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Clonidin bei AD(H)S

Handelsnamen von Clonidin sind:

  • Catapresan (A, D, CH)
  • Haemiton (D)
  • Isoglaucon (A, D)
  • Paracefan (D)

Clonidin ist ein Alpha-2-Adrenoceptor Agonist.

  • Agonist des σ-2A-Adrenorezeptors(1)
  • Agonist des σ-2B-Adrenorezeptors(1)
  • Agonist des σ-2C-Adrenorezeptors(1)

Bei zu schneller zu hoher Dosierung (gespritzt) kann Clonidin auch als Agonist des σ-1-Adrenorezeptor-Agonist wirken.(2)

Clonidin ist ein eher untypisches Medikament für AD(H)S.
Clonidin wird häufig bei Autismusspektrumsstörungen eingesetzt und könnte bei komorbidem ASS + AD(H)S bei Kleinkindern hilfreich sein.(3)

Die Wirkung des Adrenalins wird abgeschwächt.
Höhere Nebenwirkungen als Methylphenidat und Atomoxetin(1)

Alpha-2-Adrenorezeptoren (auch: Adrenozeptoren) werden von den Neurotransmittern Adrenalin und Noradrenalin aktiviert. Sie sind damit für die Wirkungen verantwortlich, die durch Adrenalin und Noradrenalin vermittelt werden.(4)
Alpha-2-A-Rezeptor-Agonisten wie Clonidin und Guanfacin sollen eine phasische Noradrenalinausschüttung im Nucleus coeruleus verstärken, was die Aufmerksamkeit sowie das Arbeitsgedächtnis und das visuomotorisch assoziierte Lernen verbessert (im Gegensatz zu einer langfristigen tonischen NE-Ausschüttung, die die Leistung verschlechtert).(5)

Clonidin wirkt damit im Ergebnis noradrenerg.

Als Alpha-2-Adrenoceptor-Agonist reduziert Clonidin (wie Guanfacin ) im Labor die Dopaminausschüttung im Nucleus accumbens signifikant.(6)

Eine Kombination von Clonidin und Guanfacin soll bei Rejection Sensitivity (und/oder Dysphorie ?) bei AD(H)S laut dem Erfahrungsbericht eines amerikanischen Arztes hilfreich sein.(7)

Eine Studie aus Indien aus 2019 berichtet, dass Clonidin dort bei einer Gruppe von Kindern von 3 bis 6 Jahren mit AD(H)S das meistgenutzte Medikament bei AD(H)S war:(8)

  • Clonidin: 44, 6 %
  • Risperidon:  28,7 %
  • Methylphenidat: 10,7 %
  • Atomoxetin: 10,7 %

2. Nebenwirkungen

Nebenwirkungen von Clonidin sind noch nicht eingearbeitet.

Einzelhinweis: Bei älteren Personen können häufiger Endothelschäden (Schäden der inneren Schicht von Blutgefässen) bestehen. Bei diesen könnte Clonidin das Risiko von Gefäßschädigungen und Thrombosen erhöhen.(9)

Zuletzt aktualisiert am 20.06.2020 um 14:16 Uhr


1.)
Guanfacin, Wirkstoff Aktuell, Ausgabe 2/2016, Stand 11.04.2015, Information der KBV - (Position im Text: 1, 2, 3, 4)
4.)
5.)

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