Tiermodelle, die ADHS unzureichend repräsentieren
Neben den in den vorangegangenen Beiträgen dargestellten Tiermodellen, die viele ADHS-Symptome zeigen, gibt es etliche weitere Tiermodelle, die lediglich einige Symptome von ADHS zeigen oder aus anderen Gründen nicht geeignet sind, die Ätiologie von ADHS zu beschreiben:12
- 4.1. Dopamin-Heterorezeptor-KO-Mäuse
- 4.2. WKHA rat
- 4.3. Acallosal mouse
- 4.4. Hyposexual rat
- 4.5. PCB-exposed rat
- 4.6. Lead-exposed mouse
- 4.7. Rat reared in social isolation
- 4.8. TAAR-1-KO-Maus
- 4.9. MACROD1- und MACROD2-KO-Mäuse
- 4.10. Neonatale Nikotin-Maus
- 4.11. 5-HT2C-KO-Maus
- 4.12. 5-HT1B-KO-Maus
- 4.12. nAchR-KO-Mäuse
- 4.13. GFAP-DNSynCAM1-Maus
- 4.14. 14-3-3γ-heterozygote KO-Mäuse
- 4.15. NMDA-Agonist-Maus
- 4.16. HNMT-KO-Maus
- 4.17. BTBR T+ Itpr3tf/J Maus: ADHS- und ASS- (AuDHS)-Modell
- 4.18. Physische Traumamodell-Mäuse
4.1. Dopamin-Heterorezeptor-KO-Mäuse
Heterorezeptoren sind Rezeptoren, die auf Neuronen anderer Neurotransmitter sitzen. Der Gegensatz dazu sind Autorezeptoren, die auf den Neuronen des eigenen Neurotransmitters sitzen (z.B. D2-Autorezeptoren, die auf Dopaminneuronen sitzen und diese (auto)regulieren).
Zur D2-Autorezeptor-KO-Maus siehe oben.
Es gibt Mausmodelle, denen DRD1, DRD2, DRD3, DRD4 oder DRD5 fehlen. Die meisten zeigen keine ADHS-Symptome.
Am häufigsten wurde die DRD4-KO-Maus untersucht.
4.1.1. DRD4-KO-Mäuse
D4R-KO-Mäuse haben keinen Dopamin-D4-Rezeptor.
D4R-KO-Mäuse zeigen
- Übererregbarkeit frontaler kortikaler P-Neuronen34
- der Funktionsgewinn des D4-Rezeptors durch die Genvariante D4.7R zeigt dagegen eine Abnahme der kortikostriatalen glutamatergen Übertragung5
- keine Hyperaktivität
- motorische Aktivität nur in den ersten 5 Minuten in neuer Umgebung erhöht6
- keine erhöhte Impulsivität6
- weder Handlungsimpulsivität noch Wahlimpulsivität
- kein erhöhtes Novelty Seeking6
- Unaufmerksamkeit
- nach manchen Darstellungen nicht erhöht
- Aufmerksamkeitsdefizit in einem 5-Choice-Continuous Performance Test (5C-CPT)
- erhöhte Empfindlichkeit auf:7
- Alkohol
- Kokain
- Methamphetamin
Dopaminfreisetzung im dorsalen Striatum verringert.8
Dopaminsynthese und Dopamin-Umsatz zu Metabolit DOPAC erhöht.8
Die Ergebnisse deuten auf eine Beeinflussung des präsynaptischen Dopaminspiegels durch D4-Rezeptoren hin.
4.1.2. DRD2-KO-Mäuse
D2R-Knockout-Mäuse entwickeln
- Merkmale der Parkinson-Krankheit9
- Prolaktinome10
- chronische Hypophysenhyperplasie1011
- eine moderate Abnahme des MSH-Gehalts1011
- D2L-/- Mäuse (mit immer noch funktionellen präsynaptischen D2S-Autorezeptoren) zeigten12
- verringerte Lokomotion
- verringertes Aufziehverhalten
- deutlich weniger Katalepsie und Hemmung der Bewegungsaktivität durch Haloperidol
- anfänglichen Unterdrückung der motorischen Aktivität durch Quinpirol ähnlich wie bei Wildtyp
- D2S-Rezeptor funktionierte in den mutierten Mäusen ungefähr genauso gut wie D2L als impulsmodulierender Autorezeptor.
4.2. WKHA rat
- hyperaktiv
- nicht impulsiv
- keine Probleme mit anhaltender Aufmerksamkeit
4.3. Acallosal mouse
- Hyperaktivität
- wird erst mit dem Alter hyperaktiv
- impulsiv
- Impulsivität nimmt mit der Anzahl der Tests hierzu ab; dies entspricht nicht ADHS
- Beeinträchtigung bei konditionierten Lernaufgaben
4.4. Hyposexual rat
4.5. PCB-exposed rat
- Hyperaktivität
- keine Daueraufmerksamkeitsprobleme
4.6. Lead-exposed mouse
- Hyperaktivität
- Ataxie
- weitere Symptome von Bleivergiftung sind gut von ADHS abgrenzbar
4.7. Rat reared in social isolation
- Hyperaktivität in neuer Umgebung
- erhöhte Auslassungsfehler
- Ausdauerprobleme
- keine Impulsivität
- keine Beeinträchtigung bei der Messung der Aufgabenerfassung im 5-choice serial reaction time (5-CSRT)-Test für anhaltende Aufmerksamkeit
4.8. TAAR-1-KO-Maus
- verringerte Präpulshemmung13
- unverändert:13
- Gewicht, Größe, Körpertemperatur
- Angstverhalten
- Stressreaktionen
- Amphetamingabe13
- wirkt stärker psychomotorisch stimulierend
- erhöhter Anstieg von Dopamin und Noradrenalin im dorsalen Striatum
- korreliert mit Anstieg der hochaffinen D2-Rezeptoren (D2-high) im Striatum um 262 % (48,5 % D2-high-Rezeptoren im Stratum im Vergleich zu 18,5 % bei normalen Mäusen)
4.9. MACROD1- und MACROD2-KO-Mäuse
MACROD1-KO-Mäuse zeigen:
- motorische Koordinationsprobleme14
- nur bei Weibchen
MACROD2-KO-Mäuse zeigen:
- Hyperaktivität14
- im Alter weiter zunehmens
- bradykinetisches Gangbild (langsamerer und schlurfender Gang, wie bei Parkinson)
4.10. Neonatale Nikotin-Maus
Ratten, die vorgeburtlich oder in den ersten Lebenstagen Nikotin ausgesetzt waren, zeigten
- Hypoaktivität bei Nikotinexposition an Tag 8 bis 1415
Ratten, deren Mutter während der Schwangerschaft und während der ersten Wochen nach der Geburt Nikotin ausgesetzt war, zeigten
- Hyperaktivität16
- bei männlichen wie weiblichen Nachkommen
- Höhepunkt während der “aktiven” oder dunklen Phase des Hell-Dunkel-Zyklus
- verringert durch oral gegebenes MPH
- anders: keine spontane Hyperaktivität17
- Aufmerksamkeitsprobleme17
- nur bei Männchen
- Arbeitsgedächtnisprobleme17
- nur bei Männchen
- keine Impulsivität17
- kein angstähnliches Verhalten17
4.11. 5-HT2C-KO-Maus
Die Serotonin-2c-Rezeptor-KO-Maus zeigte:18
- Aufmerksamkeitsprobleme im 5-choice serial reaction time task (5CSRTT)
- Lernprobleme
- keine Inhibitionsprobleme
4.12. 5-HT1B-KO-Maus
Die Serotonin-1b-Rezeptor-KO-Maus zeigte:
- Impulsivität19
- Erhöhte Handlungsimpulsivität
- unveränderte Wahlimpulsivität
- Hyperaktivität bei jungen wie erwachsenen Tieren20
- verringerte Ängstlichkeit20
- Erhöhte Aggression2122
- keine hyperlokomotorische Reaktion auf den 5-HT1A/1B-Agonisten RU249692122
- keine Präpulshemmung durch den 5-HT1A/1B-Agonisten RU2496923
Eine chronische, aber nicht subchronische Behandlung mit Fluoxetin und ein 5-HTT-Knockout schwächen die durch 5-HT1B-Agonisten verursachten PPI-Defizite und die perseverative Hyperlokomotion deutlich ab.24
4.12. nAchR-KO-Mäuse
Nikotin-Acetylcholin-Rezeptor-KO-Mäuse zeigten je nach deaktiviertem Rezeptorsubtyp unterschiedliche Symptome:
- Alpha 5: Abnahme der Genauigkeit25
- Alpha 7: Aufmerksamkeitsdefizit bei 5CSRTT26
- Beta 2: Defizit bei anhaltender Aufmerksamkeit (5CSRTT)27
4.13. GFAP-DNSynCAM1-Maus
Das Adhäsionsmolekül SynCAM1 ist beteiligt an der Differenzierung und Organisation von Synapsen.
In Astrozyten28
- vermittelt SynCAM1 die adhäsive Kommunikation
- zwischen Astrozyten untereinander
- zwischen Glia und Neuronen
- ist SynCAM1 funktionell mit erbB4-Rezeptoren verknüpft, die an der Kontrolle sowohl der neuronalen/glialen Entwicklung als auch der reifen neuronalen und glialen Funktion beteiligt sind
Mäuse mit einer astrozytenspezifischen dominant-negativen Form von SynCAM1 (GFAP-DNSynCAM1-Mäuse) zeigen
- tageszeitliche Bewegungsaktivität gestört
- verstärkten und häufigeren Aktivitätsepisoden während des Tages (wenn die Tiere normalerweise schlafen)
- verkürzte Ruhephasen
- hohe Grundaktivität in der Dunkelheit (der wachen/aktiven Zeit der Nagetiere)
- AMP verringert diese
- Angst verringert
- auf vermeidbare und unvermeidbare Reize
4.14. 14-3-3γ-heterozygote KO-Mäuse
Während monozygote 14-3-3γ KO-Mäuse noch vor der Geburt sterben, zeigen heterozygote 14-3-3γ KO-Mäuse zeigen:29
- Entwicklungsverzögerung
- Hyperaktivität
- depressionsähnliches Verhalten
- erhöhte Empfindlichkeit auf akuten Stress
14-3-3γ spielt zellulären Prozesse eine vielfältige Rolle. 14-3-3γ ist im Gehirn angereichert.
14-3-3γ ist an neurologischen und psychiatrischen Krankheiten beteiligt, z.B.
- Williams-Beuren-Syndrom (Williams-Syndrom)
- Creutzfeldt-Jakob-Krankheit
4.15. NMDA-Agonist-Maus
MK-801 (Dizocilpin) ist ein N-Methyl-D-Aspartat-Rezeptor-Agonist, der verschiedene Symptome unterschiedlicher neuropsychiatrischer Störungen dosisabhängig induzieren kann. Bei Mäusen newirkt:30
Niedrig dosiertes MK-801 (0,01 mg / kg):
- Räumliches Gedächtnis beeinträchtigt
- Impulsivität
Mittel dosiertes MK-801 (0,12 mg / kg): - Hyperaktivität
- soziale Degizite
Hoch dosiertes MK-801 (0,2 bis 0,3 mg / kg): - verringerte Selbsthygiene
4.16. HNMT-KO-Maus
HNMT baut Histamin ab. HNMT-KO-Mäuse haben einen 5-fach erhöhten Histaminspiegel im Gehirn. Obwohl erhöhtes Histamin im Gehirn im Verdacht steht, ADHS zu begünstigen, zeigen HNMT-KO-Mäuse nur wenige typischen ADHS-Symptome:31
- Aggression erhöht
- Serotoninspiegel unverändert
- der H2R-Antagonist Zolantidin verringerte die Aggressivität
- der H1R-Antagonist Pyrilamin veränderte die Aggressivität nicht
- Schlafphasen verschoben, circadianer Rhythmus beeinträchtigt
- erhöhte Wachsamkeit in den Tagesstunden 0 bis 6 (inaktive Periode, Dunkelheit)
- verringerte Wachsamkeit in den Tagesstunden 12 bis 18 (aktive Periode, Helligkeit)
- durchschnittliche Dauer der Wachphasen in den Tagesstunden 0 bis 6 erhöht
- Gesamtzahl der Wach- und Schlafphasen unverändert
- EEG-Aktivität
- im Wachzustand im Bereich von 3,0-5,5 Hz erhöht
- Während des Nicht-REM-Schlafs
- EEG-Aktivität der langsamen Wellen (0,5-4,0 Hz) unverändert
- EEG-Theta-Aktivität (5,0-10,0 Hz) während der hellen wie der dunklen Periode verringert
- während des REM-Schlafs unverändert
- der H1R-Antagonist Pyrilamin behob die verringerte Wachheit in der Helligkeit, ließ jedoch die erhöhte Wachheit in der Dunkelheit unverändert
- der H2R-Antagonist Zolantidin beeinflusste die Wachheit nicht
- die verringerte Wachheit während der dunklen Periode scheint eine kompensatorische Reaktion auf die Verlängerung der Wachheit während der hellen Periode zu sein
- Bewegungsaktivität im Freilandtest verringert
- Aufenthaltsdauer im zentralen Bereich unverändert
- unverändert:
- Angstverhalten
- Motorik
- motorische Kontrolle
- motorische Aktivität
- Arbeitsgedächtnis
- passive Vermeidung
- Lernen/Gedächtnis
- Schmerzempfindlichkeit
- soziale Interaktion
4.17. BTBR T+ Itpr3tf/J Maus: ADHS- und ASS- (AuDHS)-Modell
Die mutierte BTBR T+ Itpr3tf/J-Maus (BTBR) könnte als AuDHS (ADHS und ASD komorbid) dienen.32
BTBR-Mäuse (Black and Tan BRachyury T+Itpr3tf/J) zeigen33
- ASS-Symptome
- Beeinträchtigung der Kontaktfreudigkeit
- veränderte Ultraschallvokalisation
- verstärktes Selbstpflegeverhalten
- ADHS-Symptome
- kognitiv
- emotional
- intranasale Dopamin-Gabe behob die Defizite
- der nicht-selektiven Aufmerksamkeit
- der objektbezogenen Aufmerksamkeit
- der sozialen Annäherung
- dopaminerge Veränderungen
- weniger striatale DAT
- reduzierte D2R-vermittelte Neurotransmission
- unveränderte D1-Rezeptor-vermittelte Neurotransmission
- verringerte Tyrosinhydroxylaseexpression in
- Substantia nigra
- VTA
- dorsalem Striatum
- verstärkte räumliche Kopplung zwischen vesikulärem Glutamattransporter 1 (VGLUT1) und TH-Signalen
- unveränderte GABAerge Neuronen
Auf hohe Dosen an verschiedenen Stimulantien zeigten BTBR keine Verhaltensstereotypien, sondern eine dramatisch erhöhte Bewegungsaktivität. Die als Kontrollen verwendeten C57-Mäuse entwickelten dagegen die typischerweise zu erwartenden motorischen Stereotypien.32
- Der PPARα-Agonist PEA verbesserte autistische Symptome (repetitive und stereotype Verhaltensweisen sowie Sozialkompetenz) bei BTBR-Mäusen34 wie auch in einem VPA-induzierten ASS-Mausmodell.35
- Der H3R-, D2R- und D3R-Antagonist ST-713 verbesserte autistisches Verhalten in männlichen BTBR T+tf/J-Mäusen:36
- soziale Defizite
- repetitive/zwanghafte Verhaltensweisen
- gestörte Angstzustände
- nicht aber die Hyperaktivität der getesteten Mäuse
- 5 mg i.P. dämpften die erhöhten Proteinwerte im Hippocampus und Cerebellum von
- NF-κB p65
- COX-2
- iNOS
- Eine gleichzeitige Gabe eines HR-Agonisten oder eines Anticholinergikums hob die Verbesserung der sozialen Parameter auf
- Der H3R/D2R/D3R-Rezeptor-Antagonist ST-2223 in Dosen von 2,5, 5 und 10 mg/kg, i.p. milderten signifikant und dosisabhängig soziale Defizite und gestörte Angstzustände von BTBR-Mäusen. Daneben bewirkte er3738
- Anstieg von Histamin in
- Cerebellum
- Striatum
- Anstieg von Dopamin in
- PFC
- Striatum
- Anstieg von Acetylcholin in
- PFC
- Striatum
- Hippocampus
- Anstieg von Histamin in
4.18. Physische Traumamodell-Mäuse
Physische Traumamodell-Mäuse können symptomatischen Ähnlichkeit mit ADHS aufweisen.
Diese Modelle basieren auf direkter Einwirkung von physisch induziertem Stress/Trauma auf ein Tier, z.B.:39
- Röntgenstrahlen
- neonataler Hypoxie
- Kleinhirnwachstumsstörungen usw.
Konzeptionell handelt es sich um Modelle von sekundärem ADHS.
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