL4

Weitere Namen: ELAV Like RNA Binding Protein 4; PNEM; HUD; ELAV (Embryonic Lethal, Abnormal Vision, Drosophila)-Like 4 (Hu Antigen D); ELAV Like Neuron-Specific RNA Binding Protein 4; Paraneoplastic Encephalomyelitis Antigen HuD; ELAV-Like Protein 4; Hu Antigen D; ELAV (Embryonic Lethal, Abnormal Vision, Drosophila)-Like 4; Hu-Antigen D; HuD

Das Protein ELAVL4 ermöglicht mRNA 3’-UTR AU-reiche Bindungsaktivität, Poly(A)-Bindungsaktivität und prä-mRNA intronische pyrimidinreiche Bindungsaktivität. ELAVL4 ist beteiligt an der 3’-UTR-vermittelten mRNA-Stabilisierung, der RNA-Prozessierung und der positiven Regulierung der 3’-UTR-vermittelten mRNA-Stabilisierung. ELAVL4 findet sich vermutlich im Axon, im Zytoplasma und in Dendriten. Es scheint Teil des polysomalen Ribosoms und in der glutamatergen Synapse aktiv zu sein.94
ELAVL4

  • ist beteiligt an post-transkriptioneller Regulation von mRNA
  • ist beteiligt an Regulation von mRNA-Stabilität, alternativem Spleißen und Translation
  • bindet an AU-reiche Element (ARE)-Sequenzen in der 3’ untranslatierten Region (UTR) von Ziel-mRNAs, einschließlich GAP43, VEGF, FOS, CDKN1A und ACHE mRNA (PubMed:7898713, PubMed:10710437, P
  • trägt zur Differenzierung neuronaler Vorläuferzellen, zur Entwicklung des Nervensystems sowie zu Lern- und Gedächtnismechanismen bei
  • fördert die neuronale Differenzierung von neuronalen Stamm-/Vorläuferzellen in der adulten subventrikulären Zone des Hippocampus durch Bindung an und Stabilisierung von SATB1 mRNA
  • bindet und stabilisiert MSI1 mRNA in neuralen Stammzellen
  • bindet während der neuronalen Differenzierung vermehrt an ACHE mRNA, stabilisiert dadurch ACHE mRNA und steigert deren Expression
  • schützt CDKN1A mRNA vor dem Zerfall, indem es an ihre 3’-UTR bindet
  • kann an APP und BACE1 mRNAS und die BACE1AS lncRNA binden und deren Stabilisierung verbessern
  • spielt eine Rolle beim Wachstum von Neuriten und bei der Etablierung und Reifung von dendritischen Verzweigungen und trägt damit zur Funktion neokortikaler und hippokampaler Schaltkreise bei
  • stabilisiert GAP43 mRNA und schützt sie vor dem Zerfall während der postembryonalen Entwicklung im Gehirn
  • fördert die Stabilisierung von GAP43 mRNA und spielt eine Rolle beim NGF-vermittelten Neuritenwachstum
  • bindet an die lange 3’UTR mRNA von BDNF und führt dadurch zu deren Stabilisierung und erhöhter dendritischer Translation nach Aktivierung von PKC
  • erhöht die Translation von BDNF nach Nervenverletzungen und kann dadurch zur Nervenregeneration beitragen
  • wirkt als stabilisierender Faktor, indem es an die 3’UTR der NOVA1-mRNA bindet und dadurch ihre Translation erhöht und ihre funktionelle Aktivität beim neuronenspezifischen Spleißen verstärkt
  • stimuliert die Translation von mRNA in einer poly(A)- und cap-abhängigen Weise, möglicherweise durch Assoziation mit dem EIF4F cap-binding complex
  • kann die Translation negativ regulieren, indem es an die 5’UTR der Ins2-mRNA bindet und dadurch deren Translation unterdrückt
  • setzt bei Glucosestimulation Ins2 mRNA frei, was die Translationshemmung aufhebt
  • spielt eine Rolle bei der Regulierung des alternativen Spleißens
  • kann das alternative Spleißen von CALCA pre-mRNA in Calcitonin und Calcitonin gene-related peptide 1 (CGRP) regulieren, indem es mit dem Spleißregulator TIAR um die Bindung an U-reiche intronische Sequenzen der CALCA pre-mRNA konkurriert

ELAVL4 ist assoziiert mit

  • Lambert-Eaton-Myasthenie-Syndrom
  • sensorische periphere Neuropathie.

Paralog: ELAVL2.

ELAVL4 ist ein Kandidatengen für AD(H)S.78

1.155. NBEAL1

Weitere Namen: GeneCards Symbol: NBEAL1; Neurobeachin Like 1; ALS2CR16; ALS2CR17; Amyotrophic Lateral Sclerosis 2 Chromosomal Region Candidate Gene 16 Protein; Amyotrophic Lateral Sclerosis 2 Chromosomal Region Candidate Gene 17 Protein; Amyotrophic Lateral Sclerosis 2 (Juvenile) Chromosome Region, Candidate 17; Amyotrophic Lateral Sclerosis 2 (Juvenile) Chromosome Region, Candidate 16; Neurobeachin-Like Protein 1; MGC164581; Neurobeachin-Like 1; A530083I02Rik; Beach

Das Protein NBEAL1 aktiviert vermutlich die Proteinkinase-Bindungsaktivität und scheint an der Proteinlokalisierung beteiligt. NBEAL1ist vermutlich im Zytosol und in der Membran aktiv.
NBEAL1 ist assoziiert mit

  • Amyotrophe Lateralsklerose 2, juvenil
  • Seröses Adenokarzinom der Eierstöcke

Paralog: NBEAL2

NBEAL1 ist ein Kandidatengen für AD(H)S.78

1.156. FGFR3

Weitere Namen: GeneCards Symbol: FGFR3; Fibroblast Growth Factor Receptor 3; JTK4; CD333; CEK2; EC 2.7.10.1; FGFR-3; ACH; Achondroplasia, Thanatophoric Dwarfism; Fibroblast Growth Factor Receptor 3-S; Hydroxyaryl-Protein Kinase; Tyrosine Kinase JTK4; CD333 Antigen; HSFGFR3EX; EC 2.7.10

FGFR3 ist ein Mitglied der Fibroblasten-Wachstumsfaktor-Rezeptor-Familie (FGFR). Ein repräsentatives Protein in voller Länge besteht aus einer extrazellulären Region, die sich aus drei immunglobulinähnlichen Domänen zusammensetzt, einem einzelnen hydrophoben membranumspannenden Segment und einer zytoplasmatischen Tyrosinkinasedomäne. Der extrazelluläre Teil des Proteins interagiert mit Fibroblasten-Wachstumsfaktoren und setzt eine Kaskade von nachgeschalteten Signalen in Gang, die letztlich die Mitogenese und Differenzierung beeinflussen.
Fibroblasten-Wachstumsfaktoren (FGFs) sind mitogene Signalmoleküle, die bei der Angiogenese, Wundheilung, Zellmigration, dem Wachstum von Nervenzellen und der Embryonalentwicklung eine Rolle spielen. FGF-Rezeptoren (FGFRs) sind transmembrane katalytische Rezeptoren mit intrazellulärer Tyrosinkinase-Aktivität.
FGFR3 bindet saures und basisches Fibroblasten-Wachstumshormon und spielt eine Rolle bei der Entwicklung und Erhaltung der Knochen.
FGFR3 ist eine Tyrosin-Protein-Kinase, die als Zelloberflächenrezeptor für Fibroblasten-Wachstumsfaktoren fungiert und eine wesentliche Rolle bei der Regulierung von Zellproliferation, Differenzierung und Apoptose spielt. Spielt eine wesentliche Rolle bei der Regulierung der Differenzierung, Proliferation und Apoptose von Chondrozyten und ist für eine normale Skelettentwicklung erforderlich. Reguliert sowohl die Osteogenese als auch die postnatale Knochenmineralisierung durch Osteoblasten. Erforderlich für die normale Entwicklung des Innenohrs. Phosphoryliert PLCG1, CBL und FRS2. Die Ligandenbindung führt zur Aktivierung mehrerer Signalkaskaden. Die Aktivierung von PLCG1 führt zur Produktion der zellulären Signalmoleküle Diacylglycerin und Inositol-1,4,5-Trisphosphat. Die Phosphorylierung von FRS2 löst die Rekrutierung von GRB2, GAB1, PIK3R1 und SOS1 aus und vermittelt die Aktivierung von RAS, MAPK1/ERK2, MAPK3/ERK1 und des MAP-Kinase-Signalweges sowie des AKT1-Signalweges.
Spielt eine Rolle bei der Regulierung des Vitamin-D-Stoffwechsels.
Mutationen, die zu einer konstitutiven Kinaseaktivierung führen oder die normale Reifung, Internalisierung und Degradation von FGFR3 beeinträchtigen, führen zu einer gestörten Signalübertragung. Überexprimiertes oder konstitutiv aktiviertes FGFR3 fördert die Aktivierung von PTPN11/SHP2, STAT1, STAT5A und STAT5B. Die sezernierte Isoform 3 behält ihre Fähigkeit, FGF1 und FGF2 zu binden, und kann daher die FGF-Signalübertragung beeinträchtigen.95
FGFR3 ist assoziiert mit

  • Kraniosynostose
  • verschiedenen Arten von Skelettdysplasien.
    • Achondroplasie
    • Hypochondroplasie

Paralog: FGFR2

FGFR3 ist ein Kandidatengen für AD(H)S.78

1.157. ACAD11, Acyl-CoA Dehydrogenase Family Member 11

Weitere Namen: Acyl-Coenzyme A Dehydrogenase Family, Member 11; FLJ12592; ACAD-11; Acyl-CoA Dehydrogenase Family, Member 11; EC 1.3.8.-

Das Protein ACAD11 ist ein Acyl-CoA-Dehydrogenase-Enzym mit einer Vorliebe für Kohlenstoffkettenlängen zwischen 20 und 26. Natürlich vorkommende Read-Through-Transkription findet zwischen dem vorgeschalteten Gen NPHP3 (Nephronophthisis 3 (adolescent)) und diesem Gen statt. ACAD11 zeigt eine maximale Aktivität gegenüber gesättigtem C22-CoA. ACAD11 ist wahrscheinlich an der Beta-Oxidation und der Energieproduktion beteiligt, könnte aber auch eine Rolle im Metabolismus spezifischer Fettsäuren spielen, um die Fettsäurezusammensetzung der zellulären Lipide im Gehirn zu kontrollieren.96
ACAD11 ist assoziiert mit

  • Entwicklungsstörungen
  • epileptische Enzephalopathie 44
  • gutartiger sekundärer Hypertonie

Paralog: ACAD10

ACAD11 ist ein Kandidatengen für AD(H)S.78

1.158. CNPY2

Weitere Namen: Canopy FGF Signaling Regulator 2; ZSIG9; Transmembrane Protein 4; HP10390; TMEM4; MIR-Interacting Saposin-Like Protein; Putative Secreted Protein Zsig9; Protein Canopy Homolog 2; MSAP; Canopy 2 Homolog (Zebrafish)

Das Protein CNPY2 ist vermutlich im endoplasmatischen Retikulum aktiv. CNPY2 ist ein positiver Regulator des Neuritenwachstums durch Stabilisierung der Myosin-regulatorischen leichten Kette (MRLC). Es verhindert die MIR-vermittelte Ubiquitinierung von MRLC und deren anschließenden proteasomalen Abbau.97
CNPY2 ist assoziiert mit

  • Fanconi-Anämie, Komplementationsgruppe C
  • Kraniosynostose

Paralog: ENSG00000144785.

CNPY2 ist ein Kandidatengen für AD(H)S.78

1.159. PACC1, TMEM206

Weitere Namen: PACC1; Proton Activated Chloride Channel; PAC; Transmembrane Protein 206; C1orf75; TMEM206; PAORAC; ASOR; Proton-Activated Outwardly Rectifying Anion Channel; Acid-Sensitive Outwardly-Rectifying Anion Channel; Acid-Sensitive Outwardly Rectifying Channel; Proton-Activated Chloride Channel; FLJ10874; HTMEM206; HPAC; Chromosome 1 Open Reading Frame 75

Das Protein PACC1 ermöglicht die Aktivität des pH-gesteuerten Chloridkanals. PACC1 ist am Chloridtransport beteiiigt. PACC1 ist integraler Bestandteil der Plasmamembran. PACC1 ist ein Protonenaktivierter Chloridkanal, der den Import von Chloridionen als Reaktion auf einen extrazellulären sauren pH-Wert vermittelt. PACC1 ist am Azidose-induzierten Zelltod beteiligt, indem er den Chlorideinstrom und die anschließende Zellschwellung vermittelt.

PACC1 bzw. TMEM206 ist ein Kandidatengen für AD(H)S.78

1.160. BST1, Bone Marrow Stromal Cell Antigen 1

Weitere Namen: ADP-Ribosyl Cyclase 2; CD157; BST-1; ADP-Ribosyl Cyclase/Cyclic ADP-Ribose Hydrolase 2; Bone Marrow Stromal Antigen 1; Cyclic ADP-Ribose Hydrolase 2; NAD(+) Nucleosidase 2; CADPr Hydrolase 2; CD157 Antigen; EC 3.2.2.6

Das Protein BST1 ist ein von Stromazellen abgeleitetes Glycosylphosphatidylinositol-verankertes Molekül, das das Wachstum von Prä-B-Zellen fördert. Die abgeleitete Aminosäuresequenz weist eine 33%ige Ähnlichkeit mit CD38 auf. Die Expression von BST1 ist in Stromazelllinien aus dem Knochenmark von Patienten mit rheumatoider Arthritis erhöht. Die polyklonalen B-Zell-Anomalien bei rheumatoider Arthritis können zumindest teilweise auf die Überexpression von BST1 in der Stromazellpopulation zurückgeführt werden.98
BST1 ist assoziiert mit

  • Paroxysmale nächtliche Hämoglobinurie
  • Hämoglobinurie

Paralog: CD38.

UniProtKB/Swiss-Prot Zusammenfassung für BST1 Gen
Synthetisiert die Botenstoffe zyklische ADP-Ribose und Nikotinat-Adenin-Dinukleotidphosphat, wobei ersterer ein Botenstoff ist, der die Freisetzung von Kalzium aus intrazellulären Speichern auslöst. Ist möglicherweise am Wachstum von Prä-B-Zellen beteiligt. BST1_MENSCH,Q10588

BST1 ist ein Kandidatengen für AD(H)S.78

1.161. RASSF4, Ras Association Domain Family Member 4

Weitere Namen: AD037; Ras Association (RalGDS/AF-6) Domain Family Member 4; Ras Association Domain-Containing Protein 4; MGC44914; Ras Association (RalGDS/AF-6) Domain Family 4; Ras Association Domain Family 4; Tumor Suppressor RASSF4

Das Protein RASSF4 könnte aber eine Rolle bei der Tumorsuppression spielen. Zu seinen verwandten Pathways gehören das maligne Pleuramesotheliom. RASSF4 kann als KRAS-Effektorprotein wirken und Apoptose sowie ellzyklus-Stillstand fördern.99

Paralog: RASSF2

RASSF4 ist ein Kandidatengen für AD(H)S.78

1.163. RAPGEF5, Rap Guanine Nucleotide Exchange Factor 5

Weitere Namen: MR-GEF; GFR; KIAA0277; Rap Guanine Nucleotide Exchange Factor (GEF) 5; Guanine Nucleotide Exchange Factor For Rap1; M-Ras-Regulated Rap GEF; M-Ras-Regulated GEF; Related To Epac; MRGEF; REPAC; Repac

Mitglieder der RAS (siehe HRAS; MIM 190020) Unterfamilie der GTPasen fungieren bei der Signaltransduktion als GTP/GDP-gesteuerte Schalter, die zwischen inaktiven GDP- und aktiven GTP-gebundenen Zuständen wechseln. Guanin-Nukleotid-Austauschfaktoren (GEFs) wie das Protein RAPGEF5 dienen als RAS-Aktivatoren, indem sie die Gewinnung von GTP fördern, um den aktiven GTP-gebundenen Zustand aufrechtzuerhalten, und sind das zentrale Bindeglied zwischen Zelloberflächenrezeptoren und der RAS-Aktivierung. Das Protein RAPGEF5 ist ein Guanin-Nukleotid-Austauschfaktor (GEF) für RAP1A, RAP2A und MRAS/M-Ras-GTP. Seine Assoziation mit MRAS hemmt die Aktivierung von Rap1.100
RAPGEF5 ist assoziiert mit

  • Familiärer Isolierter Hypoparathyreoidismus

Paralog: RAPGEF4

RAPGEF5 ist ein Kandidatengen für AD(H)S.78

1.164. MVP, Major Vault Protein

Weitere Namen: LRP; Lung Resistance-Related Protein; VAULT1; Testicular Secretory Protein Li 30

Das Protein MVP ist die Hauptkomponente des Vault-Komplexes. Vault sind Ribonukleoproteinstrukturen mit mehreren Untereinheiten, die möglicherweise am Nukleo-Zytoplasma-Transport beteiligt sind. Vaults sind aus mehreren Untereinheiten bestehende Strukturen, die als Gerüst für Proteine dienen können, die an der Signaltransduktion beteiligt sind. Vaults können auch eine Rolle beim nukleo-zytoplasmatischen Transport spielen. MVP kann bei mehreren zellulären Prozessen eine Rolle spielen, indem es die MAP-Kinase-, JAK/STAT- und Phosphoinositid-3-Kinase/Akt-Signalwege reguliert. MVP reduziert die IFNG-vermittelte STAT1-Signalisierung und die anschließende Aktivierung von JAK. MVP reguliert die SRC-Aktivität und die Signalübertragung durch MAP-Kinasen herunter. MVP spielt auch eine Rolle bei der Multidrogenresistenz. Die Expression dieses Gens kann ein prognostischer Marker für verschiedene Krebsarten sein.101
MVP ist assoziiert mit

  • Konvulsionen, familiäre infantile, mit paroxysmaler Choreoathetose
  • therapiebedingte akute myeloische Leukämie
  • myelodysplastisches Syndrom

MVP ist ein Kandidatengen für AD(H)S.78

1.165. RPS20, Ribosomal Protein S20

Weitere Namen: US10; S20; Small Ribosomal Subunit Protein US10; 40S Ribosomal Protein S20

Ribosomen, die Organellen, die die Proteinsynthese katalysieren, bestehen aus einer kleinen 40S-Untereinheit und einer großen 60S-Untereinheit. Zusammen bestehen diese Untereinheiten aus 4 RNA-Arten und etwa 80 strukturell unterschiedlichen Proteinen.
Das ribosomale Protein RPS20 ist eine Komponente der 40S-Untereinheit. RPS20 gehört zur S10P-Familie der ribosomalen Proteine. Es befindet sich im Zytoplasma. Dieses Gen wird gemeinsam mit dem Gen für die kleine nukleolare RNA U54 transkribiert, das sich in seinem zweiten Intron befindet. Wie für Gene, die für ribosomale Proteine kodieren, typisch, gibt es mehrere prozessierte Pseudogene dieses Gens, die über das Genom verteilt sind.102
RPS20 ist assoziiert mit:

  • Diamond-Blackfan-Anämie
  • Familiärer Darmkrebs Typ X

RPS20 ist ein Kandidatengen für AD(H)S.78

1.166. RASGRP4, RAS Guanyl Releasing Protein 4

Weitere Namen: RAS Guanyl-Releasing Protein 4; Guanyl Nucleotide Releasing Protein 4

Das Protein RASGRP4 gehört zur Familie der Ras Guanin-Nukleotid-Austauschfaktoren, dem Ras Guanyl-Nukleotid-Releasing-Protein (RasGRP). Es enthält ein Ras-Austauschmotiv, eine Diacylglycerin-bindende Domäne und zwei Calcium-bindende EF-Hände. RASGRP4 aktiviert H-Ras in vitro auf kationenabhängige Weise. RASGRP4 fungiert als Kationen- und Diacylglycerin (DAG)-regulierter Nukleotidaustauschfaktor, der Ras durch den Austausch von gebundenem GDP gegen GTP aktiviert. RASGRP4 hat möglicherweise eine Funktion bei der Differenzierung von Mastzellen. Es wurde festgestellt, dass die Expression dieses Proteins in myeloischen Zelllinien mit einer erhöhten Konzentration des aktivierten RAS-Proteins korreliert und dass die RAS-Aktivierung durch eine Phorbolester-Behandlung stark verstärkt werden kann, was auf eine Rolle dieses Proteins in den durch Diacylglycerin regulierten Zellsignalwegen hindeutet. Untersuchungen an einer Mastzellleukämie-Zelllinie, die erhebliche Mengen an abnormalen Transkripten dieses Gens exprimiert, deuten darauf hin, dass dieses Gen in den letzten Stadien der Mastzellentwicklung eine wichtige Rolle spielen könnte. Für dieses Gen wurden mehrere Transkriptvarianten gefunden, die verschiedene Isoformen kodieren.103
RASGRP4 ist assoziiert mit

  • Mastzellenleukämie
  • Mastozytose

Paralog: RASGRP1

RASGRP4 ist ein Kandidatengen für AD(H)S.78

1.167. MAP1A, Microtubule-associated protein 1A

Weitere Namen: MAP1L; Microtubule-Associated Protein 1A; Proliferation-Related Protein P80; MAP-1A; EC 2.7.2.8; EC 6.3.4.5; MTAP1A

Das Protein MAP1A gehört zur Familie der Mikrotubuli assoziierten Proteine. MAP1A ist ein Strukturprotein, das an der filamentösen Querverbrückung zwischen Mikrotubuli und anderen Skelettelementen beteiligt ist. MAP1A ist ein Vorläuferpolypeptid, das vermutlich einer proteolytischen Verarbeitung unterzogen wird, um die endgültige schwere Kette von MAP1A und die leichte Kette von LC2 zu bilden. Die Expression dieses Gens findet fast ausschließlich im Gehirn statt. Untersuchungen des Gens für das Mikrotubuli-assoziierte Protein 1A der Ratte deuten auf eine Rolle bei frühen Ereignissen der Rückenmarksentwicklung hin.104
MAP1A ist assoziiert mit

  • Granulomatöse Krankheit, chronisch, autosomal rezessiv, 3
  • Woodhouse-Sakati-Syndrom

Paralog: MAP1B.

MAP1A ist ein Kandidatengen für AD(H)S.105

1.168. FBXO25, F-BOX ONLY PROTEIN 25

Weitere Namen: FBX25; F-Box Only Protein 25; F-Box Protein Fbx25

OMIM: FBXO25, F-BOX ONLY PROTEIN 25

FBXO25 ist Mitglied der F-Box-Proteinfamilie, die durch ein etwa 40 Aminosäuren umfassendes Motiv, die F-Box, gekennzeichnet ist. Die F-Box-Proteine bilden eine der vier Untereinheiten des Ubiquitin-Protein-Ligase-Komplexes, der SCF (SKP1-Cullin-F-Box) genannt wird und eine phosphorylierungsabhängige Ubiquitinierung bewirkt. Die F-Box-Proteine werden in 3 Klassen unterteilt: Fbws, die WD-40-Domänen enthalten, Fbls, die leucinreiche Wiederholungen enthalten, und Fbxs, die entweder verschiedene Protein-Protein-Interaktionsmodule oder keine erkennbaren Motive enthalten. Das von diesem Gen kodierte Protein gehört zu der Fbxs-Klasse. FBXO25 ist eine Substraterkennungskomponente des SCF (SKP1-CUL1-F-Box-Protein)-Typ E3-Ubiquitin-Ligase-Komplexes. FBXO25 spielt möglicherweise eine Rolle bei der Akkumulation des expandierten Polyglutamin (polyQ)-Proteins Huntingtin (HTT).106

Paralog: FBXO32

Eine Überexprimierung von FBXO25 könnte möglicherweise mit Hyperaktivität korrelieren.107

1.169. TRAPPC9, TRAFFICKING PROTEIN PARTICLE COMPLEX, SUBUNIT 9

Weitere Namen: NIBP; KIAA1882; IKBKBBP; TRS120; MRT13; T1; Trafficking Protein Particle Complex 9; NIK- And IKBKB-Binding Protein; Tularik Gene 1 Protein; TRAPP 120 KDa Subunit; NIK And IKK-Beta Binding Protein; IKK2 Binding Protein; Tularik Gene; IBP

OMIM: TRAPPC9, TRAFFICKING PROTEIN PARTICLE COMPLEX, SUBUNIT 9

Das Protein TRAPPC9 spielt wahrscheinlich eine Rolle bei der NF-kappa-B-Signalübertragung. Mutationen in diesem Gen wurden mit autosomal-rezessiver kognitiver Behinderung in Verbindung gebracht. TRAPPC9 fungiert als Aktivator von NF-kappa-B durch erhöhte Phosphorylierung des IKK-Komplexes. TRAPPC9 kann bei der Differenzierung neuronaler Zellen eine Rolle spielen. TRAPPC9 spielt möglicherweise eine Rolle beim vesikulären Transport vom endoplasmatischen Reticulum zum Golgi.108
TRAPPC9 ist assoziiert mit

  • Intellektuelle Entwicklungsstörung, autosomal rezessiv 13
  • Intellectual Disability-Obesity-Brain Malformations-Facial Dysmorphism Syndrome

TRAPPC9 ist ein Kandidatengen für AD(H)S.92

1.170. MEF2C, MADS BOX TRANSCRIPTION ENHANCER FACTOR 2, POLYPEPTIDE C

Weitere Namen: Myocyte Enhancer Factor 2C; Myocyte-Specific Enhancer Factor 2C; MADS Box Transcription Enhancer Factor 2, Polypeptide C; C5DELq14.3; DEL5q14.3; NEDHSIL

OMIM: MEF2C, MADS BOX TRANSCRIPTION ENHANCER FACTOR 2, POLYPEPTIDE C

Dieser Locus kodiert ein Mitglied der Familie der MADS-Box-Transkriptionsverstärker-Faktoren 2 (MEF2), die bei der Myogenese eine Rolle spielen. Das Protein MEF2C hat sowohl trans-aktivierende als auch DNA-bindende Aktivitäten. MEF2C könnte eine Rolle bei der Aufrechterhaltung des differenzierten Zustands von Muskelzellen spielen. Mutationen und Deletionen an diesem Locus wurden mit schweren kognitiven Behinderungen, stereotypen Bewegungen, Epilepsie und zerebralen Missbildungen in Verbindung gebracht. MEF2C ist ein Transkriptionsaktivator, der spezifisch an das MEF2-Element in den regulatorischen Regionen vieler muskelspezifischer Gene bindet. MEF2C kontrolliert die kardiale Morphogenese und Myogenese und ist an der Gefäßentwicklung beteiligt. MEF2C verstärkt die durch SOX18 vermittelte Transkriptionsaktivierung. MEF2C spielt eine wesentliche Rolle beim hippocampusabhängigen Lernen und Gedächtnis, indem es die Anzahl der erregenden Synapsen unterdrückt und so die basale und evozierte synaptische Übertragung reguliert. MEF2C ist entscheidend für die normale neuronale Entwicklung, Verteilung und elektrische Aktivität im Neokortex. MEF2C ist erforderlich für die ordnungsgemäße Entwicklung von Megakaryozyten und Blutplättchen sowie für die B-Lymphozytenbildung im Knochenmark. MEF2C ist erforderlich für das Überleben und die Vermehrung von B-Zellen als Reaktion auf BCR-Stimulation, effiziente IgG1-Antikörperreaktionen auf T-Zell-abhängige Antigene und für die normale Induktion von B-Zellen im Keimzentrum. MEF2C könnte auch an der Neurogenese und der Entwicklung der kortikalen Architektur beteiligt sein.109
MEF2C ist assoziiert mit

  • Neuroentwicklungsstörung mit Hypotonie, stereotypen Handbewegungen und beeinträchtigter Sprache
  • Autismus-Spektrum-Störung

Paralog: MEF2A

MEF2C ist ein Kandidatengen für AD(H)S.92

1.171. TNRC6B, TRINUCLEOTIDE REPEAT-CONTAINING GENE 6B

Weitere Namen: KIAA1093; Trinucleotide Repeat-Containing Gene 6B Protein; Trinucleotide Repeat Containing 6B; GDSBA

OMIM: TNRC6B, TRINUCLEOTIDE REPEAT-CONTAINING GENE 6B

Das Protein TNRC6B ermöglicht RNA-Bindungsaktivität. TNRC6B ist an der Regulierung der Genexpression beteiligt und vermutlich im Zytosol zu finden owie im P-Körper und im Nukleoplasma aktiv. TNRC6B spielt eine Rolle beim RNA-vermittelten Gen-Silencing sowohl durch micro-RNAs (miRNAs) als auch durch short interfering RNAs (siRNAs). TNRC6B ist für die miRNA-abhängige Translationsrepression und die siRNA-abhängige endonukleolytische Spaltung komplementärer mRNAs durch Proteine der Argonaute-Familie erforderlich. Als Gerüstprotein assoziiert es mit Argonaute-Proteinen, die an teilweise komplementäre mRNAs gebunden sind, und kann gleichzeitig CCR4-NOT- und PAN-Deadenylase-Komplexe rekrutieren.110
TNRC6B ist assoziiert mit

  • Globale Entwicklungsverzögerung mit Sprach- und Verhaltensanomalien
  • Nicht-spezifische syndromale intellektuelle Behinderung
  • subserösem Uterusmyom
  • Uterusmyom

Paralog: TNRC6A

TNRC6B ist ein Kandidatengen für AD(H)S.111

1.172. 22q11.2

Weitere Namen: DEL22Q11.2; Chromosome 22q11.2 Deletion Syndrome, Distal; C22DELq11.2; C22DDELS

DEL22Q11.2 (Chromosom 22q11.2 Deletionssyndrom, distal) ist ein genetischer Locus.112
DEL22Q11.2 ist assoziiert mit

  • Chromosom 22Q11.2 Deletionssyndrom, distal
  • Hornhautstaphylom.

Einzelpersonen mit 22q11.2 Deletions-Syndrom (DS) haben ein erhöhtes Risiko für komorbide psychische Störungen wie AD(H)S, Schizophrenie, Depression oder intellektueller Behinderung.113

1.173. EPHA5, EPH Rezeptor A5

Weitere Namen: TYRO4; EHK1; CEK7; HEK7; Ephrin Type-A Receptor 5; EPH Homology Kinase 1; Brain-Specific Kinase; EPH-Like Kinase 7; EC 2.7.10.1; EHK-1; Hek7; EK7; Epididymis Secretory Sperm Binding Protein; Tyrosine-Protein Kinase Receptor EHK-1; Receptor Protein-Tyrosine Kinase HEK7; EC 2.7.10; EphA5; BSK

EPHA5 gehört zur Unterfamilie der Ephrin-Rezeptoren der Protein-Tyrosin-Kinase-Familie. EPH und EPH-verwandte Rezeptoren sind an der Vermittlung von Entwicklungsereignissen, insbesondere im Nervensystem, beteiligt. Die Rezeptoren der EPH-Unterfamilie haben typischerweise eine einzige Kinasedomäne und eine extrazelluläre Region, die eine Cys-reiche Domäne und zwei Fibronektin-Typ-III-Wiederholungen enthält. Die Ephrin-Rezeptoren werden aufgrund der Ähnlichkeit ihrer extrazellulären Domänensequenzen und ihrer Affinitäten zur Bindung von Ephrin-A- und Ephrin-B-Liganden in zwei Gruppen unterteilt. EPHA5 ist eine Rezeptortyrosinkinase, die promiskuitiv GPI-verankerte Liganden der Ephrin-A-Familie bindet, die sich auf benachbarten Zellen befinden, was zu einer kontaktabhängigen bidirektionalen Signalübertragung in benachbarte Zellen führt. Der dem Rezeptor nachgeschaltete Signalweg wird als Forward Signaling bezeichnet, während der dem Ephrin-Liganden nachgeschaltete Signalweg als Reverse Signaling bezeichnet wird. Unter den GPI-verankerten Ephrin-A-Liganden ist EFNA5 höchstwahrscheinlich der kognitive/funktionelle Ligand für EPHA5. Es fungiert während der Entwicklung als Axonleitmolekül und ist möglicherweise an der Entwicklung der retinotektalen, entorhino-hippocampalen und hippocamposeptalen Bahnen beteiligt. Zusammen mit EFNA5 spielt es auch eine Rolle bei der synaptischen Plastizität im erwachsenen Gehirn durch Regulierung der Synaptogenese. Zusätzlich zu seiner Funktion im Nervensystem vermittelt die Interaktion von EPHA5 mit EFNA5 die Kommunikation zwischen Inselzellen der Bauchspeicheldrüse, um die glukosestimulierte Insulinsekretion zu regulieren.114
EPHA5 ist assoziiert mit

  • Leber Congenital Amaurosis 17
  • Lung Cancer Susceptibility 3

Paralog: EPHA3

Eine Studie fand EPHA5 (Variante rs4860671) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.174. RIMS1, Regulating Synaptic Membrane Exocytosis 1

Weitere Namen: RIM1; KIAA0340; RAB3IP2; RIM; Regulating Synaptic Membrane Exocytosis Protein 1; Rab-3-Interacting Protein 2; CORD7; Rab-3-Interacting Molecule 1; Rab3-Interacting Molecule 1; RAB3 Interacting Protein 2; RAB3-Interacting Protein 2; Rab3-Interacting Molecule 2; RIM 1

Das Protein RIMS1 ist ein Mitglied der RAS-Gen-Superfamilie, das die Exozytose synaptischer Vesikel reguliert. RIMS1 spielt auch eine Rolle als Gerüstprotein in der aktiven Zone bei der Regulierung von spannungsabhängigen Kalziumkanälen während der Freisetzung von Neurotransmittern und Insulin. Mutationen lassen auf eine kognitive Rolle schließen. RIMS1 ist wesentlich für die Aufrechterhaltung der normalen Wahrscheinlichkeit der Neurotransmitterfreisetzung und für die Regulierung der Freisetzung während kurzfristiger synaptischer Plastizität. RIMS1 spielt eine Rolle bei der Dendritenbildung durch Melanozyten.115
RIMS1 ist assoziiert mit

  • Cone-Rod Dystrophy 7
  • Gyrate Atrophy Of Choroid And Retina

Paralog: RIMS2.

Eine Studie fand RIMS1 (Variante rs4707940) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.175. NRG3, Neuregulin 3

Weitere Namen: Pro-Neuregulin-3, Membrane-Bound Isoform 3; Pro-NRG3; Neuregulin-3-Like Polypeptide; HRG3

NRG3 ist Mitglied der Neuregulin-Genfamilie. Diese Genfamilie kodiert Liganden für die Transmembran-Tyrosinkinase-Rezeptoren ERBB3 und ERBB4 - Mitglieder der Familie der epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptoren. Die Ligandenbindung aktiviert intrazelluläre Signalkaskaden und die Induktion zellulärer Reaktionen wie Proliferation, Migration, Differenzierung und Überleben oder Apoptose. NRG3 aktiviert die Tyrosinphosphorylierung seines kognitiven Rezeptors ERBB4 und beeinflusst vermutlich die Proliferation, Migration und Differenzierung von Neuroblasten, indem es über ERBB4 Signale vermittelt. Bindet nicht an den EGF-Rezeptor, die ERBB2- oder ERBB3-Rezeptoren. Könnte ein Überlebensfaktor für Oligodendrozyten sein. NRG3 fördert die Differenzierung der Brustdrüse während der Embryogenese. Kopplungsstudien haben ergeben, dass dieses Gen ein Anfälligkeitslokus für Schizophrenie und schizoaffektive Störungen ist.116
NRG3 ist assoziiert mit

  • Hirschsprung-Krankheit 1
  • schizoaffektive Störung
  • Schizophrenie

Paralog: NRG1

Eine Studie fand NRG3 (Variante rs12244269) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.176. TENM4, Teneurin Transmembrane Protein 4

Weitere Namen: Ten-M4; KIAA1302; TEN4; ODZ4; Protein Odd Oz/Ten-M Homolog 4; Tenascin-M4; Teneurin-4; Ten-4; TNM4; Odz, Odd Oz/Ten-M Homolog 4 (Drosophila); Odz, Odd Oz/Ten-M Homolog 4; Doc4; ETM5

Das Protein TENM4 spielt eine Rolle bei der Herstellung der richtigen neuronalen Konnektivität während der Entwicklung. TENM4 spielt eine Rolle bei der Ausbildung der anterior-posterioren Achse während der Gastrulation. TENM4 reguliert die Differenzierung und zelluläre Prozessbildung von Oligodendrozyten und die Myelinisierung von Axonen mit kleinem Durchmesser im ZNS. TENM4 fördert die Aktivierung der fokalen Adhäsionskinase und kann als zellulärer Signalübermittler fungieren.117
TENM4 ist assoziiert mit:

  • Tremor, Hereditary Essential, 5
  • Tremor

Paralog: TENM3

Eine Studie fand TENM4 (Variante rs1944959) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.178. MDGA2, MAM Domain Containing Glycosylphosphatidylinositol Anchor 2

Weitere Namen: MAMDC1; MAM Domain-Containing Glycosylphosphatidylinositol Anchor Protein 2; MAM Domain Containing 1; MAM Domain-Containing Protein 1; C14_5286

Das Protein MDGA2 ist vermutlich an Zell-Zell-Interaktionen beteiligt: an der Regulierung der Präsynapsenbildung, an der Regulierung der synaptischen Membranadhäsion und an der Differenzierung der Motoneuronen des Rückenmarks beteilgt. MDGA2 ist vermutlich stromaufwärts von oder innerhalb des Neuronenmigrations- und Musterspezifizierungsprozesses tätig und vermutlich in der extrazellulären Region und der Plasmamembran lokalisiert. MDGA2 ist wahrscheinlich in GABA-ergen Synapsen und glutamatergen Synapsen aktiv.118
MDGA2 ist assoziiert mit:

  • dependente Persönlichkeitsstörung
  • benigne Epilepsie mit zentrotemporalen Spikes

Paralog: MDGA1

Eine Studie fand MDGA2 (Variante rs12232114) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.179. RBFOX1, RNA Binding Fox-1 Homolog 1

Weitere Namen: HRNBP1; A2BP1; FOX-1; RNA Binding Protein, Fox-1 Homolog 1; Hexaribonucleotide-Binding Protein 1; RNA Binding Protein Fox-1 Homolog 1; Ataxin 2-Binding Protein 1; Fox-1 Homolog A; FOX1; RNA Binding Protein, Fox-1 Homolog (C. Elegans) 1; Hexaribonucleotide Binding Protein 1; Fox-1-Like RNA-Binding Protein 1; Ataxin-2-Binding Protein 1; 2BP1; A2BP

Die Fox-1-Familie von RNA-bindenden Proteinen ist evolutionär konserviert und reguliert das gewebespezifische alternative Spleißen in Metazoen von gewebespezifischen Exons und von differentiell gespleißten Exons während der Erythropoese. Fox-1 erkennt einen (U)GCAUG-Abschnitt in regulierten Exons oder in flankierenden Introns. Das Protein bindet an den C-Terminus von Ataxin-2. Ataxin-2 ist das Produkt des SCA2-Gens, das familiäre neurodegenerative Erkrankungen verursacht. Fox-1 und Ataxin-2 sind beide im trans-Golgi-Netzwerk lokalisiert.119
RBFOX1 ist assoziiert mit:

  • Benigne Epilepsie mit zentrotemporalen Spikes
  • Darmkrebs
  • spinozerebelläre Ataxie Typ 2 (SCA2)

Paralog: RBFOX2

Eine Studie fand RBFOX1 (Variante rs9935453) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.180. LIG4, DNA Ligase 4

Weitere Namen: Polydeoxyribonucleotide Synthase [ATP] 4; DNA Ligase IV; Ligase IV, DNA, ATP-Dependent; Polynucleotide Ligase; DNA Repair Enzyme; DNA Joinase; EC 6.5.1.1; Sealase; LIG4S

Das Protein LIG4 ist eine DNA-Ligase, die Einzelstrangbrüche in einem doppelsträngigen Polydeoxynukleotid in einer ATP-abhängigen Reaktion zusammenfügt. LIG4 ist wesentlich für die V(D)J-Rekombination und die Reparatur von DNA-Doppelstrangbrüchen (DSB) durch nicht-homologes Endjoining (NHEJ). Dieses Protein bildet einen Komplex mit dem X-ray repair cross complementing protein 4 (XRCC4) und interagiert mit der DNA-abhängigen Proteinkinase (DNA-PK). Sowohl XRCC4 als auch DNA-PK sind für NHEJ erforderlich.120
LIG4 ist assoziiert mit

  • Lig4-Syndrom
  • Multiples Myelom

Paralog: LIG3

Eine Studie fand LIG4 (Variante rs9514807) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.181. NEDD4L, NEDD4 Like E3 Ubiquitin Protein Ligase

Weitere Namen: KIAA0439; NEDD4-2; RSP5; Neural Precursor Cell Expressed, Developmentally Down-Regulated 4-Like, E3 Ubiquitin Protein Ligase; HECT-Type E3 Ubiquitin Transferase NED4L; E3 Ubiquitin-Protein Ligase NEDD4-Like; NEDD4.2; Neural Precursor Cell Expressed, Developmentally Down-Regulated 4-Like; Ubiquitin-Protein Ligase Rsp5; EC 2.3.2.26; EC 2.3.2.36; HNEDD4-2; EC 6.3.2; Nedd4-2; PVNH7; NEDL3

Das Protein NEDD4L ist Mitglied der Nedd4-Familie der HECT-Domäne-E3-Ubiquitin-Ligasen. E3-Ubiquitin-Ligasen mit HECT-Domäne übertragen Ubiquitin von E2-Ubiquitin-konjugierenden Enzymen auf Proteinsubstrate und richten so spezifische Proteine auf den lysosomalen Abbau aus. Das kodierte Protein vermittelt die Ubiquitinierung mehrerer Zielsubstrate und spielt eine entscheidende Rolle beim epithelialen Natriumtransport, indem es die Zelloberflächenexpression des epithelialen Natriumkanals (ENaC) reguliert. NEDD4L ist an der Regulierung verschiedener Signalwege wie Autophagie, angeborene Immunität oder DNA-Reparatur beteiligt. NEDD4L hemmt die TGF-beta-Signalisierung, indem es die Ubiquitinierung von SMAD2 und TGFBR1 und den proteasomabhängigen Abbau auslöst. NEDD4L reduziert die Autophagie und das Zellwachstum durch Ubiquitinierung und Verringerung der zellulären ULK1- oder ASCT2-Spiegel. NEDD4L spielt eine Rolle bei der Dendritenbildung von Melanozyten und bei der Regulierung der TOR-Signalisierung.121
NEDD4L ist assoziiert mit

  • Periventrikuläre Noduläre Heterotopie 7
  • Periventrikuläre Noduläre Heterotopie
  • essentielle Hypertonie

Paralog: NEDD4

Eine Studie fand NEDD4L (Variante rs1620068) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.182. BMP2, Bone Morphogenetic Protein 2

Weitere Namen: BMP2A; Bone Morphogenetic Protein 2A; SSFSC1; BMP-2A; SSFSC; BMP-2; BDA2

Das Protein BMP2 ist ein Wachstumsfaktor und sekretierter Ligand der TGF-beta (Transforming Growth Factor-beta) Superfamilie von Proteinen. Liganden dieser Familie binden verschiedene TGF-beta-Rezeptoren, was zur Rekrutierung und Aktivierung von Transkriptionsfaktoren der SMAD-Familie führt, die die Genexpression regulieren. Das kodierte Präprotein wird proteolytisch prozessiert, um die einzelnen Untereinheiten des Disulfid-verknüpften Homodimers zu bilden, das eine Rolle bei der Knochen- und Knorpelentwicklung spielt. Der Wachstumsfaktor BMP2 spielt spielt bei vielen Entwicklungsprozessen eine wesentliche Rolle, u. a. bei der Kardiogenese, Neurogenese und Osteogenese. BMP2 induziert die Knorpel- und Knochenbildung. BMP2 initiiert die kanonische BMP-Signalkaskade durch Assoziation mit dem Typ-I-Rezeptor BMPR1A und dem Typ-II-Rezeptor BMPR2. BMP2 kann auch über nicht-kanonische Signalwege wie die ERK/MAP-Kinase-Signalkaskade wirken, die die Osteoblastendifferenzierung reguliert. BMP2 stimuliert die Differenzierung von Myoblasten in Osteoblasten über den EIF2AK3-EIF2A-ATF4-Signalweg, indem es die EIF2A-Phosphorylierung stimuliert, die zu einer verstärkten Expression von ATF4 führt, das eine zentrale Rolle bei der Osteoblastendifferenzierung spielt.122
BMP2 ist assoziiert mit

  • Kleinwuchs
  • Gesichtsdysmorphismus
  • Skelettanomalien mit oder ohne kardiale Anomalien 1
  • Brachydaktylie, Typ A2

Paralog: BMP4

Eine Studie fand BMP2 (Variante rs952793) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.182. FAM19A4, TAFA4, TAFA Chemokine Like Family Member 4

Weitere Namen: TAFA-4; Family With Sequence Similarity 19 Member A4, C-C Motif Chemokine Like; Chemokine-Like Protein TAFA-4; Family With Sequence Similarity 19 (Chemokine (C-C Motif)-Like), Member A4

Das Protein TAFA4 gehört zur TAFA-Familie. Diese Proteine enthalten konservierte Cysteinreste an festen Positionen und sind entfernt verwandt mit MIP-1alpha, einem Mitglied der CC-Chemokinfamilie. Die TAFA-Proteine werden vorwiegend in bestimmten Regionen des Gehirns exprimiert und sollen als hirnspezifische Chemokine oder Neurokine fungieren, die als Regulatoren von Immun- und Nervenzellen wirken. TAFA4 moduliert verletzungsinduzierte und chemische Schmerzüberempfindlichkeit. TAFA4 kann Makrophagen chemoattraktiv machen, Phagozytose fördern und die ROS-Freisetzung erhöhen.123
TAFA4 ist assoziiert mit

  • Entzündliche Darmerkrankungen 9

Paralog: TAFA2

Eine Studie fand FAM19A4 (Variante rs9871910) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.183. ATXN8OS, ATXN8 Opposite Strand LncRNA

Weitere Namen: NCRNA00003; KLHL1AS; SCA8; ATXN8 Opposite Strand (Non-Protein Coding); Non-Protein Coding RNA 3; Spinocerebellar Ataxia 8; Kelch-Like 1 Antisense; Kelch-Like 1 Antisense (Drosophila); Ataxin 8 Opposite Strand; Putative Protein ATXN8OS; ATXN8 Opposite Strand; NONHSAG013730.2; HSALNG0097806; HSALNG0097807; ATXN8OS

ATXN8OS ist ein Antisense-Transkript zum KLHL1-Gen (Homolog zum Drosophila-KELCH-Gen); es scheint selbst nicht proteinkodierend zu sein. Eine TAC/TGC-Trinukleotid-Repeat-Expansion, die in dieses Gentranskript, aber nicht in das KLHL1-Transkript eingebaut ist, verursacht die spinozerebelläre Ataxie Typ 8. Vermutlich stört die Expansion die normale Antisense-Funktion dieses Transkripts.124
ATXN8OS ist assoziiert mit

  • spinozerebelläre Ataxie

Eine Studie fand ATXN8OS (Variante rs2498502) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.184. PPP1R26-AS1

Weitere Namen: PPP1R26 Antisense RNA 1; NONHSAG053763.2; HSALNG0075163; HSALNG0075157; PPP1R26-AS1

PPP1R26-AS1 ist ein RNA-Gen, das zur Klasse der lncRNA gehört.125

Eine Studie fand PPP1R26-AS1 (Variante rs895192) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.185. BCR, BCR Activator Of RhoGEF And GTPase

Weitere Namen: D22S662; D22S11; BCR1; CML; PHL; ALL; BCR, RhoGEF And GTPase Activating Protein; Breakpoint Cluster Region Protein; Renal Carcinoma Antigen NY-REN-26; Breakpoint Cluster Region; EC 2.7.11.1; BCR/FGFR1 Chimera Protein; FGFR1/BCR Chimera Protein

Das Protein BCR besitz eine einzigartige Struktur mit zwei entgegengesetzte regulatorische Aktivitäten gegenüber kleinen GTP-bindenden Proteinen:

  • Der C-Terminus ist eine GTPase-aktivierende Proteindomäne (GAP), die die GTP-Hydrolyse durch RAC1, RAC2 und CDC42 stimuliert. Es beschleunigt die intrinsische Rate der GTP-Hydrolyse von RAC1 oder CDC42, was zu einer Herunterregulierung der aktiven GTP-gebundenen Form führt. Die zentrale Dbl-Homologie (DH)-Domäne fungiert als Guanin-Nukleotid-Austauschfaktor (GEF), der die GTPasen CDC42, RHOA und RAC1 moduliert. BCR fördert die Umwandlung von CDC42, RHOA und RAC1 von der GDP-gebundenen in die GTP-gebundene Form.
  • Der Aminoterminus enthält eine intrinsische Kinaseaktivität. BCR funktioniert als wichtiger negativer Regulator der neuronalen RAC1-Aktivität, reguliert Makrophagenfunktionen wie CSF1-gesteuerte Motilität und Phagozytose durch die Modulation der RAC1-Aktivität, spielt eine wichtige Rolle als RHOA-GEF in Keratinozyten und ist an der Bildung fokaler Adhäsionen und der Keratinozytendifferenzierung beteiligt.

Durch eine reziproke Translokation zwischen den Chromosomen 22 und 9 entsteht das Philadelphia-Chromosom, das häufig bei Patienten mit chronischer myeloischer Leukämie gefunden wird. Der Bruchpunkt auf Chromosom 22 für diese Translokation befindet sich innerhalb des BCR-Gens. Die Translokation führt zur Bildung eines Fusionsproteins, das durch Sequenzen sowohl von BCR als auch von ABL, dem Gen am Bruchpunkt von Chromosom 9, kodiert wird. Die unregulierte Tyrosinkinase-Aktivität von BCR-ABL1 trägt zur Unsterblichkeit der leukämischen Zellen bei. Das BCR-Protein hat Serin/Threonin-Kinase-Aktivität und ist ein GTPase-aktivierendes Protein für p21rac und andere Kinasen.126
BCR ist assoziiert mit

  • Chronische Myeloische Leukämie
  • Chromosom 8P11 Myeloproliferatives Syndrom

Paralog: ABR

Eine Studie fand BCR (Variante rs140502) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.186. ZBTB7C, Zinc Finger And BTB Domain Containing 7C

Weitere Namen: ZNF857C; ZBTB36; Affected By Papillomavirus DNA Integration In ME180 Cells Protein 1; Zinc Finger And BTB Domain-Containing Protein 7C; Zinc Finger And BTB Domain-Containing Protein 36; Zinc Finger And BTB Domain Containing 36; Zinc Finger Protein 857C; APM-1; APM1; B230208J24Rik

Das Protein ZBTB7C soll DNA-bindende Transkriptionsfaktoraktivität, RNA-Polymerase II-spezifische und RNA-Polymerase II cis-regulatorische Region sequenzspezifische DNA-Bindungsaktivität ermöglichen. ZBTB7C ist an der negativen Regulierung der Proliferation von Zellpopulationen beteligt ud vermutlich im Zellkern lokalisiert. ZBTB7C könnte ein Tumorsuppressor-Gen sein.127
ZBTB7C ist assoziiert mit

  • L-2-Hydroxyglutarsäurestörung

Paralog: ZBTB16

Eine Studie fand ZBTB7C (Variante rs11662736) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.128

1.187. TSPAN11, Tetraspanin 11

Weitere Namen: Tetraspanin-11; Tspan-11; VSSW1971

Das Protein TSPAN11 ist wahrscheinlich an der Zellmigration beteiligt. Es wird als integraler Bestandteil der Membran und als integraler Bestandteil der Plasmamembran vermutet.129

Paralog: CD151

Eine Studie fand TSPAN11 (Variante rs11051194) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.188. GRIP1, Glutamate Receptor Interacting Protein 1

Weitere Namen: Glutamate Receptor-Interacting Protein 1; FRASRS3; GRIP-1; GRIP

GRIP1 ist ein Mitglied der Familie der Glutamatrezeptor-interagierenden Proteine. GRIP1 ist ein Gerüstprotein und bindet an eine Reihe von Transmembranproteinen. GRIP1 vermittelt deren Trafficking und Membranorganisation. GRIP1 spielt möglicherweise eine Rolle als lokalisiertes Gerüst für den Aufbau eines Multiprotein-Signalkomplexes und als Vermittler des Trafficking seiner Bindungspartner an spezifischen subzellulären Orten in Neuronen. Durch Komplexbildung mit NSG1, GRIA2 und STX12 steuert es das intrazelluläre Schicksal von AMPAR und die endosomale Sortierung der GRIA2-Untereinheit in Richtung Recycling und Membranausrichtung.130
GRIP1 ist assoziiert mit

  • Fraser-Syndrom 3
  • Fraser-Syndrom 1

Paralog: GRIP2

Eine Studie fand GRIP1 (Variante rs4913506) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.189. PRDM2, PR/SET Domain 2

Weitere Namen: MTB-ZF; KMT8; RIZ; Retinoblastoma Protein-Interacting Zinc Finger Protein; MTE-Binding Protein; HUMHOXY1; KMT8A; RIZ1; RIZ2; Retinoblastoma Protein-Binding Zinc Finger Protein; PR Domain Containing 2, With ZNF Domain 2; Zinc-Finger DNA-Binding Protein; PR Domain Zinc Finger Protein 2; PR Domain-Containing Protein 2; Lysine N-Methyltransferase 8; GATA-3 Binding Protein G3B; Zinc Finger Protein RIZ; PR Domain 2; GATA-3-Binding Protein G3B; EC 2.1.1.355

PRDM2 ist ein Tumorsuppressor-Gen und gehört zur Superfamilie der nuklearen Histon/Protein-Methyltransferasen. PRDM2 kodiert ein Zinkfingerprotein, das an das Retinoblastom-Protein, den Östrogenrezeptor und das TPA-responsive Element (MTE) des Hämoxygenase-1-Gens binden kann. PRDM2 könnte eine Rolle bei der Transkriptionsregulation während der neuronalen Differenzierung und der Pathogenese des Retinoblastoms spielen. PRDM2 könnte als Transkriptionsaktivator des Häm-Oxygenase-1-Gens fungieren. PRDM2 könnte ein spezifischer Effektor der Östrogenwirkung sein. PRDM2 ist eine S-Adenosyl-L-Methionin-abhängige Histon-Methyltransferase, die spezifisch ‘Lys-9’ von Histon H3 methyliert. PRDM2 kann als DNA-bindender Transkriptionsfaktor fungieren. PRDM2 bindet an das makrophagen-spezifische TPA-responsive Element (MTE) des HMOX1-Gens (Häm-Oxygenase 1) und kann als Transkriptionsaktivator dieses Gens wirken.131
PRDM2 ist assoziiert mit

  • Retinoblastom
  • Dyskeratosis Congenita, Autosomal Dominant 2

Paralog: ZNF287

Eine Studie fand PRDM2 (Variante rs7519796) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.190. LINC00609, Long Intergenic Non-Protein Coding RNA 609

Weitere Namen: NONHSAG014722.2; NONHSAG014716.2; HSALNG0100629; LINC00609

LINC00609 ist ein RNA-Gen, das zur Klasse der lncRNA gehört.132

Eine Studie fand LINC00609 (Variante rs1537424) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.191. NAV1, Neuron Navigator 1

Weitere Namen: POMFIL3; Steerin-1; KIAA1151; Pore Membrane And/Or Filament Interacting Like Protein 3; Unc-53 Homolog 1; DKFZp781D0314; FLJ12560; FLJ14203; MGC14961; STEERIN1; Pore Membrane And/Or Filament-Interacting-Like Protein; Neuron Navigator-1; KIAA1213; UNC53H1; Unc53H1

Das Proten NAV1gehört zur Familie der Neuronennavigatoren und wird vor allem im Nervensystem exprimiert. Das kodierte Protein enthält Coiled-Coil-Domänen und eine konservierte AAA-Domäne, die für ATPasen charakteristisch ist, die mit einer Vielzahl von zellulären Aktivitäten in Verbindung stehen. NAV1 ähnelt unc-53, einem Gen aus Caenorhabditis elegans, das an der Axonführung beteiligt ist. Es wird vermutet, dass NAV1 eine Rolle bei der neuronalen Entwicklung und Regeneration spielt.133
NAV1 ist assoziiert mit

  • Paramyotonia Congenita Of Von Eulenburg
  • Paroxysmale Extreme Pain Disorder

Paralog: NAV2

Eine Studie fand NAV1 (Variante rs2078097) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.195. GIMAP6, GTPase, IMAP Family Member 6

Weitere Namen: IAN6; Immune-Associated Nucleotide-Binding Protein 6; GTPase IMAP Family Member 6; FLJ22690; IAN-2; IAN-6; IAN2; Immunity-Associated Nucleotide 2 Protein; Immunity-Associated Nucleotide 6 Protein; Immune Associated Nucleotide 2; Immune Associated Nucleotide 6; HIAN2; HIAN6

Das Protein GIMAP6 ist ein Mitglied der Familie der GTPasen der immunitätsassoziierten Proteine (GIMAP). GIMAP-Proteine enthalten GTP-bindende und Coiled-Coil-Motive und spielen möglicherweise eine Rolle bei der Regulierung des Zellüberlebens.134
GIMAP6 ist assoziiert mit

  • Lymphopenie
  • Lungenkrebs

Paralog: GIMAP1

Eine Studie fand GIMAP6 (Variante rs1403220) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.196. LIG4, DNA Ligase 4

Weitere Namen: Polydeoxyribonucleotide Synthase [ATP] 4; DNA Ligase IV; Ligase IV, DNA, ATP-Dependent; Polynucleotide Ligase; DNA Repair Enzyme; DNA Joinase; EC 6.5.1.1 4; Sealase; LIG4S

Das Protein LIG4 ist eine DNA-Ligase, die Einzelstrangbrüche in einem doppelsträngigen Polydeoxynukleotid in einer ATP-abhängigen Reaktion zusammenfügt. LIG4 ist wesentlich für die V(D)J-Rekombination und die Reparatur von DNA-Doppelstrangbrüchen (DSB) durch nicht-homologes Endjoining (NHEJ). LIG4 bildet einen Komplex mit dem X-ray repair cross complementing protein 4 (XRCC4) und interagiert außerdem mit der DNA-abhängigen Proteinkinase (DNA-PK). Sowohl XRCC4 als auch DNA-PK sind für NHEJ erforderlich.120
LIG4 ist assoziiert mit

  • Lig4-Syndrom
  • Multiples Myelom

Paralog: LIG3

Eine Studie fand LIG4 (Variante rs9514807) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.199. CSMD1, CUB And Sushi Multiple Domains 1

Weitere Namen: KIAA1890; PPP1R24; Protein Phosphatase 1, Regulatory Subunit 24; CUB And Sushi Domain-Containing Protein 1; CUB And Sushi Multiple Domains Protein 1

Das Protein CSMD1 ist vermutlich mehreren Prozessen vorgeschaltet oder an ihnen beteiligt, z. B.

  • Lernen
  • Gedächtnis
  • Verzweigung der Brustdrüsen bei der Schwangerschaft
  • Entwicklung der Fortpflanzungsorgane
    CSMD1 ist assoziiert mit
  • Aceruloplasminämie
  • Schizophrenie

Paralog: CSMD2

UniProtKB/Swiss-Prot Zusammenfassung für CSMD1 Gen
Potenzieller Suppressor von Plattenepithelkarzinomen. ( CSMD1_HUMAN,Q96PZ7 )

Eine Studie fand CSMD1 (Variante rs6559123) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.202. MDGA2, MAM Domain Containing Glycosylphosphatidylinositol Anchor 2

Weitere Namen: MAMDC1; MAM Domain-Containing Glycosylphosphatidylinositol Anchor Protein 2; MAM Domain Containing 1; MAM Domain-Containing Protein 1; 14_5286

Das Protein MDGA2 ist wahrscheinlich beteiligt an der

  • Regulierung des Zusammenbaus von Präsynapsen
  • Regulierung der synaptischen Membranadhäsion
  • Differenzierung von Motoneuronen im Rückenmark.118
    MDGA2 ist vefmiutlich in der GABA-ergen Synapse und der glutamatergen Synapse aktiv.
    MDGA2 ist assoziiert mit
  • dependente Persönlichkeitsstörung
  • benigne Epilepsie mit zentrotemporalen Spikes

Paralog: MDGA1

Eine Studie fand MDGA2 (Variante rs12232114) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.203. TBX3, T-Box Transcription Factor 3

Weitere Namen: TBX3-ISO; XHL; T-Box Transcription Factor TBX3; T-Box Protein 3; T-Box 3; UMS; Bladder Cancer Related Protein XHL; Ulnar Mammary Syndrome

Das Protein TBX3 gehört zu einer phylogenetisch konservierten Familie von Genen, die eine gemeinsame DNA-Bindungsdomäne, die T-Box, aufweisen. T-Box-Gene kodieren Transkriptionsfaktoren, die an der Regulierung von Entwicklungsprozessen beteiligt sind. TBX3 ist ein Transkriptionsrepressor und spielt vermutlich eine Rolle bei der anterioren/posterioren Achse der Vordergliedmaßen von Tetrapoden. TBX3 wird zusammen mit TBX2 benötigt, um die Zellproliferation im embryonalen Lungenmesenchym aufrechtzuerhalten.135
TBX3 ist assoziiert mit

  • Ulnar-Mammary-Syndrom
    • beeinträchtigte Entwicklung von Gliedmaßen, apokrinen Drüsen, Zähnen, Haaren und Genitalien
  • Holt-Oram-Syndrom

Paralog: TBX2

Eine Studie fand TBX3 (Variante rs4534630) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.206. FSCB, Fibrous Sheath CABYR Binding Protein

Weitere Namen: C14orf155; Fibrous Sheath CABYR-Binding Protein; DKFZP434F1017; Chromosome 14 Open Reading Frame 155

Das Protein FSCB aktiviert die Kalziumionenbindung und ist wahrscheinlich an der negativen Regulierung der Proteinsumoylierung beteiligt. FSCB ist möglicherweise an den späteren Stadien der Biogenese der fibrösen Hülle und der Spermatozoen-Kapazitation beteiligt. FSCB hemmt die SUMOylierung von ROPN1 und ROPN1L.136
FSCB ist assoziiert mit

  • Transient Tic Disorder
  • Cataract 8, Multiple Types

Eine Studie fand FSCB (Variante rs1957260) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.207. GAN, Gigaxonin

Weitere Namen: KLHL16; GAN1; GIG; Kelch-Like Family Member 16; Kelch-Like Protein 16; Epididymis Secretory Sperm Binding Protein; Giant Axonal Neuropathy (Gigaxonin)

Das Protein GAN ist ein Mitglied der zytoskelettalen BTB/kelch (Broad-Complex, Tramtrack und Bric a brac) Repeat-Familie. GAN spielt eine Rolle in der Neurofilament-Architektur und ist an der Vermittlung der Ubiquitinierung und des Abbaus einiger Proteine beteiligt. GAN kontrolliert den Abbau von TBCB, MAP1B und MAP1S und ist entscheidend für die Aufrechterhaltung und das Überleben von Neuronen.137
GAN ist assoziiert mit

  • Giant Axonal Neuropathy 1, Autosomal Recessive
  • Axonal Neuropathy

Paralog: KLHL2

Eine Studie fand GAN (Variante rs3809632 sowie Variante rs9926795) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.208. FSIP2, Fibrous Sheath Interacting Protein 2

Weitere Namen: Fibrous Sheath-Interacting Protein 2; FLJ34780; SPGF34

Das Protein FSIP2 ist mit der fibrösen Hülle der Spermien assoziiert und spielt eine Rolle in der Spermatogenese. Gene, die für die meisten mit der Faserscheide assoziierten Proteine kodieren, werden nur während der postmeiotischen Periode der Spermatogenese transkribiert. FSIP2 ist spezifisch für die spermatogenen Zellen.138
FSIP2 ist assoziiert mit

  • Keimzelltumoren im Hoden
  • Spermatogenic Failure 34
  • Non-Syndromic Male Infertility Due To Sperm Motility Disorder.

Eine Studie fand FSIP2 (Variante rs12998684) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.209. LPAR1, Lysophosphatidic Acid Receptor 1

Weitere Namen: LPA1; Rec.1.3; Mrec1.3; Gpcr26; Edg-2; Vzg-1; EDG2; Endothelial Differentiation, Lysophosphatidic Acid G-Protein-Coupled Receptor, 2; Lysophosphatidic Acid Receptor Edg-2; LPA Receptor 1; LPA-1; Ventricular Zone Gene 1; VZG1

LPAR1 ist ein integrales Membranprotein. LPAR1 ist erforderlich für die normale Entwicklung des Gehirns. LPAR1 ist erforderlich für die normale Proliferation, das Überleben und die Reifung von neu gebildeten Neuronen im Gyrus dentatus bei Erwachsenen. LPAR1 spielt eine Rolle bei der Schmerzwahrnehmung und bei der Auslösung neuropathischer Schmerzen.
LPAR1 ist ein Lysophosphatidsäure (LPA)-Rezeptor aus einer Gruppe, die als EDG-Rezeptoren bekannt ist. Diese Rezeptoren sind Mitglieder der Superfamilie der G-Protein-gekoppelten Rezeptoren. EDG-Rezeptoren werden von LPA für die Zellsignalisierung genutzt und vermitteln verschiedene biologische Funktionen, darunter Proliferation, Thrombozytenaggregation, Kontraktion der glatten Muskulatur, Hemmung der Differenzierung von Neuroblastomzellen, Chemotaxis und Tumorzellinvasion. LPAR1 aktiviert RALA; dies führt zur Aktivierung von Phospholipase C (PLC) und zur Bildung von Inositol-1,4,5-Trisphosphat. LPAR1 fördert die Rho-abhängige Reorganisation des Aktin-Zytoskeletts in neuronalen Zellen und die Neuriten-Retraktion. LPAR1 spielt über seine Interaktion mit CD14 eine Rolle bei der Auslösung von Entzündungen als Reaktion auf bakterielles Lipopolysaccharid (LPS).139
LPAR1 ist assoziiert mit

  • Lungenfibrose
  • Keuchhusten (Pertussis)

Paralog: LPAR2

Eine Studie fand LPAR1 (Variante rs9919025) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.211. NXPE2, Neurexophilin And PC-Esterase Domain Family Member 2

Weitere Namen: FAM55B; Family With Sequence Similarity 55, Member B; NXPE Family Member 2; Protein FAM55B; FLJ25224; Neurexophilin And PC-Esterase Domain Family, Member 2

Das Protein NXPE2 ist wahrscheinlich ein integraler Bestandteil der Membran.140

Paralog: NXPE1

Eine Studie fand NXPE2 (Variante rs4938140) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.214. WNK1, WNK Lysine Deficient Protein Kinase 1

Weitere Namen: PPP1R167; PRKWNK1; HSAN2; HSN2; Protein Phosphatase 1, Regulatory Subunit 167; Serine/Threonine-Protein Kinase WNK1; Protein Kinase With No Lysine 1; Erythrocyte 65 KDa Protein; EC 2.7.11.1; KDP; P65; Prostate-Derived Sterile 20-Like Kinase; Hereditary Sensory Neuropathy, Type II; Serine/Threonine-Protein Kinase WNK1 1; Serine/Threonine-Protein Kinase WNK1 2; Protein Kinase, Lysine Deficient 1; Protein Kinase Lysine-Deficient 1; Kinase Deficient Protein; EC 2.7.11; KIAA0344; HWNK1; PSK

Das Protein WNK1 ist Mitglied der WNK-Unterfamilie der Serin/Threonin-Proteinkinasen. WNK1 ist möglicherweise ein wichtiger Regulator des Blutdrucks, indem es den Transport von Natrium- und Chloridionen kontrolliert. WNK1 spielt eine wichtige Rolle bei der Regulierung der Elektrolyt-Homöostase, der Zellsignalisierung, des Überlebens und der Proliferation. WNK1 wirkt als Aktivator und Inhibitor von Natrium-gekoppelten Chlorid-Cotransportern bzw. Kalium-gekoppelten Chlorid-Cotransportern. WNK1 aktiviert SCNN1A, SCNN1B, SCNN1D und SGK1. WNK1 steuert den Natrium- und Chlorid-Ionentransport durch Hemmung der Aktivität von WNK4, entweder durch Phosphorylierung der Kinase oder über eine Wechselwirkung zwischen WNK4 und der autoinhibitorischen Domäne von WNK1. WNK4 reguliert die Aktivität des thiazidempfindlichen Na-Cl-Cotransporters SLC12A3 durch Phosphorylierung. WNK1 spielt möglicherweise auch eine Rolle bei der Reorganisation des Aktin-Zytoskeletts. WNK1 phosphoryliert NEDD4L. WNK1 wirkt als Gerüst zur Hemmung von SLC4A4, SLC26A6 sowie der CFTR-Aktivitäten und Oberflächenexpression. WNK1 rekrutiert STK39, das die Hemmung vermittelt.
Isoform 3 ist ein dominant-negativer Regulator der längeren Isoform 1. Isoform 3 hat keine Kinaseaktivität, hemmt nicht direkt WNK4 und hat keine direkte Wirkung auf den Natrium- und Chlorid-Ionentransport. Isoform 3 reguliert die Aktivität des Natrium-Chlorid-Cotransporters indirekt, indem es die Isoform 1 hemmt, mit der Isoform 1 assoziiert und deren Kinaseaktivität abschwächt. In der Niere spielt Isoform 3 möglicherweise eine wichtige Rolle bei der Regulierung des Natrium- und Kaliumhaushalts.141
WNK1 ist assoziiert mit

  • Neuropathie, Hereditäre sensorische und autonome, Typ Iia
  • Pseudohypoaldosteronismus, Typ Iic

Paralog: WNK2

Eine Studie fand WNK1 (Variante rs7295704) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.197. LOC101927967, Uncharacterized LOC101927967

Weitere Namen: AITD3; TGN; Tg

Das Protein Thyreoglobulin (Tg) ist ein Glykoprotein-Homodimer, das vor allem von der Schilddrüse produziert wird. Es dient als Substrat für die Synthese von Thyroxin und Trijodthyronin sowie für die Speicherung der inaktiven Formen des Schilddrüsenhormons und des Jods. Thyreoglobulin wird aus dem endoplasmatischen Retikulum zum Ort der Jodierung und der anschließenden Thyroxinbiosynthese im Follikellumen sezerniert. TG wirkt als Substrat für die Produktion der jodierten Schilddrüsenhormone Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3). Die Synthese von T3 und T4 beinhaltet die Jodierung ausgewählter Tyrosinreste von TG/Thyroglobulin, gefolgt von ihrer oxidativen Kopplung im Lumen des Schilddrüsenfollikels. Nach der Reinternalisierung von TG und der lysosomal vermittelten Proteolyse werden T3 und T4 aus dem Polypeptidgerüst freigesetzt, was zu ihrer Sekretion in den Blutkreislauf führt. Ein Dimer erzeugt 7 Schilddrüsenhormonmoleküle.142
TG ist assoziiert mit

  • Schilddrüsen-Dyshormonogenese 3
  • autoimmune Schilddrüsenerkrankung 3
  • Anfälligkeit für Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse (AITD) wie Morbus Basedow und Hashimoto-Thyreoiditis

Paralog: BCHE

Eine Studie fand TG (Variante rs61744749) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.219. MEP1A, Meprin A Subunit Alpha

Weitere Namen: PABA Peptide Hydrolase; PPHA; N-Benzoyl-L-Tyrosyl-P-Amino-Benzoic Acid Hydrolase Subunit Alpha; Meprin A, Alpha (PABA Peptide Hydrolase); Endopeptidase-2; EC 3.4.24.18; PPH Alpha; BA268F1.1 (Meprin A Alpha (PABA Peptide Hydrolase)); EC 3.4.24

Das Protein MEP1A ermöglicht wahrscheinlich Metalloendopeptidase-Aktivität. MEP1A ist wahrscheinlich an der Proteolyse beteiligt. MEP1A befindet sich im extrazellulären Exosom und ist Teil des Meprin-A-Komplexes.
MEP1A ist assoziiert mit

  • Colorado-Zeckenfieber
  • Anisakiasis

Paralog: MEP1B

Eine Studie fand MEP1A (Variante rs7760667) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.220. ZMYM4, Zinc Finger MYM-Type Containing 4

Weiter Namen: Zinc Finger Protein 262; KIAA0425; ZNF198L3; ZNF262; MYM; Zinc Finger MYM-Type Protein 4; Cell Death Inhibiting RNA; Zinc Finger, MYM-Type 4; CDIR

Das Protein ZMYM4 ermöglicht wahrscheinlich eine DNA-Bindungsaktivität. ZMYM4 ist an der Organisation des Zytoskeletts und der Regulierung der Zellmorphogenese beteiligt.143

Paralog: ZMYM6.

Eine Studie fand ZMYM4 (Variante rs3768336) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.221. DIAPH3, Diaphanous Related Formin 3

Weitere Namen: DRF3; NSDAN; AN; Protein Diaphanous Homolog 3; FLJ34705; AUNA1; MDia2; Auditory Neuropathy, Autosomal Dominant; Diaphanous (Drosophila, Homolog) 3; Diaphanous Homolog 3 (Drosophila); Diaphanous-Related Formin-3; Diaphanous Homolog 3; Diap3; DIAP3; DIA2

Das Protein DIAPH3 ist Mitglied der diaphanen Unterfamilie der Forminfamilie. Mitglieder dieser Familie sind am Aktin-Umbau beteiligt und regulieren die Zellbewegung und -adhäsion. DIAPH3 ist ein Aktin-Nukleations- und Elongationsfaktor, der für den Aufbau von F-Aktin-Strukturen, wie Aktin-Kabeln und Stressfasern, erforderlich ist. DIAPH3 ist erforderlich für die Zytokinese, die Bildung von Stressfasern und die transkriptionelle Aktivierung des Serum-Response-Faktors. DIAPH3 bindet an die GTP-gebundene Form von Rho und an Profilin. DIAPH3 wirkt in einer Rho-abhängigen Weise, um Profilin an die Membran zu rekrutieren, wo es die Aktinpolymerisation fördert. DFR-Proteine koppeln Rho und Src-Tyrosinkinase während der Signalübertragung und der Regulierung der Aktindynamik. DIAPH3 wirkt auch als Aktin-Nukleations- und Elongationsfaktor im Zellkern, indem es die nukleäre Aktinpolymerisation im Zellkern fördert, um die Serum-abhängige SRF-MRTFA-Aktivität anzutreiben.144
DIAPH3 ist assoziiert mit

  • Auditory Neuropathy, Autosomal Dominant 1
  • Autosomal Dominant Non-Syndromic Sensorineural Deafness Type Dfna

Paralog: DIAPH2

Eine Studie fand DIAPH3 (Variante rs2321867) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.222. SP140L, SP140 Nuclear Body Protein Like

Weitere Namen: Nuclear Body Protein SP140-Like Protein; SP140 Nuclear Body Protein-Like; SP140L-1 Protein; SP140L-2 Protein; SP140L-3 Protein

Das Protein SP140L ermöglicht wahrscheinlich eine DNA-bindende Transkriptionsfaktor-Aktivität, die spezifisch für RNA-Polymerase II ist. SP140L ist vermutlich an der Regulierung der Transkription durch RNA-Polymerase II beteiligt. SP140L findet sich wahrscheinlich im Kernkörper und ist voraussichtlich aktiv im Kern.

Paralog: SP140

Eine Studie fand SP140L (Variante rs11688362 und Variante rs6732684) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.223. FAM120A, Family With Sequence Similarity 120A

Weiter Namen: OSSA; KIAA0183; C9orf10; Constitutive Coactivator Of PPAR-Gamma-Like Protein 1; Oxidative Stress-Associated Src Activator; Oxidative Stess-Associated Src Activator; Chromosome 9 Open Reading Frame 10; Protein FAM120A; HBVPTPAP

Das Protein FAM120A ermöglicht RNA-Bindungsaktivität. FAM120A findet sich im Zytosol. FAM120A scheint am mRNA-Transport im Zytoplasma beteiligt zu sein. FAM120A ist eine kritische Komponente der durch oxidativen Stress induzierten Überlebenssignale. FAM120A aktiviert Kinasen der src-Familie und fungiert als Gerüstprotein, das es den Kinasen der src-Familie ermöglicht, PI3-Kinase zu phosphorylieren und zu aktivieren. FAM120A bindet RNA und fördert die Sekretion von IGF-II.145
FAM120A ist assoziiert mit Magenkrebs, indem es das Überleben von Krebszellen in Umgebungen mit verschiedenen oxidativen Belastungen unterstützt.
Paralog; FAM120C

Eine Studie fand FAM120A (Variante rs1556416) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.227. CTNNA3, Catenin Alpha 3

Weitere Namen: VR22; Catenin (Cadherin-Associated Protein), Alpha 3; Alpha-T-Catenin; Catenin Alpha-3; MGC26194; Cadherin-Associated Protein; Alpha-Catenin-Like Protein; Alpha T-Catenin; ARVD13

Das ProteDieses Gen kodiert ein Protein, das zur Vinculin/alpha-Catenin-Familie gehört. CTNNA3 spielt eine Rolle bei der Zell-Zell-Adhäsion in Muskelzellen. Kann an der Bildung von dehnungsresistenten Zell-Zell-Adhäsionskomplexen beteiligt sein.146
CTNNA3 ist assoziiert mit

  • arrhythmogener rechtsventrikulärer Dysplasie, familiär 13
  • Familiäre isolierte arrhythmogene ventrikuläre Dysplasie, biventrikuläre Form

Paralog: CTNNA1

UniProtKB/Swiss-Prot Zusammenfassung für CTNNA3 Gen
Kann an der Bildung von dehnungsresistenten Zell-Zell-Adhäsionskomplexen beteiligt sein. ( CTNA3_HUMAN,Q9UI47 )

Eine Studie fand CTNNA3 (Variante rs7094454) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.228. SULT6B1, Sulfotransferase Family 6B Member 1

Weitere Namen: Sulfotransferase Family, Cytosolic, 6B, Member 1; Thyroxine Sulfotransferase; Sulfotransferase 6B1; ST6B1; Sulfotransferase SULT6B1; EC 2.8.2.N2

Das Protein SULT6B1 ermöglicht wahrscheinlich Sulfotransferase-Aktivität. SULT6B1 ist voraussichtlich an der Sulfatierung beteiligt und dürfte im Zytosol angesiedelt und
im Zytoplasma aktiv sein. Die Sulfotransferase SULT6B1 nutzt die 3’-Phospho-5’-Adenylylsulfat (PAPS) als Sulfonatdonor, um die Sulfatkonjugation von Thyroxin zu katalysieren. Beteiligt am Stoffwechsel von Thyroxin.
SULT6B1 ist assoziiert mit

  • partielle motorische Epilepsie

Paralog: SULT1C2

Eine Studie fand SULT6B1 (Variante rs4670667) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

Sulfotransferasen sind auch am Abbau von Dopamin beteiligt. Siehe hierzu im Beitrag Dopaminabbau: Sulfatierung durch Sulfotransferasen
Inwieweit SULT6B1 in den Dopaminabbau involviert ist, ist uns nicht bekannt.

1.235. IPO8, Importin 8

Weitere Namen: RANBP8; RAN Binding Protein 8; Ran-Binding Protein 8; Importin-8; IMP8; Imp8; RanBP8; VISS

IPO8 ist ein Protein. Der Importin-alpha/beta-Komplex und die GTPase Ran vermitteln den Kernimport von Proteinen mit einem klassischen Kernlokalisierungssignal. IPO8 gehört zu einer Klasse von etwa 20 potenziellen Ran-Targets, die ein Sequenzmotiv mit der Ran-Bindungsstelle von Importin-beta teilen. IPO8 bindet an den Kernporenkomplex und hemmt zusammen mit RanGTP und RANBP1 die GAP-Stimulation der Ran-GTPase. IPO8 ist am Kernproteinimport beteiligt, entweder als autonomer Kerntransportrezeptor oder als adapterähnliches Protein in Verbindung mit der Importin-beta-Untereinheit KPNB1. IPO8 wirkt autonom, kann als Rezeptor für nukleare Lokalisierungssignale (NLS) dienen und fördert die Translokation von Importsubstraten durch den Kernporenkomplex (NPC) durch einen energieaufwendigen, Ran-abhängigen Mechanismus. An der nukleoplasmatischen Seite des NPC bindet Ran an Importin, der Importin/Substrat-Komplex dissoziiert und Importin wird aus dem Kern in das Zytoplasma reexportiert, wo die GTP-Hydrolyse Ran freisetzt.147
IPO8 ist assoziiert mit

  • Viss-Syndrom
  • Aortenaneurysma

Paralog: IPO7
Eine Studie fand IPO8 (Variante rs16906369) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.236. TBC1D13, TBC1 Domain Family Member 13 2 3 4 5

Weitere Namen: FLJ10743; Epididymis Secretory Sperm Binding Protein; TBC1 Domain Family, Member 13

Das Protein TBC1D13 aktiviert wahrscheinlich die GTPase-Aktivität für RAB35. WTBC1D13 ist vermutlich an der Aktivierung der GTPase-Aktivität und am intrazellulären Proteintransport beteiligt und dürfte im Zytosol und in der Membran zu finden sein. TBC1D13 könnte zusammen mit RAB35 an der Regulation der Insulin-induzierten Glukosetransporter SLC2A4/GLUT4-Translokation zur Plasmamembran in Adipozyten beteiligt sein.148
TBC1D13 ist assoziiert mit

  • Apokrines Karzinom der Brust

Paralog: TBC1D16
Eine Studie fand TBC1D13 (Variante rs12235388) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.240. PCSK6, Proprotein Convertase Subtilisin/Kexin Type 6

Weitere Namen: SPC4; Subtilisin-Like Proprotein Convertase 4; Subtilisin/Kexin-Like Protease PACE4; PACE4; Paired Basic Amino Acid Cleaving System 4; Paired Basic Amino Acid Cleaving Enzyme 4; Subtilisin-Like Protease; EC 3.4.21.75’); EC 3.4.21.75; EC 3.4.21.61; EC 3.4.21.-; EC 3.4.21

Das Protein PCSK6 ist Mitglied der Familie der Subtilisin-ähnlichen Proproteinkonvertasen, zu der Proteasen gehören, die Protein- und Peptidvorstufen verarbeiten, die durch regulierte oder konstitutive Zweige des sekretorischen Weges transportiert werden. PCSK6 durchläuft eine erste autokatalytische Verarbeitung im ER, um ein Heterodimer zu erzeugen, das das ER verlässt und sich im trans-Golgi-Netzwerk ansiedelt, wo ein zweites autokatalytisches Ereignis stattfindet und die katalytische Aktivität erworben wird. Die kodierte Protease wird konstitutiv in die extrazelluläre Matrix sezerniert und in vielen Geweben exprimiert, unter anderem in neuroendokrinen Organen, der Leber, dem Darm und dem Gehirn. PCSK6 ist eines der sieben basischen aminosäurespezifischen Mitglieder, die ihre Substrate an einzelnen oder gepaarten basischen Resten spalten. Einige seiner Substrate sind mit dem transformierenden Wachstumsfaktor beta verwandte Proteine, Proalbumin und der von Willebrand-Faktor. Es wird angenommen, dass PCSK6 eine Rolle bei der Tumorprogression und der Links-Rechts-Musterung spielt.
PCSK6 ist assoziiert mit

  • Anthrax-Krankheit
  • Melonen-Allergie

Paralog: PCSK5

Eine Studie fand PCSK6 (Variante rs2020951) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.241. DSC3, Desmocollin 3

Weitere Namen: CDHF3; DSC1; DSC2; DSC4; DSC; Cadherin Family Member 3; Desmocollin-3; Desmocollin-4; HT-CP

DSC3 ist ein kalziumabhängiges Glykoprotein, das zur Unterfamilie der Desmocolline der Cadherin-Superfamilie gehört. Diese Mitglieder der Desmosomen-Familie kommen zusammen mit den Desmogleinen vor allem in Epithelzellen vor, wo sie die adhäsiven Proteine der desmosomalen Zell-Zell-Verbindung bilden und für die Zelladhäsion und Desmosomenbildung erforderlich sind. Die Mitglieder der Desmosomenfamilie sind in zwei Clustern auf Chromosom 18 angeordnet, die zusammen weniger als 650 kb einnehmen.149
DSC3 ist assoziiert mit

  • Hypotrichose
  • rezidivierende Hautbläschen
  • Pemphigus
  • Biomarker für einige Krebsarten

Paralog: DSC2

UniProtKB/Swiss-Prot Zusammenfassung für DSC3 Gen
Komponente der interzellulären Desmosomenverbindungen. Beteiligt sich an der Interaktion von Plaque-Proteinen und Intermediärfilamenten, die die Zell-Zell-Adhäsion vermitteln. Kann zur epidermalen Zellpositionierung (Stratifizierung) beitragen, indem es die unterschiedliche Adhäsion zwischen Zellen vermittelt, die unterschiedliche Isoformen exprimieren. ( DSC3_HUMAN,Q14574 )

Gen-Wiki-Eintrag für DSC3-Gen

Eine Studie fand DSC3 (Variante rs2729396) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.243. EPHA6, EPH Receptor A6

Weitere Namen: Ephrin Type-A Receptor 6; EPH Homology Kinase 2; EPH-Like Kinase 12; EC 2.7.10.1; FLJ35246; EHK-2; HEK12; EHK2; EK12; Ephrin Receptor EphA6; EC 2.7.10; PRO57066; EPA6

Das Protein EPHA6 ermöglicht wahrscheinlich Transmembran-Ephrin-Rezeptor-Aktivität. EPHA6 ist vemutlich an der Axonführung, an der positiven Regulierung der Kinaseaktivität und am Transmembran-Rezeptor-Protein-Tyrosin-Kinase-Signalweg beteiligt. EPHA6 befindet sich im Nukleoplasma. EPHA6 ist eine Rezeptortyrosinkinase, die promiskuitiv GPI-verankerte Liganden der Ephrin-A-Familie bindet, die sich auf benachbarten Zellen befinden, was zu einer kontaktabhängigen bidirektionalen Signalübertragung in benachbarte Zellen führt. Der dem Rezeptor nachgeschaltete Signalweg wird als Vorwärtssignalisierung bezeichnet, während der dem Ephrin-Liganden nachgeschaltete Signalweg als Rückwärtssignalisierung bezeichnet wird. Eph-Rezeptoren sind die größte Familie der Rezeptortyrosinkinasen (RTKs) und werden in zwei Unterklassen, EphA und EphB, unterteilt. Ursprünglich wurden Eph-Rezeptoren als Vermittler der Axonsteuerung identifiziert und sind an vielen Prozessen beteiligt, insbesondere an der Krebsentwicklung und -progression.150
EPHA6 ist assoziiert mit

  • okuloaurikuläres Syndrom

Paralog: EPHA3

Eine Studie fand EPHA6 (Variante rs2053246) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.244. PLXNC1, Plexin C1

Weitere Namen: VESPR; CD232; Virus-Encoded Semaphorin Protein Receptor; Plexin-C1; Receptor For Virally-Encoded Semaphorin; Receptor For Viral Semaphorin Protein; Plexin (Semaphorin Receptor); CD232 Antigen; PLXN-C1

Das Protein PLXNC1 ist Mitglied der Plexinfamilie. Plexine sind Transmembranrezeptoren für Semaphorine, eine große Familie von Proteinen, die die Axonführung, Zellmotilität und -migration sowie die Immunantwort regulieren. PLXNC1 ist Rezeptor für SEMA7A, für Pocken-Semaphorin A39R, Vaccinia-Virus-Semaphorin A39R und für Herpesvirus-Sema-Protein. Die Bindung von Semaphorinen löst zelluläre Reaktionen aus, die zur Umstrukturierung des Zytoskeletts und zur Sekretion von IL6 und IL8 führen. PLXNC1 und sein Ligand regulieren die Melanozytenadhäsion, und virale Semaphorine können die Immunantwort durch Bindung an diesen Rezeptor modulieren. PLXNC1 könnte ein Tumorsuppressorprotein für Melanome sein.151
PLXNC1 ist assoziiert mit:

  • Polyzystische Nierenerkrankung 4 mit oder ohne polyzystische Lebererkrankung
  • Pocken

Paralog: PLXND1

Eine Studie fand PLXNC1 (Variante rs10859690) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.245. FSTL5, Follistatin Like 5

Weitere Namen: KIAA1263; Follistatin-Related Protein 5; Follistatin-Like Protein 5; DKFZp566D234; Follistatin-Like 5

Das Protein FSTL5 aktiviert vermutlich die Bindung von Kalziumionen. FSTL5 dürfte an der Zelldifferenzierung beteiligt sein und sich in der extrazellulären Region befinden.152
FSTL5 ist assoziiert mit

  • Klumpfuß
  • Medulloblastom

Paralog: FSTL4

Eine Studie fand FSTL5 (Variante rs17504151) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.246. CYFIP1, Cytoplasmic FMR1 Interacting Protein 1

Weitere Namen: P140SRA-1; KIAA0068; SHYC; Cytoplasmic FMRP Interacting Protein 1; Cytoplasmic FMR1-Interacting Protein 1; Specifically Rac1-Associated Protein 1; Selective Hybridizing Clone; P140sra-1; SRA-1; Sra-1; SRA1

Das Protein CYFIP1 reguliert die Dynamik des Zytoskeletts und die Proteintranslation. CYFIP1 ist eine Komponente des WAVE-Regulationskomplexes (WRC), der die Aktinpolymerisation fördert. CYFIP1 interagiert auch mit dem synaptischen Funktionsregulator FMR1-Protein und dem Translationsinitiationsfaktor 4E, um die Proteintranslation zu hemmen. CYFIP1 ist Teil des CYFIP1-EIF4E-FMR1-Komplexes, der an das mRNA-Cap bindet und die Translationsrepression vermittelt. Im CYFIP1-EIF4E-FMR1-Komplex ist diese Untereinheit ein Adapter zwischen EIF4E und FMR1. CYFIP1 fördert die Translationsrepressionsaktivität von FMR1 im Gehirn, wahrscheinlich durch die Vermittlung seiner Assoziation mit EIF4E und mRNA. CYFIP1 reguliert die Bildung von Membrankräuseln und Lamellipodien. CYFIP1 spielt eine Rolle beim Auswachsen von Axonen. CYFIP1 bindet an F-Actin, aber nicht an RNA. CYFIP1 ist Teil des WAVE-Komplexes, der die Reorganisation des Aktinfilaments über seine Interaktion mit dem Arp2/3-Komplex reguliert. Die Aktinumbauaktivität wird durch RAC1 reguliert. CYFIP1 ist Regulator der Morphogenese des Epithels. Als Bestandteil des WAVE1-Komplexes ist CYFIP1 für den endozytischen BDNF-NTRK2-Transport und die Signalübertragung von frühen Endosomen erforderlic. CYFIP1 kann als Invasionssuppressor bei Krebserkrankungen wirken.153
CYFIP1 ist assoziiert mit

  • Fragiles X-Syndrom
  • Angelman-Syndrom
  • Eine große chromosomale Deletion, die dieses Gen einschließt, korreliert mit einem erhöhten Risiko für Schizophrenie und Epilepsie beim Menschen
  • Eine verminderte Expression wurde bei verschiedenen menschlichen Krebsarten beobachtet
  • CYFIP1 könnte die Tumorinvasion hemmen

Paralog: CYFIP2

Eine Studie fand CYFIP1 (Variante rs11632784) als eines von 96 Kandidatengenen.52

1.247. TUSC1, Tumor Suppressor Candidate 1

Weitere Namen: TSG-9; CCDC89B; Tumor Suppressor Candidate Gene 1 Protein; TSG9

Das TUSC1-Gen befindet sich in der Region von Chromosom 9p, die Tumorsuppressorgene beherbergt, die für die Krebsentstehung von Bedeutung sind. Es ist ein intronloses Gen.154
TUSC1 ist assoziiert mit

  • Duodenalobstruktion
  • Lungenkrebs
    • TUSC1 ist bei nicht-kleinzelligem Lungenkrebs und kleinzelligen Lungenkrebs-Zelllinien herunterreguliert

Eine Studie fand TUSC1 (Variante rs2498716) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.248. NOTCH2, Notch Receptor 2

Weitere Namen: Notch 2; Neurogenic Locus Notch Homolog Protein 2; HN2; Notch (Drosophila) Homolog 2; Notch Homolog 2 (Drosophila); Notch Homolog 2; HJCYS; AGS2

Das Protein NOTCH2 ist Mitglied der Notch-Familie. Diese Familie von Typ-1-Transmembranproteinen haben gemeinsame strukturelle Merkmale wie eine extrazelluläre Domäne, die aus mehreren EGF-ähnlichen Wiederholungen besteht, und eine intrazelluläre Domäne, die aus mehreren unterschiedlichen Domänentypen besteht. Mitglieder der Notch-Familie spielen eine Rolle bei einer Vielzahl von Entwicklungsprozessen, indem sie Entscheidungen über das Zellschicksal steuern. Das Notch-Signalnetzwerk ist ein evolutionär konservierter interzellulärer Signalweg, der die Interaktionen zwischen physisch benachbarten Zellen reguliert. In Drosophilia etabliert die Notch-Interaktion mit ihren zellgebundenen Liganden (Delta, Serrat) einen interzellulären Signalweg, der eine Schlüsselrolle in der Entwicklung spielt. Homologe der Notch-Liganden wurden auch beim Menschen identifiziert. NOTCH2 wird im trans-Golgi-Netzwerk gespalten und als Heterodimer an der Zelloberfläche präsentiert. NOTCH2 fungiert als Rezeptor für membrangebundene Liganden und spielt möglicherweise eine Rolle bei der Gefäß-, Nieren- und Leberentwicklung. NOTCH2 funktioniert als Rezeptor für die membrangebundenen Liganden Jagged-1 (JAG1), Jagged-2 (JAG2) und Delta-1 (DLL1) und reguliert die Bestimmung des Zellschicksals. Nach Ligandenaktivierung durch die freigesetzte intrazelluläre Notch-Domäne (NICD) bildet NOTCH2 einen Transkriptionsaktivatorkomplex mit RBPJ/RBPSUH und aktiviert Gene des Enhancer of Split Locus. NOTCH2 beeinflusst die Umsetzung von Differenzierungs-, Proliferations- und Apoptoseprogrammen. NOTCH2 ist am Knochenumbau und an der Homöostase beteiligt. NOTCH2 verstärkt in Zusammenarbeit mit RELA/p65 die NFATc1-Promotoraktivität und reguliert positiv die RANKL-induzierte Osteoklastendifferenzierung. NOTCH2 reguliert positiv die Selbsterneuerung von Leberkrebszellen.155
NOTCH2 ist assoziiert mit

  • Alagille-Syndrom 2
  • Hajdu-Cheney-Syndrom

Paralog: NOTCH1

Eine Studie fand NOTCH2 (Variante rs2453044) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.249. OPRK1, Opioid Receptor Kappa 1

Weitere Namen: OPRK; KOR; Kappa-Type Opioid Receptor; K-OR-1; KOR-1; Opioid Receptor, Kappa 1; Opiate Receptor, Kappa-1; Kappa Opioid Receptor; KOR1; KOP

Das Protein OPRK1 ist ein G-Protein-gekoppelter Opioidrezeptor für körpereigene Alpha-Neoendorphine, Dynorphine, verschiedene synthetische Opioide und für das psychoaktive Diterpen Salvinorin A. OPRK1 hat eine geringe Affinität für Beta-Endorphine. OPRK1 spielt eine Rolle bei der Schmerzwahrnehmung und bei der Vermittlung der hypolokomotorischen, analgetischen und aversiven Wirkungen synthetischer Opioide.
Die Ligandenbindung führt zu einer Hemmung der Adenylatzyklaseaktivität und der Hemmung der Freisetzung von Neurotransmittern. OPRK1 hemmt die Freisetzung von Neurotransmittern durch Verringerung der Kalziumionenströme und Erhöhung der Kaliumionenleitfähigkeit. Spielt eine Rolle bei der Wahrnehmung von Schmerz. OPRK1 spielt eine Rolle bei der Vermittlung einer verminderten körperlichen Aktivität bei der Behandlung mit synthetischen Opioiden sowie bei der Regulierung des Speichelflusses als Reaktion auf synthetische Opioide. OPRK1 ist möglicherweise eine Rolle bei der Erregung und der Regulierung der autonomen und neuroendokrinen Funktionen involviert.156
OPRK1 ist assoziiert mit

  • Morphinabhängigkeit
  • Alkoholabhängigkeit

Paralog: OPRM1

Eine Studie fand OPRK1 (Variante rs7461467) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.250. ACAA2, Acetyl-CoA Acyltransferase 2

Weitere Namen: DSAEC; Mitochondrial 3-Oxoacyl-Coenzyme A Thiolase; 3-Ketoacyl-CoA Thiolase, Mitochondrial; Mitochondrial 3-Oxoacyl-CoA Thiolase; Acetyl-Coenzyme A Acyltransferase 2; Acyl-CoA Hydrolase, Mitochondrial; Acetyl-CoA Acetyltransferase; EC 2.3.1.16; T1; Acetyl-CoA Acyltransferase; Beta Ketothiolase; Beta-Ketothiolase; EC 2.3.1.9; EC 3.1.2.-; EC 3.1.2.1; EC 3.1.2.2; EC 2.3.1

Das Protein ACAA2 katalysiert den letzten Schritt der mitochondrialen Fettsäure-Beta-Oxidationsspirale, ein aerober Prozess, bei dem Fettsäuren zu Acetyl-CoA abgebaut werden. ACAA2 katalysiert wohl unter Verwendung von freiem Coenzym A/CoA die thiolytische Spaltung von mittel- bis langkettigen unverzweigten 3-Oxoacyl-CoAs in Acetyl-CoA und ein um zwei Kohlenstoffatome verkürztes Fettacyl-CoA. ACAA2 katalysiert vermutlich auch die Kondensation von zwei Acetyl-CoA-Molekülen zu Acetoacetyl-CoA und könnte an der Produktion von Ketonkörpern beteiligt sein. ACAA2 zeigt Hydrolase-Aktivität an verschiedenen Fettacyl-CoAs und könnte dadurch für die Produktion von Acetat in einer Nebenreaktion zur Beta-Oxidation verantwortlich sein. ACAA2 unterbindet BNIP3-vermittelte Apoptose und mitochondriale Schäden. Im Gegensatz zu den meisten mitochondrialen Matrixproteinen enthält ACAA2 ein nicht spaltbares aminoterminales Zielsignal.157
ACAA2 ist assoziiert mit

  • Alpha-Methylacetoessigsäureurie
  • Ureter-Übergangszellkarzinom

Paralog: ACAT2

Eine Studie fand ACAA2 (Variante rs617619) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.251. DPH2, Diphthamide Biosynthesis 2

Weitere Namen: 2-(3-Amino-3-Carboxypropyl)Histidine Synthase Subunit 2; DPH2L2; S-Adenosyl-L-Methionine:L-Histidine 3-Amino-3-Carboxypropyltransferase 2; Diphtheria Toxin Resistance Protein 2; DPH2 Homolog; Diptheria Toxin Resistance Protein Required For Diphthamide Biosynthesis-Like 2 (S. Cerevisiae); Diptheria Toxin Resistance Protein Required For Diphthamide Biosynthesis-Like 2; Diphthamide Biosynthesis Protein 2 Homolog-Like 2; Diphthamide Biosynthesis-Like Protein 2; Diphthamide Biosynthesis Protein 2; DPH2 Homolog (S. Cerevisiae); DPH2-Like 2 (S. Cerevisiae); DPH2-Like 2

Das DPH2-Gen ist eines von zwei menschlichen Genen, die dem Hefegen dph2 ähneln. Das Hefegen wurde durch seine Fähigkeit identifiziert, einen Diphthamid-Mutantenstamm zu komplementieren, und hat somit wahrscheinlich eine Funktion bei der Diphthamid-Biosynthese. Diphthamid ist ein posttranslational modifizierter Histidinrest in Elongationsfaktor 2 (EF2), der das Ziel der ADP-Ribosylierung durch Diphtherietoxin ist. DPH2 ist erforderlich für den ersten Schritt der Diphthamid-Biosynthese, eine posttranslationale Modifikation von Histidin, die im Elongationsfaktor 2 stattfindet. DPH1 und DPH2 übertragen eine 3-Amino-3-Carboxypropyl (ACP)-Gruppe von S-Adenosyl-L-Methionin (SAM) auf einen Histidinrest. Die Reaktion wird von einem Reduktionssystem unterstützt, das DPH3 und eine NADH-abhängige Reduktase umfasst. DPH2 erleichtert die Reduktion des katalytischen Eisen-Schwefel-Clusters in der DPH1-Untereinheit.158
DPH2 ist assoziiert mit

  • Diphtherie
  • Immunschwäche 24

Verwandte Stoffwechselwege:

  • Metabolismus von Proteinen
  • Gamma-Carboxylierung
  • Hypusinbildung
  • Arylsulfatase-Aktivierung
  • 2-(3-Amino-3-Carboxypropyl)-Histidin-Synthase-Aktivität

Paralog: DPH1

DPH2 wurde bei einer großen GWAS als AD(H)S-Kandidatengen identifiziert.19

1.252. OCT, Ornithintranscarbamylase

Weiter Namen: Ornithine Transcarbamylase; OTCase; OTCD; Ornithine Carbamoyltransferase, Mitochondrial; Ornithine Transcarbamylase, Mitochondrial; EC 2.1.3.3; OTC1; Ornithine Transcarbamylase Deficiency; Ornithine Carbamoyltransferase; EC 2.1.3; OCTD

Das Protein OTC ist ein mitochondriales Matrixenzym. OCT katalysiert den zweiten Schritt des Harnstoffzyklus, die Kondensation von Carbamoylphosphat mit L-Ornithin zur Bildung von L-Citrullin. Der Harnstoffzyklus sorgt für die Entgiftung von Ammoniak durch dessen Umwandlung in Harnstoff zur Ausscheidung.159
OTC ist assoziiert mit

  • Ornithin-Transcarbamylase-Mangel
  • Hyperammonämie
  • Störung des Ornithin-Stoffwechsels

Verwandte Stoffwechselpfade:

  • Superpfad des L-Citrullin-Stoffwechsels
  • Pyrimidin-Stoffwechsel
  • Phospholipid-Bindung
  • Phosphat-Ionen-Bindung

Paralog: CAD

Ein Ornithintranscarbamylase-Mangel160 tritt bei ca. 1 / 30.000 Menschen auf und beruht auf einem Gendefekt des OTC-Gens. Es existieren auch Genmutationen mit einer Restenzymtätigkeit, sodass diese möglicherweise nicht sofort diagnostiziert werden. Betroffene entwickeln typische neuropsychologischen Komplikationen wie161

  • Entwicklungsverzögerung
  • Lernbehinderung
  • geistige Behinderung
  • Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung
  • Defizite bei den Exekutivfunktion

1.253. KC6, Keratoconus Gene 6

Weitere Namen: NONHSAG023745.2; HSALNG0121143; Lnc-RIT2-2

KC6 ist ein RNA-Gen und gehört zur Klasse der lncRNA.162
KC6 ist assoziiert mit

  • Keratokonus
  • Inhalationsmilzbrand

Eine Studie fand KC6 (Variante rs16974432) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.254. NAT2, N-Acetyltransferase 2

Weitere Namen: Arylamine N-Acetyltransferase 2; AAC2; N-Acetyltransferase 2 (Arylamine N-Acetyltransferase) 2; N-Acetyltransferase Type 2; Arylamide Acetylase 2; EC 2.3.1.5; NAT-2; PNAT; Polymorphic Arylamine N-Acetyltransferase

Das Protein NAT2 ist ein Enzym, das für die Aktivierung und Deaktivierung von Arylamin- und Hydrazin-Drogen und Karzinogenen zuständig ist. Polymorphismen in diesem Gen sind für den N-Acetylierungs-Polymorphismus verantwortlich, bei dem sich menschliche Populationen in schnelle, mittlere und langsame Acetylierer-Phänotypen aufteilen. NAT2 ist an der Entgiftung einer Vielzahl von Hydrazin- und Arylamin-Drogen beteiligt. NAT2 katalysiert die N- oder O-Acetylierung verschiedener Arylamin- und heterocyclischer Amin-Substrate und ist in der Lage, mehrere bekannte Karzinogene zu bioaktivieren.
NAT2 ist assoziiert mit

  • Acetylierung, langsam
  • multiple chemische Sensitivität
  • Krebs
  • Medikamententoxizität

Verwandten Stoffwechselpfade:

  • Koffein-Pfad
  • Pharmakokinetik
  • Paracetamol-ADME

Paralog: NAT1

Eine Studie fand NAT2 (Variante rs12676224) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.255. LINC00970, Long Intergenic Non-Protein Coding RNA 970

Weitere Namen: NONHSAG003406.2; HSALNG0008302; LINC00970

LINC00970 ist ein RNA-Gen, das zur Klasse der lncRNA gehört.163
LINC00970 ist assoziiert mit

  • Hornhautdystrophie
  • perzeptive Taubheit
  • Fuchs’sche Endotheldystrophie

Eine Studie fand LINC00970 (Variante rs16861817) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.257. MTRR, 5-Methyltetrahydrofolate-Homocysteine Methyltransferase Reductase

Weitere Namen: Methionine Synthase Reductase; CblE; Aquacobalamin Reductase; AqCbl Reductase; MSR; [Methionine Synthase]-Cobalamin Methyltransferase (Cob(II)Alamin Reducing); Methionine Synthase Reductase, Mitochondrial; EC 1.16.1.8

Das Protein MTRR ist Mitglied der Ferredoxin-NADP(+)-Reduktase (FNR)-Familie von Elektronentransferasen. MTRR ist Schlüsselenzym der Methionin- und Folathomöostase, das für die Reaktivierung der Methioninsynthase (MTR/MS)-Aktivität verantwortlich ist, indem es die reduktive Methylierung von MTR-gebundenem Cob(II)alamin katalysiert. Da die Methioninsynthese einen Methylgruppentransfer durch einen Folatspender erfordert, ist die Aktivität des kodierten Enzyms wichtig für den Folatstoffwechsel und die zelluläre Methylierung. Cobalamin (Vitamin B12) bildet einen Komplex mit MTR und dient als Zwischenprodukt in Methyltransferreaktionen, die zwischen MTR-gebundenen Methylcob(III)alamin- und MTR-gebundenen Cob(I)alamin-Formen zyklisch ablaufen. Gelegentliches oxidatives Entweichen des Cob(I)alamin-Zwischenprodukts während des katalytischen Zyklus führt vermutlich zur inaktiven Cob(II)alamin-Spezies. Die Verarbeitung von Cobalamin im Zytosol erfolgt in einem Multiproteinkomplex, der mindestens aus MMACHC, MMADHC, MTRR und MTR besteht, die möglicherweise dazu beitragen, Cobalamin sicher und effizient zu MTR zu transportieren, um Methionin herzustellen. MTRR ist notwendig für die Nutzung von Methylgruppen aus dem Folatzyklus, wodurch die transgenerationale epigenetische Vererbung beeinflusst wird . MTRR wirkt als molekulares Chaperon für Methionin-Synthase, indem es apoMTR stabilisiert und Methylcob(III)alamin in apoMTR einbaut, um das Holoenzym zu bilden. MTRR dient als Aquacob(III)alamin-Reduktase, indem es Aquacob(III)alamin zu Cob(II)alamin reduziert; diese Reduktion führt zur Stimulierung der Umwandlung von apoMTR und Aquacob(III)alamin zu MTR-Holoenzym.164
Mutationen in diesem Gen können eine Homocystinurie-megaloblastische Anämie, Typ cbl E, verursachen. Das alternative Spleißen dieses Gens führt zu mehreren Transkriptvarianten.
MTRR ist assoziiert mit

  • Homocystinurie - megaloblastische Anämie, Cble-Komplementationstyp
  • Homocystinurie ohne Methylmalonsäureurie

Verwandte Stoffwechselpfade sind Cobalamin (Cbl, Vitamin B12) Transport, Metabolismus und Krankheit

Paralog: POR

Eine Studie fand MTRR (Variante rs924977) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.258. ADAMDEC1, ADAM Like Decysin 1

Weitere Namen: M12.219; A Disintegrin And Metalloproteinase Domain-Like Protein Decysin-1; ADAM-Like Protein Decysin-1; ADAM DEC1; Disintegrin Protease; EC 3.4.24.-; Decysin

ADAMDEC1 ist vermutlich ein sekretiertes Protein aus der Familie der Desintegrin-Metalloproteinasen. Seine Expression wird während der Reifung dendritischer Zellen hochreguliert. Dieses Protein könnte eine wichtige Rolle bei der Funktion dendritischer Zellen und ihrer Interaktion mit T-Zellen des Keimzentrums spielen. ADAMDEC1 spielt möglicherweise eine wichtige Rolle bei der Kontrolle der Immunantwort und während der Schwangerschaft.165
ADAMDEC1 ist assoziiert mit

  • Rosacea

Paralog: ADAM28

Eine Studie fand ADAMDEC1 (Variante rs4872233 und Variante rs7012077) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.259. CLIC4, Chloride Intracellular Channel 4

Weitere Namen: P64H1; CLIC4L; HuH1; H1; Intracellular Chloride Ion Channel Protein P64H1; Chloride Intracellular Channel Protein 4; DKFZP566G223; Epididymis Secretory Sperm Binding Protein; Chloride Intracellular Channel 4 Like; MTCLIC

Das Protein ist ein Chloridkanal. Chloridkanäle sind eine vielfältige Gruppe von Proteinen, die grundlegende zelluläre Prozesse regulieren, darunter die Stabilisierung des Zellmembranpotenzials, den transepithelialen Transport, die Aufrechterhaltung des intrazellulären pH-Werts und die Regulierung des Zellvolumens. CLIC4 gehört zur p64-Familie. CLIC4 kann sich in Membranen einfügen und schlecht selektive Ionenkanäle bilden, die auch Chlorid-Ionen transportieren können. Die Kanalaktivität hängt vom pH-Wert ab. Die Membraninsertion scheint redox-reguliert zu sein und kann nur unter oxidierenden Bedingungen stattfinden. CLIC4 fördert die Expression von HRH3 auf der Zelloberfläche. CLIC4 hat alternative zelluläre Funktionen wie eine mögliche Rolle bei der Angiogenese oder bei der Aufrechterhaltung der apikal-basolateralen Membranpolarität während der Mitose und Zytokinese. CLIC4 könnte auch die Proliferation von Endothelzellen fördern und die endotheliale Morphogenese (Tubulogenese) regulieren.CLIC4 wird in vielen Geweben exprimiert und zeigt in Panc-1-Zellen (Bauchspeicheldrüsenkrebszellen) ein intrazelluläres blasenförmiges Muster.166
CLIC4 ist assoziiert mit Bauchspeicheldrüsenkrebs.
Verwandte Stoffwechselwege sind

  • Glukose-/Energiestoffwechsel
  • Aktivierung der cAMP-abhängigen PKA
    Paralog: CLIC6

Eine Studie fand CLIC4 (Variante rs2223365) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.260. SLC13A5, Solute Carrier Family 13 Member 5

Weitere Namen: NACT; INDY; Solute Carrier Family 13 (Sodium-Dependent Citrate Transporter), Member 5; Na(+)/Citrate Cotransporter; Sodium-Dependent Dicarboxylate Transporter; Na+-Coupled Citrate Transporter Protein; Sodium-Dependent Citrate Transporter; Sodium-Coupled Citrate Transporter; EIEE25; DEE25; MIndy; NaCT

Das Protein SLC13A5 gehört zur Gruppe der Solute-Carrier-Familie-13-Proteine und ist ein natriumabhängiger Citrat-Cotransporter, der den Eintritt von Citrat in Zellen vermittelt. Mit einer wesentlich geringeren Affinität dienen auch andere Zwischenprodukte des Zitronensäurezyklus wie Succinat, Fumarat, Malat, Oxalacetat und Alpha-Ketoglutarat als Substrate von SLC13A5. Die Substratempfindlichkeit von SLC13A5 ist Citrat > Malat ~ Alpha-Ketoglutarat > Succinat ~ Fumarat > Oxalacetat ~ Isocitrat.167
SLC13A5 ist assoziiert mit

  • Developmental And Epileptic Encephalopathy 25 With Amelogenesis Imperfecta
  • Developmental And Epileptic Encephalopathy 25

Verwandte Signalwegen betreffen den Transport von anorganischen Kationen/Anionen und Aminosäuren/Oligopeptiden.
Paralog: SLC13A2.

Eine Studie fand SLC13A5 (Variante rs41463346) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.262. ACSL3, Acyl-CoA Synthetase Long Chain Family Member 3

Weitere Namen: ACS3; PRO2194; FACL3; Fatty-Acid-Coenzyme A Ligase, Long-Chain 3; Long-Chain-Fatty-Acid–CoA Ligase 3; Medium-Chain Acyl-CoA Ligase Acsl3; Long-Chain Acyl-CoA Synthetase 3; Fatty Acid CoA Ligase Acsl3; Arachidonate–CoA Ligase; EC 6.2.1.3 4; LACS 3; LACS3; Lignoceroyl-CoA Synthase; EC 6.2.1.15; EC 6.2.1.2

Das Protein ACSL3 ist ein Isozym der Familie der langkettigen Fettsäure-Coenzym-A-Ligasen. Obwohl sich alle Isozyme dieser Familie in Bezug auf Substratspezifität, subzelluläre Lokalisierung und Gewebeverteilung unterscheiden, wandeln sie freie langkettige Fettsäuren in Fettacyl-CoA-Ester um, sowohl für die Synthese von zellulären Lipiden als auch für den Abbau durch Beta-Oxidation. Fettsäure-Coenzym-A-Ligasen spielen damit eine Schlüsselrolle bei der Lipidbiosynthese und dem Fettsäureabbau. ACSL3 ist erforderlich für den Einbau von Fettsäuren in Phosphatidylcholin, das wichtigste Phospholipid auf der Oberfläche von VLDL (very low density lipoproteins). ACSL3 hat hauptsächlich eine anabole Rolle im Energiestoffwechsel. ACSL3 vermittelt die hepatische Lipogenese.
ACSL3 wird in hohem Maße im Gehirn exprimiert und verwendet bevorzugt Myristat, Arachidonat und Eicosapentaenoat als Substrate.168
ACSL3 ist assoziiert mit

  • Intellektuelle Entwicklungsstörung, Autosomal Dominant 38
  • Saethre-Chotzen-Syndrom

Verwandten Signalwege:

  • Integration des Energiestoffwechsels
  • Arachidonat-Biosynthese III (6-Desaturase, Säugetiere)
  • Proteinkinase-Bindung
  • langkettige Fettsäure-CoA-Ligase-Aktivität

Paralog: ACSL4

Eine Studie fand ACSL3 (Variante rs10498143) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.264. METTL8, Methyltransferase 8, Methylcytidine

Weitere Namen: TIP; TRNA N(3)-Methylcytidine Methyltransferase METTL8, Mitochondrial; MRNA N(3)-Methylcytidine Methyltransferase METTL8; Tension-Induced/Inhibited Protein; Methyltransferase-Like Protein 8; Methyltransferase Like 8; FLJ13984; EC 2.1.1.-

Das Protein METTL8 ermöglicht mRNA-Methyltransferase-Aktivität. METTL8 ist an der mRNA-Methylierung beteiligt ubd vermutlich im Zytoplasma und im Zellkern zu finden. METTL8 ist eine mitochondriale S-Adenosyl-L-Methionin-abhängige Methyltransferase, die die N(3)-Methylcytidin-Modifikation des Rests 32 der tRNA-Anticodon-Schleife der mitochondrialen tRNA(Ser)(UCN) und tRNA(Thr) vermittelt. Die N(3)-Methylcytidin-Methylierungsmodifikation reguliert die mitochondriale Translationseffizienz und ist für die Aktivität der Atmungskette erforderlich. Die N(3)-Methylcytidin-Methylierung der mitochondrialen tRNA(Ser)(UCN) erfordert die Bildung von N(6)-Dimethylallyladenosin(37) (i6A37) durch TRIT1 als Voraussetzung. METTL8 kann die N(3)-Methylcytidin-Modifikation von mRNAs vermitteln.169
METTL8 ist assoziiert mit

  • Woodhouse-Sakati-Syndrom
  • hepatozelluläres Karzinom bei Erwachsenen

Verwandste Stoffwechselwege:

  • Methyltransferase-Aktivität
  • Histon-Acetyltransferase-Aktivität

Paralog: METTL2A

Eine Studie fand METTL8 (Variante rs17218608) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.265. ZNF777, Zinc Finger Protein 777

Weitere Namen: KIAA1285

Das Protein ZNF777 ermöglicht wahrscheinlich eine DNA-bindende Transkriptionsfaktoraktivität, eine RNA-Polymerase-II-spezifische und eine RNA-Polymerase-II-cis-regulatorische Region mit sequenzspezifischer DNA-Bindungsaktivität. ZNF777 ist vermutlich an der Regulierung der Transkription durch die RNA-Polymerase II beteiligt und im Zellkern aktiv. ZNF777 kann an der transkriptionellen Repression beteiligt sein und hemmt die Zellproliferation durch CDKN1A/p21-Induktion mittels Herabregulierung von NIBAN1/FAM129A bei niedriger Zelldichte.170
Verwandten Stoffwechselweg:

  • Genexpression (Transkription)
  • Nukleinsäurebindung

Paralog: ZNF398

Eine Studie fand ZNF777 (Variante rs17852167) als eines von 96 Kandidatengenen.52

1.266. TFAP2D, Transcription Factor AP-2 Delta

Weitere Namen: AP-2delta; TFAP2BL1; Transcription Factor AP-2 Beta (Activating Enhancer-Binding Protein 2 Beta)-Like 1; Transcription Factor AP-2 Delta (Activating Enhancer Binding Protein 2 Delta); Activating Enhancer-Binding Protein 2-Delta; Transcription Factor AP-2-Beta-Like 1; Transcription Factor AP-2-Delta; AP2-Delta; Activating Enhancer Binding Protein 2 Beta-Like 1; AP-2 Like

Das Protein TFAP2D aktiviert vermutlich

  • eine DNA-bindende Transkriptionsfaktoraktivität
  • eine RNA-Polymerase-II-spezifische DNA-Bindungsaktivität
  • eine RNA-Polymerase-II-Transkriptionsregulationsregion-sequenzspezifische DNA-Bindungsaktivität

TFAP2D ist vermutlich beteiligt an

  • Entwicklung anatomischer Strukturen
  • Regulierung der Proliferation von Zellpopulationen
  • Regulierung der Transkription durch RNA-Polymerase II
  • negative Regulierung des apoptotischen Prozesses von Neuronen
  • positive Regulierung der Transkription durch die RNA-Polymerase II

TFAP2D interagiert mit induzierbaren viralen und zellulären Enhancer-Elementen, um die Transkription ausgewählter Gene zu regulieren. AP-2-Faktoren binden an die Konsensussequenz 5’-GCCNNNNGGC-3’ und aktivieren Gene, die an einem breiten Spektrum wichtiger biologischer Funktionen beteiligt sind, darunter die richtige Entwicklung von Augen, Gesicht, Körperwand, Gliedmaßen und Neuralrohr. Sie unterdrücken auch eine Reihe von Genen, darunter MCAM/MUC18, C/EBP alpha und MYC.171

TFAP2D ist assoziiert mit

  • Char-Syndrom
  • Branchiooculofacial-Syndrom

Verwandte Stoffwechselwege:

  • Transkriptionsregulation durch die AP-2 (TFAP2)-Familie von Transkriptionsfaktoren
  • Genexpression (Transkription)

Eine Studie fand TFAP2D (Variante rs78648104) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.267. OTOR, Otoraplin

Weitere Namen: FDP; Fibrocyte-Derived Protein; MIAL1; MIAL; Melanoma Inhibitory Activity-Like Protein

Das Protein OTOR gehört zur Familie der Melanom-hemmenden Aktivität. OTOR wird über den Golgi-Apparat sezerniert und hat möglicherweise eine Funktion bei der Entwicklung und Erhaltung des Knorpels.
OTOR ist assoziiert mit

  • Melanome
  • Aufhebung der Translation
  • Taubheit

Paralog: MIA

Eine Studie fand OTOR (Variante rs6105651) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.269. EEPD1, Endonuclease/Exonuclease/Phosphatase Family Domain Containing 1

Weitere Namen: KIAA1706; Endonuclease/Exonuclease/Phosphatase Family Domain-Containing Protein 1; HSPC107

Das Protein EEPD1 ermöglicht vermutlich eine DNA-Bindungsaktivität und an der positiven Regulierung des Cholesterin-Effluxes beteiligt.
EEPD1 in der Plasmamembran verankert.172
EEPD1 ist assoziiert mit

  • Meningitis-Karzinom

Verwandte Signalwege:

  • Signaltransduktion
  • NR1H2- und NR1H3-vermittelte Signalübertragung

Eine Studie fand EEPD1 (Variante rs2726059) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.270. MAD2L1, Mitotic Arrest Deficient 2 Like 1

Weitere Namen: MAD2; HSMAD2; MAD2 (Mitotic Arrest Deficient, Yeast, Homolog)-Like 1; Mitotic Spindle Assembly Checkpoint Protein MAD2A; Mitotic Arrest Deficient 2-Like Protein 1; MAD2-Like Protein 1; Mitotic Arrest Deficient, Yeast, Homolog-Like 1; MAD2 Mitotic Arrest Deficient-Like 1; HsMAD2

Das Protein MAD2L1 ist eine Komponente des mitotischen Spindelassemblierungs-Kontrollpunkts, der den Beginn der Anaphase verhindert, bis alle Chromosomen an der Metaphasenplatte richtig ausgerichtet sind.173
MAD2L1 iat assoziiert mit

  • Mosaic Variegated Aneuploidy Syndrome 1
  • Embryoma

Verwandte Signalwege:

  • APC-Cdc20-vermittelte Degradation von Nek2A
  • Zellzyklus, mitotisch
  • Protein-Homodimerisierungsaktivität
  • identische Proteinbindung

Paralog: MAD2L2

Eine Studie fand MAD2L1 (Variante rs1553692) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.271. FLRT2, Fibronectin Leucine Rich Transmembrane Protein 2

Weitere Namen: Fibronectin-Like Domain-Containing Leucine-Rich Transmembrane Protein 2; Leucine-Rich Repeat Transmembrane Protein FLRT2; KIAA0405

Das Protein FLRT2 ist Mitglied der Fibronektin-Leucin-reichen Transmembran (FLRT)-Familie von Zelladhäsionsmolekülen, die die frühe embryonale Gefäß- und Neuralentwicklung regulieren. FLRT2 fungiert sowohl als homophiles Zelladhäsionsmolekül als auch als heterophiles Chemorepellent durch seine Interaktion mit Mitgliedern der unkoordinierten-5-Rezeptorfamilie. Die proteolytische Entfernung der extrazellulären Region steuert die Migration von Neuronen in der sich entwickelnden Hirnrinde.174

FLRT2 ist beteiligt an

  • Zell-Zell-Adhäsion
    • über seine Wechselwirkungen mit ADGRL3 und wahrscheinlich auch anderen Latrophilinen, die an der Oberfläche benachbarter Zellen exprimiert werden
  • Zellmigration
    • über seine Wechselwirkung mit UNC5D bei der Migration kortikaler Neuronen während der Gehirnentwicklung
  • Axonführung.
    • vermittelt den Zusammenbruch des Axonwachstumskegels
    • spielt über seine Wechselwirkung mit UNC5D und möglicherweise auch mit anderen Mitgliedern der UNC-5-Familie eine abstoßende Rolle bei der Neuronenführung. Spielt eine Rolle in Fibroblasten-Wachstumsfaktor-vermittelten Signalkaskaden
  • Organisation der kardialen Basalmembran
    • Erforderlich für die normale Organisation der kardialen Basalmembran während der Embryogenese und für die normale embryonale Epikard- und Herzmorphogenese.

Verwandte Signalwege:

  • Signaltransduktion
  • negative Regulation der FGFR1-Signalübertragung
  • Protein-Makromolekül-Adaptor-Aktivität
  • chemorepellente Aktivität

Paralog: FLRT3
Eine Studie fand FLRT2 (Variante rs17712565) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.272. PLD5, Phospholipase D Family Member 5

Weitere Namen: Inactive Phosphatidylcholine-Hydrolyzing Phospholipase D5; Inactive Choline Phosphatase 5; Inactive Phospholipase D5; Inactive PLD 5; FLJ40773; Phospholipase D Family, Member 5; PLDC; PLDc

Das Protein PLD5 ermöglicht wahrscheinlich katalytische Aktivität und ist vermutlich integraler Bestandteil der Membran.175
PLD5 ist assoziiert mit

  • Nephrotisches Syndrom, Typ 7

Paralog: PLD3

Eine Studie fand PLD5 (Variante rs4658830) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.274. CASC20, Cancer Susceptibility 20

Weitere Namen: Cancer Susceptibility Candidate 20; Cancer Susceptibility 20; NONHSAG031223.2; HSALNG0128472; CASC20

CASC20 ist ein RNA-Gen, das zur Klasse der lncRNA gehört.176

Eine Studie fand CASC20 (Variante rs6038589) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.276. COBLL1, Cordon-Bleu WH2 Repeat Protein Like 1

Weitere Namen: KIAA0977; Cordon-Bleu Protein-Like 1; COBL-Like 1; Cordon-Bleu WH2 Repeat Protein-Like 1; COBLR1

Das Protein COBLL1 ermöglicht Cadherin-Bindungsaktivität. COBLL1 befindet sich im extrazellulären Exosom.177
COBLL1 ist assoziiert mit

  • Makuladegeneration, altersbedingt, 10

Verwandte Soffwechselpfade: Aktinbindung

Paralog: COBL

Eine Studie fand COBLL1 (Variante rs139834711) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.277. PAPOLA, Poly(A) Polymerase Alpha

Weitere Namen: PAP; Polynucleotide Adenylyltransferase Alpha; EC 2.7.7.19; PAP-Alpha; EC 2.7.7

Das Protein PAPOLA gehört zur Familie der Poly(A)-Polymerasen. PAPOLA ist für die Addition von Adenosinresten zur Bildung des 3’-Poly(A)-Schwanzes von mRNAs erforderlich sowie für die endoribonukleolytische Spaltreaktion an einigen Polyadenylierungsstellen. PAPOLA kann seine Spezifität durch Interaktion mit einem Spaltungs- und Polyadenylierungsspezifitätsfaktor (CPSF) an seinem C-Terminus erwerben.178
PAPOLA ist assoziiert mit

  • 46,Xx Sex Reversal 3
  • Combat Disorder

Verwandte Signalpfade:

  • Processing of Capped Intronless Pre-mRNA
  • Processing of Capped Intron-Containing Pre-mRNA
  • RNA-Bindung
  • Mangan-Ionen-Bindung

Paralog: PAPOLB

Eine Studie fand PAPOLA (Variante rs7160641)als eines von 96 Kandidatengenen.52

1.280. KDM4A, Lysine Demethylase 4A

Weitere Namen: JHDM3A; KIAA0677; TDRD14A; JMJD2A; JMJD2; JmjC Domain-Containing Histone Demethylation Protein 3A; Jumonji C Domain-Containing Histone Demethylase 3A; [Histone H3]-Trimethyl-L-Lysine(36) Demethylase 4A; [Histone H3]-Trimethyl-L-Lysine(9) Demethylase 4A; Jumonji Domain-Containing Protein 2A; Lysine (K)-Specific Demethylase 4A; Lysine-Specific Demethylase 4A; Jumonji Domain Containing 2A; Tudor Domain Containing 14A; Jumonji Domain Containing 2; EC 1.14.11.66; EC 1.14.11.69; C 1.14.11

Das Protein KDM4A aus der Familie der Jumonji-Domäne 2 (JMJD2) enthält eine JmjN-Domäne, eine JmjC-Domäne, eine JD2H-Domäne, zwei TUDOR-Domänen und zwei Zinkfinger vom PHD-Typ. Dieses Kernprotein fungiert als trimethylierungsspezifische Demethylase, die spezifische trimethylierte Histonreste in die dimethylierte Form umwandelt, und als Transkriptionsrepressor.KDM4A ist eine Histondemethylase, die spezifisch ‘Lys-9’- und ‘Lys-36’-Reste von Histon H3 demethyliert und damit eine zentrale Rolle im Histoncode spielt. KDM4A demethyliert nicht das Histon H3 ‘Lys-4’, H3 ‘Lys-27’ und H4 ‘Lys-20’, aber demethyliert trimethylierte H3-‘Lys-9’- und H3-‘Lys-36’-Reste, während es auf mono- und dimethylierte Reste keine Wirkung hat. Bei der Demethylierung von Lys-Resten entstehen Formaldehyd und Succinat. KDM4A ist an der transkriptionellen Unterdrückung von ASCL2- und E2F-responsiven Promotoren durch die Rekrutierung von Histondeacetylasen bzw. NCOR1 beteiligt.
[Isoform 2]: Entscheidend für die Muskeldifferenzierung, fördert die transkriptionelle Aktivierung des Myog-Gens, indem es die Beseitigung repressiver Chromatinmarkierungen an seinem Promotor steuert. Ihm fehlt die N-terminale Demethylase-Domäne.179
KDM4A ist assoziiert mit

  • primäre Hyperoxalurie

Verwandte Signalwege:

  • Homologie-gesteuerte Reparatur
  • DNA-Doppelstrangbruch-Reaktion
  • Ubiquitin-Protein-Ligase-Bindung
  • Histon H3-Methyl-Lysin-36-Demethylase-Aktivität

Paralog: KDM4C

Dieses Gen wurde bei einer großen GWAS als AD(H)S-Kandidatengen identifiziert.19

1.281. KDM4A-AS1, KDM4A Antisense RNA 1

Weitere Namen: KDM4A Antisense RNA 1; NONHSAG001242.2; HSALNG0003118; KDM4A-AS1

KDM4A-AS1 ist ein RNA-Gen, das zur Klasse der lncRNA gehört.180

Dieses Gen wurde bei einer großen GWAS als AD(H)S-Kandidatengen identifiziert.19

1.282. PTPRF, Protein Tyrosine Phosphatase Receptor Type F

Weitere Namen: LAR; Receptor-Type Tyrosine-Protein Phosphatase F; Leukocyte Common Antigen Related; EC 3.1.3.48; Protein Tyrosine Phosphatase, Receptor Type, F Polypeptide; Receptor-Linked Protein-Tyrosine Phosphatase LAR; Leukocyte Antigen-Related Tyrosine Phosphatase; Leukocyte Antigen-Related (LAR) PTP Receptor; LCA-Homolog; BNAH2

Das Protein PTPRF gehört zur Familie der Protein-Tyrosin-Phosphatasen (PTP). PTPs sind Signalmoleküle, die eine Vielzahl von zellulären Prozessen regulieren, darunter Zellwachstum, Differenzierung, mitotischer Zyklus und onkogene Transformation. PTPRF besitzt eine extrazelluläre Region, eine einzelne Transmembranregion und zwei tandemartige intrazytoplasmatische katalytische Domänen und ist somit ein PTP vom Rezeptortyp. Die extrazelluläre Region enthält drei Ig-ähnliche Domänen und neun nicht-Ig-ähnliche Domänen, die denen des Neural-Cell Adhesion Molecule ähneln. PTPRF spielt eie Rolle bei der Regulierung von Epithelzellkontakten an Adhäsionsstellen sowie bei der Kontrolle der Beta-Catenin-Signalübertragung. PTPRF könnte ein Zelladhäsionsrezeptor sein. PTPRFbesitzt eine intrinsische Protein-Tyrosin-Phosphatase-Aktivität (PTPase) und dephosphoryliert EPHA2, wodurch dessen Aktivität reguliert wird. Die erste PTPase-Domäne hat enzymatische Aktivität, während die zweite Domäne die Substratspezifität der ersten zu beeinflussen scheint.181
PTPRF ist assoziiert mit

  • Aplasie / Hypoplasie von Brüsten / Brustwarzen, 2
  • isolierte kongenitale Brusthypoplasie / -aplasie
  • Insulinresitenz
    • erhöhte PTPRF-Expression wurde im auf Insulin reagierenden Gewebe von fettleibigen, insulinresistenten Personen festgestellt

Verwandte Signalwege:

  • Entblockierung von NMDA-Rezeptoren
  • Glutamatbindung und -aktivierung
  • Cadherin-vermittelte Zelladhäsion
  • Bindung von proteinhaltigen Komplexen
  • Phosphatase-Aktivität

Paralog: PTPRD

PTPRD gehört zu demselben Signalpfad wie CREB3, CSMD1 und GAB1, die an der Neuronendifferenzierung und am Dopaminpfad beteiligt sind.182

Dieses Gen wurde bei einer großen GWAS als AD(H)S-Kandidatengen identifiziert.19

1.284. CCDC24, Coiled-Coil Domain Containing 24

Weitere Namen: Coiled-Coil Domain-Containing Protein 24; MGC45441

Das Protein CCDC24 wirkt wahrscheinlich vor oder während des Schlüpfens der Blastozysten.183

Dieses Gen wurde bei einer großen GWAS als AD(H)S-Kandidatengen identifiziert.19

1.286. IPO13, Importin 13

Weitere Namen: RANBP13; KIAA0724; IMP13; Ran-Binding Protein 13; Importin-13; Ran Binding Protein 13; Late Gestation Lung; Karyopherin 13; Karyopherin-13; RanBP13; KAP13; Imp13; Kap13; LGL2

Das Protein IPO13 ist Mitglied der Importin-beta-Familie von Kerntransportproteinen. IPO13 vermittelt den Import spezifischer Frachtproteine aus dem Zytoplasma in den Zellkern und ist abhängig von dem mit Ras verwandten Kernprotein-GTPase-System. IPO13 ist auch am Kernexport des eukaryotischen Translationsinitiationsfaktors 1A beteiligt. IPO13 dient als Rezeptor für nukleare Lokalisierungssignale (NLS) in Ladungssubstraten. IPO13 vermittelt vermutlich das Andocken des Importin/Substrat-Komplexes an den Kernporenkomplex (NPC) durch Bindung an Nucleoporin, woraufhin der Komplex durch einen energieaufwendigen, Ran-abhängigen Mechanismus durch die Pore transloziert wird. An der nukleoplasmatischen Seite des NPC bindet Ran an das Importin, der Importin/Substrat-Komplex dissoziiert und Importin wird aus dem Kern in das Zytoplasma reexportiert, wo durch GTP-Hydrolyse Ran freigesetzt wird. Die Richtungsabhängigkeit des Kernimports scheint durch eine asymmetrische Verteilung der GTP- und GDP-gebundenen Formen von Ran zwischen Zytoplasma und Kern bedingt zu sein. IPO13 vermittelt den Kernimport von UBC9, dem RBM8A/MAGOH-Komplex, PAX6 und wahrscheinlich anderen Mitgliedern der Paired-Homeobox-Familie. IPO13 vermittelt den Kernexport von eIF-1A, und die zytoplasmatische Freisetzung von eIF-1A wird durch das Laden von Importsubstraten auf IPO13 ausgelöst.184
IPO13 ist assoziiert mit:

  • Partington-Syndrom
  • Corpus Callosum, Agenesis of, With Abnormal Genitalia
    • Agenesie des Corpus callosum, schwere geistige Retardierung, Krampfanfälle und Spastizität. Männer sind schwer betroffen, während Frauen nicht betroffen sein können oder einen milderen Phänotyp aufweisen.

Verwandte Signalpfade sind:

  • Bindung kleiner GTPasen

Paralog: TNPO3

Dieses Gen wurde bei einer großen GWAS als AD(H)S-Kandidatengen identifiziert.19

1.307. NT5DC1

Eine Studie fand Hinweise darauf, dass allgemeine Signaltransduktionsmoleküle (wie NT5DC1, PSD, SEC23IP und ZCCHC4) eine wichtige Rolle bei der Ätiologie von ADHS spielen. DieRolle der zellulären Kommunikation scheint eine potenzielle Kernkomponente bei der Entwicklung von ADHS sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern zu sein.185

1.308. PSD

Eine Studie fand Hinweise darauf, dass allgemeine Signaltransduktionsmoleküle (wie NT5DC1, PSD, SEC23IP und ZCCHC4) eine wichtige Rolle bei der Ätiologie von ADHS spielen. DieRolle der zellulären Kommunikation scheint eine potenzielle Kernkomponente bei der Entwicklung von ADHS sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern zu sein.185

1.309. SEC23IP

Eine Studie fand Hinweise darauf, dass allgemeine Signaltransduktionsmoleküle (wie NT5DC1, PSD, SEC23IP und ZCCHC4) eine wichtige Rolle bei der Ätiologie von ADHS spielen. DieRolle der zellulären Kommunikation scheint eine potenzielle Kernkomponente bei der Entwicklung von ADHS sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern zu sein.185

1.310. ZCCHC4

Eine Studie fand Hinweise darauf, dass allgemeine Signaltransduktionsmoleküle (wie NT5DC1, PSD, SEC23IP und ZCCHC4) eine wichtige Rolle bei der Ätiologie von ADHS spielen. DieRolle der zellulären Kommunikation scheint eine potenzielle Kernkomponente bei der Entwicklung von ADHS sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern zu sein.185

1.311. SHANK2, SH3 And Multiple Ankyrin Repeat Domains 2

Weitere Namen; CTTNBP1; ProSAP1; SPANK-3; CORTBP1; SHANK; SH3 And Multiple Ankyrin Repeat Domains Protein; Cortactin-Binding Protein 1; Proline-Rich Synapse Associated Protein 1; Proline-Rich Synapse-Associated Protein 1; Cortactin SH3 Domain-Binding Protein; GKAP/SAPAP Interacting Protein; Cortactin Binding Protein 1; KIAA1022; PROSAP1; CortBP1; AUTS17; Shank2

SHANK2 gehört zur Shank-Familie synaptischer Proteine, die möglicherweise als molekulare Gerüste in der postsynaptischen Dichte erregender Synapsen fungieren. Shank-Proteine enthalten mehrere Domänen für die Protein-Protein-Interaktion, darunter Ankyrin-Wiederholungen und eine SH3-Domäne. SHANK2 enthält eine PDZ-Domäne, eine Konsensussequenz für Cortactin-SH3-Domänen-bindende Peptide und ein steriles Alpha-Motiv. Das in Shank-Genen nachgewiesene alternative Spleißen wurde als Mechanismus zur Regulierung der molekularen Struktur von Shank und des Spektrums der mit Shank interagierenden Proteine in den postsynaptischen Dichten des erwachsenen und sich entwickelnden Gehirns vorgeschlagen. SHANK2 scheint ein Adapterprotein in der postsynaptischen Dichte (PSD) exzitatorischer Synapsen zu sein, das Rezeptoren der postsynaptischen Membran, einschließlich NMDA-Rezeptoren und metabotrope Glutamatrezeptoren, und das Aktin-basierte Zytoskelett miteinander verbindet. SHANK2 spielt möglicherweise eine Rolle bei der strukturellen und funktionellen Organisation des dendritischen Stachels und der synaptischen Verbindungsstelle
SHANK2 ist assoziiert mit

  • Anfälligkeit für Autismus-Spektrum-Störungen
  • Autismus 17
  • Autismus-Spektrum-Störung

Verwandte Signalpfade:

  • Protein-Protein-Interaktionen an Synapsen
  • Regulation der CFTR-Aktivität (Norm und CF)
  • SH3-Domänenbindung
  • synaptische Rezeptor-Adaptor-Aktivität

Paralog: SHANK1

SHANK2 soll an AD(HJ)S beteiliogt sein.186187
Die Überexpression der extrasynaptischen SHANK2A(R462X)-Variante zeigte ein ADHS-ähnliches Verhalten.188

1.315. KDM6B, Lysine Demethylase 6B

KDM6B zeigte in einer Studie mit das höchste Potential als Risikogen fpr AD(H)S und ASS.189

1.316. ZNF148

Eine de novo verkürzte ZNF148-Variante wurde als Ursache für ASS, AD(H)S und geistige Behinderung beobachtet.190

Nicht Proteine kodierende Gene: RNA-Gene

1.87. FEZF1-AS1, FEZF1 antisense RNA 1 (Chromosom 7q31.32)

FEZF1-AS1 ist kein Protein-, sondern ein RNA-Gen aus der Klasse der lncRNA. FEZF1-AS1 ist mit folgenden Krankheiten assoziiert:

  • duktales Adenokarzinom des Pankreas
  • Magenkrebs.

OMIM: FEZF1-AS1

rs3958046 des FEZF1-AS1 ist ein Kandidatengen für AD(H)S.191192

rs11767283 korreliert mit dem Alter beim ersten Geschlechtsverkehr
rs11767283 korreliert mit Ernährung
rs145467198 korreliert mit der Knochenmineraldichte der Ferse
rs7779018 korreliert mit Schizophrenie

1.192. LOC100507468

LOC100507468 weist 150 funktionelle Assoziationen mit biologischen Einheiten auf, die sich über 5 Kategorien erstrecken (Organismus, Krankheit, Phänotyp oder Merkmal, Chemikalie, Zelllinie, Zelltyp oder Gewebe, Gen, Protein oder microRNA).193

Eine Studie fand LOC100507468 (Variante rs1195234) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.194. LINC00355, Long Intergenic Non-Protein Coding RNA 355

Weitere Namen: NONHSAG013685.2; NONHSAG013688.2; NONHSAG013687.2; HSALNG0097622; HSALNG0097626; HSALNG0097627; LINC00355

LINC00355 ist ein RNA-Gen, das zur Klasse der lncRNA gehört.194
LINC00355 ist assoziiert mit

  • Blasenkrebs

Eine Studie fand LINC00355 (Variante rs9528776) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.197. LOC101927967, Uncharacterized LOC101927967

Weitere Namen: ONHSAG028283.2; SALNG0016229; HSALNG0016258; Lnc-LRRTM4-3

LOC101927967 ist ein RNA-Gen und gehört zur Klasse der lncRNA.195

Eine Studie fand LOC101927967 (Variante rs1819004) als eines von 96 Kandidatengenen.52

1.198. IFNG-AS1, IFNG Antisense RNA 1

Weitere Namen: LincR-Ifng-3’AS; Tmevpg1; NEST; Theiler’S Murine Encephalomyelitis Virus Persistence Candidate Gene 1; FNG Antisense RNA 1; NONHSAG011599.2; HSALNG0092137; GS1-410F4.2; IFNG-AS1

IFNG-AS1 ist ein RNA-Gen und gehört zur Klasse der lncRNA.196
IFNG-AS1 ist assoziiert mit

  • Colitis ulcerosa
  • Sjogren-Syndrom

Eine Studie fand IFNG-AS1 (Variante rs17629076) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.200. LOC101929484

Zu LOC101929484 haben wir keien Informationen gefunden.

Eine Studie fand LOC101929484 (Variante rs2343365) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.201. LOC100133050, glucuronidase beta pseudogene

Zu LOC100133050 haben wir keine Informationen gefunden.

Eine Studie fand LOC100133050 (Variante rs7717154) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.204. C6orf123, LINC01558, Long Intergenic Non-Protein Coding RNA 1558

Weiter Namen: DJ431P23.4; C6orf123; HGC6.2; Long Intergenic Non-Protein Coding RNA 1557; LINC01557; Uncharacterized Protein Encoded By LINC01558; Chromosome 6 Open Reading Frame 123; NONHSAG045429.2; Protein HGC6.2; HSALNG0055207; LINC01558

C6orf123 (LINC01558) ist ein RNA-Gen, das zur Klasse der lncRNA gehört.197

Eine Studie fand C6orf123 (Variante rs543930) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.205. LINC01364, Long Intergenic Non-Protein Coding RNA 1364

Weitere Namen: NONHSAG001996.2; SALNG0004963; LINC01364

LINC01364 ist ein RNA-Gen, das zur Klasse der lncRNA gehört.198

Eine Studie fand LINC01364 (Variante rs12745339) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.213. LOC101929184

Zu LOC101929184 konnten wir keine Informationen finden,

Eine Studie fand LOC101929184 (Variante rs12757080) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.215. LOC101927797

Zu LOC101927797 konnten wir keine Informationen finden.

Eine Studie fand LOC101927797 (Variante rs2824866) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.216. LINC02229:9, LOC101928769

Weitere Namen: NSG00000250313; RP11-5P22.3; ENSG00000250313.2; OTTHUMG00000162359.2; LINC02229199

LINC02229 ist ein RNA-Gen und gehört zur Klasse der lncRNA.200

LOC101928769 scheint mit einem verringerten Hippocamusvolumen zu korrelieren.201

Eine Studie fand LOC101928769 (Variante rs6865656 und Variante rs2968194) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.217. MIR4255, MicroRNA 4255

Weiter Namen: Hsa-Mir-4255; MIMAT0016885; Hsa-MiR-4255; MI0015863

MIR4255 ist ein RNA-Gen aus der Klasse der miRNA.202

MicroRNAs (miRNAs) sind kurze (20-24 nt) nicht-kodierende RNAs, die an der post-transkriptionellen Regulierung der Genexpression in multizellulären Organismen beteiligt sind, indem sie sowohl die Stabilität als auch die Translation von mRNAs beeinflussen. miRNAs werden von der RNA-Polymerase II als Teil von verkappten und polyadenylierten primären Transkripten (pri-miRNAs) transkribiert, die entweder protein-kodierend oder nicht-kodierend sein können. Das primäre Transkript wird durch das Enzym Drosha Ribonuklease III gespalten, um eine ca. 70-nt-Stammschleifen-Vorläufer-miRNA (pre-miRNA) zu erzeugen, die wiederum durch die zytoplasmatische Ribonuklease Dicer gespalten wird, um die reife miRNA und Antisense-miRNA-Sternprodukte (miRNA*) zu erzeugen. Die reife miRNA wird in einen RNA-induzierten Silencing-Komplex (RISC) eingebaut, der Ziel-mRNAs durch unvollständige Basenpaarung mit der miRNA erkennt und in den meisten Fällen zu einer Translationshemmung oder Destabilisierung der Ziel-mRNA führt. Die RefSeq stellt die wahrscheinliche microRNA-Stammschleife dar. [bereitgestellt von RefSeq, Sep 2009]

Eine Studie fand MIR4255 (Variante rs11264025) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.224. LINC01377, Long Intergenic Non-Protein Coding RNA 1377

Weitere Namen: NONHSAG039702.2; CTD-2029E14.1; HSALNG0039710; Lnc-IRX1-5

LINC01377 ist ein RNA-Gen, das zur Klasse der lncRNA gehört.203

Eine Studie fand LINC01377 (Variante rs469546) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.239. CASC17, Cancer Susceptibility 17

Weitere Namen: LINC00600; Cancer Susceptibility Candidate 17; Cancer Susceptibility 17; Long Intergenic Non-Protein Coding RNA 600; NONHSAG022649.2; HSALNG0118488; CASC17

CASC17 ist ein RNA-Gen und gehört zu der Klasse der lncRNAs.204
CASC17 ist assoziiert mit Robinow-Syndrom, Autosomal rezessiv 1.

Eine Studie fand CASC17 (Variante rs7224246) als eines von 96 AD(H)S-Kandidatengenen.52

1.289. LINC02497, Long Intergenic Non-Protein Coding RNA 2497

Weitere Namen: NONHSAG037712.2; HSALNG0033638; LINC02497

LINC02497 ist ein RNA-Gen, das zur Klasse der lncRNA gehört.205

Dieses Gen wurde bei einer großen GWAS als AD(H)S-Kandidatengen identifiziert.19

1.290. LINC00461, Long Intergenic Non-Protein Coding RNA 461

Weitere Namen: EyeLinc1; ECONEXIN; NDIME; Neural Differentiation Initiation Of MEF2C Expression; LOC645323; Evolutionary Conserved And Expressed In Neural Tissues (ECONEXIN); Evolutionary Conserved And Expressed In Neural Tissues; Visual Cortex Expressed; Visual Cortex-Expressed; NONHSAG040968.2; NONHSAG040969.2; HSALNG0043367; HSALNG0043368; LincRNA 461; LINC00461; Visc-1a; Visc-1b; Visc-2; Visc; VISC

LINC00461 ist ein RNA-Gen und gehört zur Klasse der lncRNA (mir-9/mir-79 microRNA-Vorläuferfamilie RF00237). LINC00461 ist ein evolutionär konserviertes Gen, das alternativ gespleißte lange nichtkodierende RNAs produziert, die vor allem im Gehirn und im visuellen Kortex exprimiert werden können. Diese Transkripte könnten an der Tumorentstehung beteiligt sein, da die Abreicherung durch siRNA die Teilung von Gliomzellen unterdrückt. Die Transkripte können an miR-411-5p und Argonaut 2 binden und deren Aktivität regulieren, wodurch die Expression von Genen, die am Tumorwachstum beteiligt sind, verändert wird.206
LINC00461 ist assoziiert mit

  • Gliom
  • Katarakt 24.

Dieses Gen wurde bei einer großen GWAS als AD(H)S-Kandidatengen identifiziert.19

1.291. MIR9–2, MicroRNA 9-2

Weitere Namen: Hsa-MiR-9-3p; Hsa-MiR-9-5p; Hsa-Mir-9-2; MIRN9-2; Hsa-Mir-9-P2_pre; MIMAT0000441; MIMAT0000442; MI0000467; MiRNA9-2; Mir-9-2; RF00237

MIR9-2 ist ein RNA-Gen, das zur Klasse der miRNAs gehört (mir-9/mir-79 microRNA-Vorläuferfamilie RF00237). microRNAs (miRNAs) sind kurze (20-24 nt) nicht-kodierende RNAs, die an der post-transkriptionellen Regulierung der Genexpression in multizellulären Organismen beteiligt sind, indem sie sowohl die Stabilität als auch die Translation von mRNAs beeinflussen. miRNAs werden von der RNA-Polymerase II als Teil von verkappten und polyadenylierten primären Transkripten (pri-miRNAs) transkribiert, die entweder proteinkodierend oder nicht-kodierend sein können. Das primäre Transkript wird durch das Enzym Drosha Ribonuklease III gespalten, um eine ca. 70-nt-Stammschleifen-Vorläufer-miRNA (pre-miRNA) zu erzeugen, die wiederum durch die zytoplasmatische Ribonuklease Dicer gespalten wird, um die reife miRNA und Antisense-miRNA-Sternprodukte (miRNA*) zu erzeugen. Die reife miRNA wird in einen RNA-induzierten Silencing-Komplex (RISC) eingebaut, der Ziel-mRNAs durch unvollständige Basenpaarung mit der miRNA erkennt und in den meisten Fällen zu einer Translationshemmung oder Destabilisierung der Ziel-mRNA führt. Die RefSeq stellt die wahrscheinliche microRNA-Stammschleife dar.207
MIR9-2 ist assoziiert mit

  • orales Plattenepithelkarzinom
  • Glioblastom

Verwandte Signalwege:

  • Übergang von Epithel zu Mesenchym bei Darmkrebs.

Dieses Gen wurde bei einer großen GWAS als AD(H)S-Kandidatengen identifiziert.19

1.292. LINC02060, Long Intergenic Non-Protein Coding RNA 2060

Weitere Namen: NONHSAG040966.2; HSALNG0043365; CTC-498M16.2; LINC02060

LINC02060 ist ein RNA-Gen aus der Klasse der lncRNA.208
Dieses Gen wurde bei einer großen GWAS als AD(H)S-Kandidatengen identifiziert.19

1.293. TMEM161B-AS1, TMEM161B Divergent Transcript

Weiter Namen: TMEM161B-DT, Linc-POLR3G-8; TMEM161B Antisense RNA 1; TMEM161B Antisense RNA 1; NONHSAG040958.2; SALNG0043357; HSALNG0043358; CTC-358I24.1; Lnc-RASA1-4

TMEM161B-DT ist ein RNA-Gen aus der Klasse der lncRNA.209
Dieses Gen wurde bei einer großen GWAS als AD(H)S-Kandidatengen identifiziert.19

1.294. MIR3666, MicroRNA 3666

Weitere Namen: Hsa-Mir-3666; MIMAT0018088; Hsa-MiR-3666; MI0016067

MIR3666 ist ein RNA-Gen aus der Klasse der miRNAs. microRNAs (miRNAs) sind kurze (20-24 nt) nicht-kodierende RNAs, die an der post-transkriptionellen Regulierung der Genexpression in multizellulären Organismen beteiligt sind, indem sie sowohl die Stabilität als auch die Translation von mRNAs beeinflussen. miRNAs werden von der RNA-Polymerase II als Teil von verkappten und polyadenylierten primären Transkripten (pri-miRNAs) transkribiert, die entweder proteinkodierend oder nicht-kodierend sein können. Das primäre Transkript wird durch das Enzym Drosha Ribonuklease III gespalten, um eine ca. 70-nt-Stammschleifen-Vorläufer-miRNA (pre-miRNA) zu erzeugen, die wiederum durch die zytoplasmatische Ribonuklease Dicer gespalten wird, um die reife miRNA und Antisense-miRNA-Sternprodukte (miRNA*) zu erzeugen. Die reife miRNA wird in einen RNA-induzierten Silencing-Komplex (RISC) eingebaut, der Ziel-mRNAs durch unvollständige Basenpaarung mit der miRNA erkennt und in den meisten Fällen zu einer Translationshemmung oder Destabilisierung der Ziel-mRNA führt. Die RefSeq stellt die wahrscheinliche microRNA-Stammschleife dar.210

Dieses Gen wurde bei einer großen GWAS als AD(H)S-Kandidatengen identifiziert.19

1.295. LINC01288, Long Intergenic Non-Protein Coding RNA 1288

Weitere Namen: TCONS_00014671; NONHSAG049959.2; HSALNG0064496; LINC01288

LINC01288 ist ein RNA-Gen aus der Klasse der lncRNA.211

Dieses Gen wurde bei einer großen GWAS als AD(H)S-Kandidatengen identifiziert.19

1.300. LINC01572, Long Intergenic Non-Protein Coding RNA 1572

Weitere Namen: NONHSAG019920.2; NONHSAG019917.2; HSALNG0112544; LINC01572

LINC01572 ist ein RNA-Gen aus der Klasse der lncRNA.212

Dieses Gen wurde bei einer großen GWAS als AD(H)S-Kandidatengen identifiziert.19

1.301. Intergenic, Locus 2, Chromosom 1, Base position 96602440, Variante rs1222063

Dieses “Gen” wurde bei einer großen GWAS als AD(H)S-Kandidatengen identifiziert.19

In einer Studie entsprach die Häufigkeitsverteilung des Genotyp rs1222063 jedoch nicht dem Hardy-Weinberg-Gleichgewichtstest (P < 0,05) und war daher nicht repräsentativ für die Bevölkerung.213

1.302. Intergenic Locus 4, Chromosom 3, Base position 20669071, Variante rs4858241

Dieses “Gen” wurde bei einer großen GWAS als AD(H)S-Kandidatengen identifiziert.19

Eine Studie fand erhöhte Stroop-Reaktionszeiten.213

1.313. lncRNA HULC

Eine erhöhte Expression von CLOCK, PER1, lncRNA HULC und lncRNA UCA1 korrelierte mit abendlichem Chronotyp, Einschlaf- und Durschschlafproblemen, Störungen des Schlaf-Wach-Übergangs und exzessiver Schläfrigkeit bei AD(H)S. Es gab keinen signifikanten Zusammenhang zwischen einzelnen Genen und bestimmten Schlafparametern.214

1.314. lncRNA UCA1

Eine erhöhte Expression von CLOCK, PER1, lncRNA HULC und lncRNA UCA1 korrelierte mit abendlichem Chronotyp, Einschlaf- und Durschschlafproblemen, Störungen des Schlaf-Wach-Übergangs und exzessiver Schläfrigkeit bei AD(H)S. Es gab keinen signifikanten Zusammenhang zwischen einzelnen Genen und bestimmten Schlafparametern.214

Es existieren etliche hundert weitere Kandidatengene, die hier nicht genannt sind.


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Diese Seite wurde am 01.12.2022 zuletzt aktualisiert.