×

Wir hoffen, ADxS.org gefällt Dir und Du findest hilfreiche Informationen zu AD(H)S. Um die Erstellung und den Betrieb von ADxS.org finanzieren zu können, sind wir auf (derzeit noch steuerlich nicht absetzbare) Spenden angewiesen. Unsere Kosten betragen rund 10.000€ im Jahr – zusätzlich zu aller investierter Arbeit in die Erstellung von AdxS.org. Unsere Spenden betragen im Schnitt 25,83€. Wenn alle unserer derzeit monatlich rund 6.500 unterschiedlichen Leser lediglich den Gegenwert eines Mineralwassers spenden würden, hätten wir diesen Betrag innerhalb weniger Wochen erreicht. Leider spenden 99,99% aller Leser nicht.

Wir wollen weiterhin unabhängig von Werbung bleiben und ein kostenloses und freies Informationsportal zum Thema AD(H)S anbieten. Wenn Du ADxS hilfreich findest, wären wir Dir sehr dankbar, wenn auch Du uns unterstützen könntest.

Ich möchte via PayPal spenden
Mehr Infos über Spenden

Alpha-Amylase

Alpha-Amylase ist ein Hormon, das das Autonome Nervensystem (Sympathikus / Parasympathikus) steuert. In seiner Bedeutung für das Autonome Nervensystem entspricht es der von Cortisol für die HPA-Achse.

Der Alpha-Amylase-Spiegel korreliert mit den Veränderungen des Cortisolspiegels.(1)

α-Amylase wird bei adrenerger Aktivität aus der Ohrspeicheldrüse (Glandula parotidea, Glandula parotis oder Parotis) ausgeschieden. α-Amylase ist ein Marker für stressinduzierte adrenerge Aktivität(2) und für den arteriellen Mitteldruck (MAP). Arterieller Mitteldruck ist das Produkt aus Herzzeitvolumen und peripherem Gesamtwiderstand, was die Organperfusion widerspiegelt. Er stellt ein physiologisches Maß für die Aktivierung des Sympathikus dar.(3)

α-Amylase steigt bei psychosozialem Stress schneller an als Speichelcortisol.(4) Möglicherweise ist bei Alpha-Amylase lediglich die Speichel-Amylase, nicht aber der Alpha-Amylase Blutspiegel als Reaktion auf einen akuten Stressor erhöht, während Blut- wie Speichel-Amylase-Werte auf eine pharmakologische Behandlung gleichlaufend reagieren. Bei Cortisol gibt es diese Unterschiede nicht.

Die Alpha-Amylase-Stressantwort ist bei Probanden mit kindlichen Traumata signifikant erhöht.(5)

Von 62 AD(H)S-betroffenen Kindern zeigte der ADHS-Typ vor einer Venenpunktion einen identischen Cortisolspiegel wie Nichtbetroffene, während der ADS-Subtyp bereits vor der Venenpunktion einen gegenüber Nichtbetroffenen erhöhten Cortisolspiegel zeigte. Da bei ADS- wie bei ADHS-Betroffenen der basale Cortisolspiegel niedriger ist als bei Nichtbetroffenen könnte dies eine Angst-Reaktion in Erwartung des Stressors sein.(1) Das selbe Muster zeigte sich in Bezug auf Alpha-Amylase als Repräsentant des Vegetativen Nervensystems.

Eine langanhaltende Behandlung mit Stimulantien verringert bei AD(H)S-Betroffenen den Cortisol- und den Alpha-Amylasespiegel.(6)

Der basale Alpha-Amylaseverlauf entspricht dem des Cortisols.

Auch bei Jungen mit Externalisierungsproblemen entspricht der basale Cortisolspiegel dem typischen (abnehmenden) Tagesverlauf, wobei dieser teils von einem niedrigeren Morgenniveau aus startet. Oppositionelles Trotzverhalten (ODD) oder AD(H)S beeinflussen dagegen den Cortisol-Tagesverlauf nicht.(7)
Allerdings korrelierten externalisierende Verhaltensstörungen bei Jungen mit signifikant verringerten Alpha-Amylase-Spiegeln.(7)

Probanden mit einem COMT Val158Val oder einem Met158Met Genpolymorphismus zeigten geringere Alpha-Amylase-Spiegel als Probanden mit einem COMT Val158Met Genpolymorphismus.(7)

Zuletzt aktualisiert am 15.09.2020 um 03:34 Uhr