×

Liebe Leserinnen und Leser von ADxS.org, bitte verzeihen Sie die Störung.

ADxS.org benötigt jährlich rund 11.000€. In 2020 erhielten wir Zuwendungen von 2.000€. Leider spenden 99.7% unserer Leser nicht. Wenn alle, die diese Bitte lesen, eine kleinen Beitrag leisten, wäre unsere Spendenkampagne für das Jahr 2021 nach einem Tag vorbei. Dieser Spendenaufruf wird 2500 mal in der Woche angezeigt, jedoch nur 10 Menschen spenden. Wenn Sie ADxS.org nützlich finden, nehmen Sie sich bitte eine Minute Zeit und unterstützen Sie ADxS.org mit Ihrere Spende. Vielen Dank !

Seit dem 01.06.2021 wird ADxS.org durch den gemeinnützigen ADXS e.V. getragen. Spenden an den AdxS e.V. sind steuerlich absetzbar (bis 100€ genügt der Überweisungsträger als Spendenquittung).

3.069€ gesammelt, es fehlen 7.931€ (Stand 20.10.2021)
Ich möchte via PayPal spenden
Mehr Infos über Spenden

Quinpirol bei AD(H)S

Es gibt keine Beschreibung einer sinnvollen Anwendung von Quinpirol bei AD(H)S.
Die Darstellung erfolgt lediglich vollständigkeitshalber.

Quinpirol ist ein selektiver D2- und D3-Agonist.(1)
Quinpirol verringert den Dopaminspiegel im linken PFC, erhöht ihn jedoch im Striatum und in der Amygdala.(2)

Hypermotorik und Zwangshandlungen werden verstärkt.

Ob diese Verstärkung von Hypermotorik auch bei ADHS/Mischtyp-Betroffenen eintritt, ist zu hinterfragen. Hyperaktivität ist im Striatum verortet. Symptome werden jedoch durch einen nicht optimalen Neurotransmitterspiegel, hier also Hyperaktivität durch Dopaminmangel genau so wie durch Dopaminüberschuss verursacht.
Wenn Quinpirol den Dopaminspiegel im Striatum anhebt, ist es plausibel, dass bei Nichtbetroffenen Hyperaktivitätssymptome eintreten.
Bei ADHS-Subtyp und Mischtyp besteht jedoch ein Dopamindefizit im Striatum. Daraus müsste folgen, dass Quinpirol dieses Defizit beseitigt und damit zugleich die Hyperaktivität verringert.

Bei AD(H)S wird weiter ein Dopaminmangel im PFC angenommen. Eine weitere Dopaminspiegelverringerung wäre daher nachteilhaft.
Allerdings ist bei AD(H)S vornehmlich der mediale und rechte PFC hiervon betroffen.
Wie schädlich die durch Quinpirol verringerte Dopaminspiegelabsenkung im linken PFC bei AD(H)S ist, ist offen.

Daneben verringert Quinpirol – ebenso wie Aripiprazol (Abilify), einem partiellen D2-Rezeptor-Agonisten – bei erwachsenen (nicht aber bei jungen) Ratten das Cue-induzierte Wanting auf Kokain und kann damit bei Suchtproblemen helfen.(3)

Eine andere Studie an Ratten zeigte signifikante THC-ähnliche Wirkungen von Quinpirol, wenn der metabolische Abbau von Anandamid gehemmt wird, was die Hypothese stützt, dass diese Wirkungen von Quinpirol durch Cannabinoid-CB1-Rezeptoren vermittelt werden.(4)

Zuletzt aktualisiert am 27.12.2020 um 14:09 Uhr