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Quinpirol bei AD(H)S

Es gibt keine Beschreibung einer sinnvollen Anwendung von Quinpirol bei AD(H)S.
Die Darstellung erfolgt lediglich vollständigkeitshalber.

Quinpirol ist ein selektiver D2- und D3-Agonist.(1)
Quinpirol verringert den Dopaminspiegel im linken PFC, erhöht ihn jedoch im Striatum und in der Amygdala.(2)

Hypermotorik und Zwangshandlungen werden verstärkt.

Ob diese Verstärkung von Hypermotorik auch bei ADHS/Mischtyp-Betroffenen eintritt, ist zu hinterfragen. Hyperaktivität ist im Striatum verortet. Symptome werden jedoch durch einen nicht optimalen Neurotransmitterspiegel, hier also Hyperaktivität durch Dopaminmangel genau so wie durch Dopaminüberschuss verursacht.
Wenn Quinpirol den Dopaminspiegel im Striatum anhebt, ist es plausibel, dass bei Nichtbetroffenen Hyperaktivitätssymptome eintreten.
Bei ADHS-Subtyp und Mischtyp besteht jedoch ein Dopamindefizit im Striatum. Daraus müsste folgen, dass Quinpirol dieses Defizit beseitigt und damit zugleich die Hyperaktivität verringert.

Bei AD(H)S wird weiter ein Dopaminmangel im PFC angenommen. Eine weitere Dopaminspiegelverringerung wäre daher nachteilhaft.
Allerdings ist bei AD(H)S vornehmlich der mediale und rechte PFC hiervon betroffen.
Wie schädlich die durch Quinpirol verringerte Dopaminspiegelabsenkung im linken PFC bei AD(H)S ist, ist offen.

Daneben verringert Quinpirol – ebenso wie Aripiprazol (Abilify), einem partiellen D2-Rezeptor-Agonisten – bei erwachsenen (nicht aber bei jungen) Ratten das Cue-induzierte Wanting auf Kokain und kann damit bei Suchtproblemen helfen.(3)

Eine andere Studie an Ratten zeigte signifikante THC-ähnliche Wirkungen von Quinpirol, wenn der metabolische Abbau von Anandamid gehemmt wird, was die Hypothese stützt, dass diese Wirkungen von Quinpirol durch Cannabinoid-CB1-Rezeptoren vermittelt werden.(4)

Zuletzt aktualisiert am 07.09.2020 um 01:03 Uhr