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D4-Rezeptor-Antagonisten bei AD(H)S

Inhaltsverzeichnis

D4-Rezeptor-Antagonisten bei AD(H)S

Bislang gibt es offenbar nur eine einzige Studie zu D4-Antagonisten bei AD(H)S. Diese zeigte keine signifikante Wirkung im Vergleich zu Placebo.
Es handelte sich um eine randomisierte, doppelblinde Cross-over-Studie des selektiven D4R-Antagonisten L-745,870 (MK-0929) an 35 Erwachsenen mit ADHS in ambulanter Behandlung über 4 Wochen mit 15 mg / Tag, die mehr als 90 % der D4-Rezeptoren binden sollten.
Die Probandenzahl war somit klein und die Behandlungsdauer relativ kurz.
Vor dem Hintergrund, dass D4-KO-Mäuse ebenso AD(H)S-Symptome zeigen, könnten wir uns vorstellen, dass die Behandlungsdosis, die 90 % der D4-Rezeptoren antagonisieren sollte, zu hoch gewesen sein. Es wäre denkbar, dass bei D4.7R-Trägern eine niedrigere Dosis, die lediglich die Überfunktionalität von D4-7-R reduziert, hilfreich sein könnte.
Allerdings zeigte auch die Teilgruppe der Probanden, die positiv auf mindestens ein D4.7-Allel getestet wurde, keinen statistisch signifikanten Behandlungseffekt (weder schlechteres oder besseres Ansprechen) im Vergleich zu den Probanden ohne ein D4.7R-Allel.

Der hochselektive D4-Antagonist L-745,870 beeinflusste das Arbeitsgedächtnis von Ratten in Abhängigkeit von dessen Ausgangszustand:1

  • gute Ausgangsleistung des Arbeitsgedächtnisses:
    • niedrige Dosen: keine Auswirkung
    • hohe Dosen: Arbeitsgedächtnis beeinträchtigt
  • schlechte Ausgangsleistung des Arbeitsgedächtnisses:
    • niedrige Dosen: verbessertes Arbeitsgedächtnis, besonders bei hoher Anforderung
    • hohe Dosen: Arbeitsgedächtnis beeinträchtigt

Auch diese Studie könnte nach unserem Verständnis darauf hindeuten, dass eine niedrigere Dosierung von D4-Antagonisten hilfreicher sein könnte als eine vollständige D4R-Antagonisierung.

Ein anderer D4-Antagonist verhinderte bei Affen eine kognitive Beeinträchtigung durch Stress.2

Diese Seite wurde am 04.11.2022 zuletzt aktualisiert.