Liebe Leserinnen und Leser von ADxS.org, bitte verzeihen Sie die Störung.

ADxS.org benötigt in 2022 rund 12.500 €. In 2022 erhielten wir bis zum 31.08. Spenden Dritter von 7707,27 €. Leider spenden 99,7 % unserer Leser nicht. Wenn alle, die diese Bitte lesen, einen kleinen Beitrag leisten, wäre unsere Spendenkampagne für das Jahr 2022 nach einigen Tagen vorbei. Dieser Spendenaufruf wird 4.000 Mal in der Woche angezeigt, jedoch nur 19 Menschen spenden. Wenn Sie ADxS.org nützlich finden, nehmen Sie sich bitte eine Minute Zeit und unterstützen Sie ADxS.org mit Ihrer Spende. Vielen Dank!

Seit dem 01.06.2021 wird ADxS.org durch den gemeinnützigen ADxS e.V. getragen. Spenden an den ADxS e.V. sind steuerlich absetzbar (bis 100 € genügt der Überweisungsträger als Spendenquittung).

7707€ von 12500€ - Stand 02.09.2022
61%
Header Image
Lithium bei AD(H)S

Inhaltsverzeichnis

Lithium bei AD(H)S

1. Anwendungsbereiche von Lithium

  • Akutbehandlung von Manie
  • Prophylaxe manisch-depressiver und unipolarer affektiver Psychosen

2. Wirkmechanismen von Lithium

Lithium beeinflusst

  • Funktionalität von Nervenzellen

  • Ionenkanäle

  • Neurotransmitter, u.a.:

    • Serotonin
    • Dopamin
    • Noradrenalin
  • „Second-Messenger-Systeme“, z.B.

    • auf Phosphoinositol basierend
    • auf cAMP basierend
  • schützt / erhöht das Volumen von Hirnstrukturen, die an emotionaler Regulation beteiligt sind, wie

    • PFC
    • Hippocampus
    • Amygdala
  • reduziert die exzitatorische Aktivität

    • Dopamin
    • Glutamat
  • erhöht die inhibitorische Neurotransmission

    • GABA
  • reduziert oxidativen Stress

  • erhöht Schutzproteine

    • Neutrotrophine
    • Bcl-2 erhöht
  • reduziert apoptotische Prozesse durch

    • Hemmung der Glykogensynthasekinase 3 (GSK-3)
    • Hemmung der Autophagozytose

3. Lithium bei AD(H)S

Eine randomisierte, doppelblinde Crossover-Design-Studie an 32 Erwachsenen mit AD(H)S verglich 8 Wochen MPH (bis 40 mg/Tag) und 8 Wochen Lithium (bis zu 1 200 mg/Tag). Dabei zeigten bei MPH 48 % und bei Lithium 37 % eine gute Verbesserung der AD(H)S-Symptomatik.1

Weitere Studien sind uns nicht bekannt. Eine Nutzung von Lithium bei AD(H)S kann auf dieser Grundlage nicht empfohlen werden.

4. Nebenwirkungen von Lithium

Insbesondere zu Beginn der Lithium-Behandlung:

  • feinschlägiger Tremor
  • Polyurie
  • Polydipsie
  • Übelkeit

Bei langjähriger Therapie Schädigung von

  • Nieren
  • Schilddrüse
  • Nebenschilddrüsen

Lithium soll Gewichtszunahme fördern.2