Neurophysiologische Korrelate emotionaler Dysregulation

Emotion und  Stimmung wird durch limbisch-kortikal-striatal-pallidal-thalamische Schaltungen gesteuert, bestehend aus Verbindungen zwischen(1)(2)

  • PFC
    • orbitalmedial
      • Entscheidungsfindung
      • emotionales Verhalten
      • belohnungsorientiertes Verhalten
      • Hemmung des impulsiven Verhaltens
        • verringerte dopaminerge Anregung des omPFC vermindert dessen Fähigkeit zur Hemmung des impulsiven Verhaltens(3)
    • orbital
      • nahrungsbezogene Informationen
      • Erwartung von Belohnungen
      • Verknüpfung von Reizen mit einer Belohnung, insbesondere mit dem Belohnungswert des Stimulus
    • medial
      • Entscheidungsfindung, emotionales und belohnungsorientiertes Verhalten
      • projiziert auf Kontrollzentren der inneren Organe in Hypothalamus und periaquäduktalem Grau
      • Modulation der Aktivität der inneren Organe als Reaktion auf affektive Reize
        • Atemfrequenz
        • Herzfrequenz
        • Blutdruck
        • Verdauung
      • erhöhte Aktivität des mPFC korreliert mit erhöhter Hautleitfähigkeit, was wiederum mit erhöhter Aktivität des Sympathikus korreliert, was mit erhöhter emotionaler Erregung einhergeht
    • dorsolateral
      • Auswahl, worauf die Aufmerksamkeit sich richten soll
  • Striatum
    • dorsal
      • Nucleus caudates
        • Grösse korreliert negativ mit Anhedonie
    • ventromedial
      • Nucleus accumbens
      • Bulbus olfactorius
      • Globus Pallidum
        • Grösse korreliert negativ mit Anhedonie
      • ventrales Pallidum
        • Grösse korreliert negativ mit Anhedonie
  • Hippokampus
    • ventral
      • Subikulum
    • Furcht in Kontext stellen
    • Angstreaktion auf der Grundlage früherer Erfahrungen und Erinnerungen erhöhen oder verringern
  • Thalamus
    Thalamus
    • mediodorsal
    • midline
  • Amygdala
    Die Amygdala – der Stressdirigent
    • entscheidend für
      • emotionales Lernen
      • Angstkonditionierung
    • vermittelt emotionale Reaktionen auf Stress

Dieses Netzwerk nutzt wechselseitige Verbindungen mit

  • kortikalen Regionen, die höhere kognitive Funktionen kontrollieren
  • Regionen, die autonome Funktionen steuern, u.a.
    • periaqueduktales Grau
    • Hypothalamus

um höhere kognitive Funktionen mit viszeralen Informationen und äußeren Umweltbedingungen abzugleichen, um Stimmung und emotionale Zustände zu beeinflussen.(4)

Verbindungen zwischen der oPFC / mPFC und dem dorsolateralen PFC vermitteln bei Stimmungsstörungen neurophysiologische Korrelationen zwischen(5)(6)(7)

  • Stimmungsdysregulation
  • Arbeitsgedächtnisprobleme
  • Beeinträchtigung der kognitiven Flexibilität